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Aktuelles | Luft, Marlene | 20.09.2021

Treibhausgasemissionen reduzieren mit Erdwärme

Klimafreundlich heizen geht ganz einfach: Erdwärme ist eine nachhaltige Alternative zur Nutzung von Heizöl oder Erdgas.

 

Im Inneren der Erde sind riesige Mengen an Wärme gespeichert. Diese Wärmemenge ist durch menschliche Nutzung quasi unerschöpflich. Deshalb gilt Erdwärme als eine erneuerbare Energiequelle.

 

Bei der Nutzung von Erdwärme wird zwischen Oberflächennaher- und Tiefengeothermie unterschieden. Interessant für Hauseigentümer:innen und Bauherr:innen ist momentan aber vor allem die oberflächennahe Geothermie. Um die Wärme aus 2 bis 100 m Tiefe zur Beheizung und zur Trinkwasserversorgung des Gebäudes zu nutzen, wird eine Wärmepumpe benötigt. Zur Gewinnung der Wärme gibt es verschiedene Methoden: sie kann aus einem Grundwasserbrunnen, über Erdwärmekollektoren im Garten oder unter einer Ackerfläche, über Erdwärmesonden oder bei der Pfahlgründung eines Gebäudes durch Energiepfähle bereitgestellt werden.

 

Verschiedene Fördermöglichkeiten tragen dazu bei, dass die Erdwärmeheizung nicht nur zu einer ökologisch, sondern auch ökonomisch ausgesprochen guten Heizungsalternative geworden ist. Käufer:innen von Wärmepumpen erhalten bis zu 50 Prozent der Investitionskosten. Auch die Kosten für die Erdwärmebohrungen werden bezuschusst.

 

Im Gegensatz zu Außenluftwärmepumpen, die in Gebäuden mit generell niedrigem Energiebedarf eingesetzt werden, können die Erdwärmepumpen in Gebäuden mit höherem Wärmebedarf - bspw. im Sanierungsfall - vor allem bei winterlichen Außentemperaturen einen Effizienzvorteil ausspielen.

 

Steht ein Heizungstausch oder die Auswahl einer Heizung für einen Neubau an, sollten sich Hauseigentümer:innen deshalb rechtzeitig informieren, ob auch an ihrem Standort die Nutzung von Erdwärme in Frage kommt, rät die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA).

 

Für alle Fragen rund um Erneuerbare Energien, Energieeinsparungen und Klimaschutz steht Ihnen die LEA auch telefonisch unter 07141/688 93-0 zur Verfügung.