Aktuelles

Medienaufklärung der Schulsozialarbeit

In diesem Schuljahr legen wir besonderes Augenmerk auf die Aufklärung im Bereich der Medien in Klasse 6.

Eine fundierte Beschäftigung mit und Aufklärung zum Medienkonsum ist unausweichlich, da es die Lebenwelt der Kinder und Jugendliche heutzutage stark beeinflusst.

sicher@net
sicher@net

Projekt Sicher@net: Aufklärung durch Medienexperte Sauer von Mecodia

 

Medien, aber vor allem das Smartphone und dessen Apps nehmen einen großen Bestandteil der Lebenswelt der Jugendlichen ein. Kommunikations-Apps wie whatsapp, instagram oder snapchat ziehen in den Bann. Kontinuität ist bei Apps Fehlanzeige, sie unterliegen einem stetigen Wandel, der von der Erwachsenenwelt nur schwer nachverfolgt werden kann. So sind Spiele-Apps wie Pokemon Go, Clash of Clans und Clash Royal schon wieder relativ out. On top hingegen ist gerade die App „Music ili“, eine Art Mini-Playbackshow.

 

Aufgrund der immensen Wirkkraft des Smartphones und seiner Apps klärt die Schulsozialarbeit momentan die Klassenstufe 6 der Realschule über die Funktionsweise und Gefahren dieser Medien auf. Unterstützend zur Seite stand am vergangenen Donnerstag, 30.03.2017 der Medienexperte Fabian Sauer von der Mecodia Akademie - sowohl für Schüler der Klassen 6 am Vormittag, als auch für interessierte Eltern am Abend.

Die Mecodia AG ist seit sieben Jahren in Schulklassen unterwegs, um Schülern einen guten Umgang mit Medien beizubringen. Finanziert wird dies von der Sozialstiftung „sicher@net“ der Sparkasse.

Für die Schüler war das Thema „Apps“ von Referenten- Seite gesetzt. Die restlichen drei Themen (sicherer Umgang mit dem Smartphone, Kostenfallen und gefährliche Inhalte) standen zur Auswahl. Alle drei Schulklassen interessierten sich am meisten für den sicheren Umgang mit dem Smartphone. Fragen, welches die beste Passwortsperre ist und welches Kennwort am wenigsten gut geknackt werden kann, wurden beantwortet. Die Aufmerksamkeit und Teilnahme der Jugendlichen war sehr groß.

 

Interessant zum Thema Apps ist, dass whatsapp in Deutschland keiner rechtlichen Altersbeschränkung unterliegt. Laut AGB der USA liegt das Mindestalter bei 13 Jahren. Eine USK schreibt für Deutschland 0 Jahre vor. Eine Begrenzung, die sowohl Schüler als auch Eltern nicht nachvollziehen können, wäre doch zumindest eine Altersbegrenzung von 6 Jahren bei einer Kommunikations- APP von Nöten. Unterm Strich heißt das, die Eltern sind gefordert, Grenzen zu setzen. Ein Kind muss sich damit abfinden, dass es mit seinen 17 Jahren eventuell kein whatsapp benutzen darf, obwohl ein 10- Jähriger whatsapp nutzt. Ein Recht, das Eltern zusteht. Bei instagram übrigens liegt die USK- Empfehlung bei 12 Jahren, u.a. deshalb, weil hier die Selbstdarstellung einen hohen Stellenwert einnimmt.

 

Gut besucht war auch der Elternabend um 19 Uhr. 30 Eltern machten sich auf, mehr über die Interessenswelt ihrer Sprößlinge zu erfahren. Die Funktionsweise der wichtigsten Kommunkations- Apps wurden vorgestellt. Außerdem wurden die beliebtesten Youtube- Chanels der Kinder- und Jugendlichen unter die Lupe genommen. Nicht bewusst wird den meisten Kindern sein, dass die Darsteller auf Youtube weniger Interesse an der Weitergabe wertvoller Informationen haben, als an Werbung. Viele Youtuber verdienen sich mit Shopping- Tipps und Let's Play- Spielertipps gutes Geld. Durch diese Stars beeinflussen Konzerne den Konsumwillen unserer Kinder- und Jugendlichen. Eine Tatsache, die ermutigt, doch mal die Stars der Kinder genauer unter die Lupe zu nehmen und Kinder aufzuklären. Mit dem Thema "Kosten" durch Spiele-Apps, Werbeanzeigen oder Service-Rufnummern ist eine gute Aufklärung der Kinder ebenso wichtig. Kostenfallen können durch Drittanbieter- Sperren teilweise verhindert werden. Um einen erhöhten Konsum durch das Smartphone der Kinder zu verhindern, lautet der Tipp vom Medienexperten, einen Mediennutzungsvertrag mit den Kindern zu vereinbaren. Dieser soll festlegen, wie und wann Medien in der Familie für Kinder UND Eltern genutzt werden. Der Vertrag schließt nicht nur die Nutzung des Smartphones, sondern auch das Fernsehen oder den Umgang mit dem Computer mit ein. Er kann beliebig gestaltet werden. Eine Vorlage dazu finden interessierte Eltern auf: „mediennutzungsvertrag.de“. Ein Hinweis von Sauer, Kindern mit gutem Beispiel voran zu gehen, wird den meisten Eltern bewusst gewesen sein, ist aber eine nicht zu vernachlässigende Tatsache. Zahlreiche Studien belegen, dass Kinder der Spiegel der Erwachsenenwelt sind. Heißt- sich an die eigene Nase fassen, ob man nicht selbst, viel oder zu viel Zeit mit Smartphone und Co. verbringt.

Ein gute Seite weitere Informationen  einzuholen bietet „www.handysektor.de“. Einen kleinen Überblick für Eltern können Sie auch auf der Homepage „www.ilsfeld.de“ unter „Kinder und Jugendreferat- Für Eltern“ finden. Der abendliche Vortrag stieß auf breite Zustimmung und die Schulsozialarbeit wird auch für das nächste Jahr wieder eine Bewerbung an die Sozialstiftung senden - hoffentlich mit Erfolg.

 

Vortrag Sex Sells

 

Am 14.02.2017 fand der Vortrag "Sex Sells" für Mädchen der 8. und 9. Klasse statt, in dem die ehemalige "Germanys next Topmodel"- Kandidatin Kera Rachel Cook ihren Werdegang beschreibt. Durch mediale Einflüsse und durch ihre Suche nach dem Schönheitsideal wurde sie magersüchtigt. Kera Rachel Cook klärte auf wie es dazu kam und wie sie es schliesslich schaffte, wieder zu sich selbst zu finden.

Veranstaltung "Sex sells"
Veranstaltung "Sex sells"

Im zweiten Halbjahr nimmt das Thema Medien nicht nur in den 6.Klassen durch "Starke Klasse" Raum ein, sondern wir planen wieder Medienmentoren in Klasse 8 auszubilden, die jüngere Schüler über die Gefahren der Medien (whatsapp, instagram, snapchat) aufklären.