Geschichte und Wappen

Wüsten­hausen

Schon die Römer haben im Tal des Gruppenbaches gesiedelt. Im Gewann "Kleines Feldle" zwischen Wüstenhausen und dem Landturm wurden wiederholt römische Scherben gefunden. Es muss dort um das Jahr 200 n. Chr. ein römischer Gutshof, eine "Villa Rustica", gestanden haben. Als die Alamannen dann das Land erobert hatten, ließen sie das römische Steinhaus abseits liegen, sie wohnten lieber in Holzhäusern.

Dem verwüsteten römischen Haus aber verdankt Wüstenhausen seinen Ortsnamen. Wüstenhausen wird urkundlich erstmalig in einem Kaufvertrag vom 16.01.1330 erwähnt. In diesem Vertrag verkauft Konrad von Heinriet zwei Privatgrundstücke in der Villa Husen (Wüstenhausen) an den Grafen Nikolaus von Löwenstein. Nachdem Wüstenhausen 1369 württembergisch wurde, war es wie Ilsfeld ein Grenzdorf an der württembergisch/pfälzischen Grenze.

Bei der berühmten Schlacht von Wüstenhausen (1460) brachte Graf Ulrich von Württemberg den Pfälzern eine empfindliche Niederlage bei. Jahrhundertelang war das Leben in Wüstenhausen zerrissen. Während die Bewohner der Herrenhöfe zur Schule, Kirche und Friedhof nach Untergruppenbach gehörten, ging der größere Teil des Weilers zur Schule und Kirche samt Friedhof nach Auenstein. Politisch jedoch, also zum Rathaus, gehören die Einwohner von Wüstenhausen seit eh und je zur Gemeinde Ilsfeld. Der Ortsteil Wüstenhausen hat heute 297 Einwohner.

Blick auf Wüstenhausen
Blick auf Wüstenhausen