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Aktuelles | Luft, Marlene | 09.03.2022

Ukrainehilfe

Ukrainehilfe

Was? Wie? Wo? Womit?

 

Schon seit den ersten Tagen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und dem Eintreffen der ersten Flüchtlinge in Deutschland gehen täglich zahlreiche Anfragen von Ilsfelder Bürger*innen im Rathaus ein, wie den ukrainischen Flüchtlingen geholfen werden kann. Diese weitreichende Hilfs- und Spendenbereitschaft ist ebenso beeindruckend und sehr erfreulich. Doch trotz aller Freude über dieses soziale Verantwortungsbewusstsein scheint es notwendig und geboten, ein wenig Struktur i die Sache zu bringen.

 

Denn, wenn die Hilfe den größtmöglichen Erfolg bringen soll, muss zunächst unterschieden werden, wem geholfen werden soll – denjenigen Flüchtlingen, die sich noch in der Ukraine aufhalten oder denjenigen, die das Land bereits verlassen haben und sich in Deutschland bzw. ganz konkret hier in Ilsfeld aufhalten oder bald hier ankommen.

 

Natürlich steht es jedem frei, zu spenden was und wie er möchten. Aber wie vielfach in den Medien schon erklärt, ist den Menschen, die noch in der Ukraine sind, am einfachsten mit Geldspenden vorzugsweise an die bekannten großes Hilfsorganisationen wie Rotes Kreuz, Malteser, Caritas, UNICEF und ähnlichen Institutionen geholfen. Diese verfügen über die notwendigen Kenntnisse zur Lage in der Ukraine und den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen dort. Und sie verfügen über die notwendige Logistik, um die tatsächlich benötigten Hilfsmittel auch dorthin zu bringen, wo sie gebraucht werden. Sach-, vor allem Kleiderspenden sind hierbei wohl eher problematisch, da sowohl der Transport als auch die Verteilung erheblichen Aufwand bedeutet.

 

Wer dennoch Sachspenden machen möchte, darf dies gerne tun. Aktuell dringend benötigt werden Luftmatratzen, Feldbetten, Decken und Schlafsäcke für Notunterkünfte an den Grenzen in der Ukraine. Ebenso immer benötigt werden Hygienepakete. Beispielhaft sei hier als Inhalt eines Familienpaktes genannt:

 

2 x Seife, 1 x Shampoo, 1 x Duschgel, 3 x Zahnpasta und 6 x Zahnbürsten, 4 x Handtücher,
3 x Kamm/Bürste, 2 x Deodorant, 1 x Handcreme, 1 Packung Damenbinden oder Tampons
1 Packung, Papiertaschentücher.

Im Internet finden sich hierzu zahlreiche weitere Inhaltsvorschläge und Tipps.

 

Wer denjenigen helfen möchte, die als Flüchtlinge aus der Ukraine in Ilsfeld angekommen sind und die zumindest die nächste Zeit hier bleiben wollen, kann dies auf jeden dadurch tun, indem er Wohnraum – möglichst längerfristig – zur Verfügung stellt bzw. bereit ist, dies zu tun, wenn die Flüchtlingszahlen entsprechend anteigen, was aktuell ja leider befürchtet werden muss.

Wer dies tun möchte, sollte ein E-Mail an oliver.marx@ilsfeld.de schicken. Neben der Adresse der Unterkunft und Angaben zur Größe und etwaigen Nebenräumen sind Angaben zur terminlichen Verfügbarkeit und vor allem der Dauer, für die Unterkunft angeboten werden kann, sehr wichtig. Da eventuell auch ältere Menschen zu uns kommen werden, wären barrierefrei zugängliche Wohnräume auch sehr hilfreich. Ebenso wichtig sind Angaben zur Möblierung und Ausstattung, insbesondere vorhandene Elektrogeräte, aber auch, ob bspw. Gebrauchsgegenstände wie Geschirr, Töpfe, etc. vorhanden sind.

 

Wer letzteres spenden möchte, sollte ebenfalls ein E-Mail schicken mit einer einfachen Auflistung der Gegenstände. Da die uns bereits angebotenen Wohnungen recht unterschiedlich ausgestattet sind, können wir so am einfachsten konkrete Bedarfe und Angebote zusammenbringen.

 

Ein Hinweis noch zum Schluss: Da sich erst Vorort ergibt, wer tatsächlich mit dem jeweiligen Transport nach Deutschland kommt und nicht zwingend all jene, die mit einem Transport aus Ilsfeld auch genau hierher wollen und bleiben, lässt sich immer nur sehr kurzfristig bzw. fast gar nicht planen, was am Ende tatsächlich an Unterkünften benötigt wird.

Wir versuchen frühzeitig die betreffenden Wohnungseigentümer zu informieren, damit diese sich vorbereiten und ggf. vorhandene Lücken in der Ausstattung geschlossen werden können. Aufgrund der Unwägbarkeiten der Gesamtsituation kann es jedoch passieren, dass die eine oder andere Wohnung am Ende doch nicht oder besser noch nicht benötigt wird. Dies soll den Einsatzwillen und die Hilfsbereitschaft aller, die uns mit Wohnraumüberlassung unterstützen wollen, nicht schmälern.

 

In jedem Fall dankt die Gemeinde Ilsfeld all jenen ganz herzlich, die uns in irgendeiner Weise dabei unterstützen, den Mitmenschen aus der Ukraine in dieser für sie sehr schweren Zeit zu helfen!

 

Thomas Knödler

Bürgermeister

 

 

 

 

Ihr Ansprechpartner:

 

Herr Oliver Marx

E-Mail: oliver.marx@ilsfeld.de

Tel. 07062 9042-27