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Aktuelles | Kloiber, Miriam | 15.05.2019 – 23.06.2019

Natur nah dran

Kommunale Delegation besucht „Natur nah dran“-Schulung

 

Ehningen/Ilsfeld – Vielfältig, naturnah und insektenfreundlich: Am Dienstag, 07.05.2019, besuchten Bauhofleiter Cornelis Izelaar sowie drei weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ilsfelder Bauhofs eine Schulung im Rahmen des NABU Projektes „Natur nah dran“ in Ehningen. Neben einer theoretischen Einführung fand dabei auch eine Exkursion zu bereits naturnah umgestalteten Wildstaudenflächen und Wildblumenwiesen statt, die die Gemeinde Ehningen 2018 mit „Natur nah dran“ angelegt hatte. Die Teilnehmenden erhielten bei der Veranstaltung viele Anregungen und Tipps, wie im Siedlungsraum artenreiche Lebensräume für Wildbienen, Distelfinken und Schwalbenschwänze geschaffen werden können.

 

„Jeder Quadratmeter ist wertvoll: Gerade in Städten und Gemeinden schlummert enormes Potential für mehr biologische Vielfalt“, sagt Martin Klatt vom NABU Baden-Württemberg. „Bei der Anlage naturnaher Flächen gibt es einiges zu beachten. Zum Beispiel sehen einjährige Blühmischungen oft zwar toll aus, müssen aber jährlich neu eingesät werden. In der ‚Natur nah dran‘-Schulung werden deshalb Möglichkeiten gezeigt, wie die Teilnehmenden dauerhafte und dem Standort angepasste Blumenwiesen und Wildstaudenbeete anlegen.“

 

Die Schulung richtete sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grünflächenämter, Stadtgärtnereien und Bauhöfe der für 2019 für „Natur nah dran“ ausgewählten Kommunen. Das sind: Bad Krozingen, Dürnau, Eberdingen, Edingen-Neckarhausen, Engstingen, Ilsfeld, Kehl, Kornwestheim, Lauchringen, Rottweil, Wiesloch und Schwäbisch Hall und Sigmaringen.

 

Am Mittwoch, 08.05.2019, nahmen die Vertreter und Vertreterinnen der Gemeinde Ilslfeld gemeinsam mit Naturgartenplaner Dr. Reinhard Witt und zwei weiteren Fachleuten für naturnahes Grün sowie einer Vertreterin des NABU die Grünflächen in Augenschein, die in Ilsfeld im Laufe des Projekts in kleine Biotope umgewandelt werden sollen. Die Fachleute begutachteten dabei die jeweiligen Standorte und gaben erste Empfehlungen für die passenden Maßnahmen. Beispielsweise, ob eine Fläche grundlegend umgestaltet werden sollte um einen dauerhaften Erfolg zu ermöglichen. Oder ob eine Artenanreicherung sinnvoller ist, da bereits viele wichtige Wildblumen auf der Fläche vorhanden sind – wenn auch zum Teil nur als unscheinbare Jungpflanzen.

 

Die Begehung der Flächen bildet gemeinsam mit der Schulung die Grundlage für den nächsten Schritt: die Detailplanung für die ausgewählten Flächen. Anschließend geht es dann an die Umsetzung.

 

Hintergrund:

Das NABU-Projekt „Natur nah dran“ wird gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Ziel ist es, Städte und Gemeinden mit Rat und Tat dabei zu unterstützen, Grünflächen im Sinne der Biodiversität umzugestalten.

 

Weitere Informationen: www.naturnahdran.de

 

 

Foto: Die Vertreterinnen und Vertreter der „Natur nah dran“-Kommunen in Ehningen auf einer Projektfläche, die 2018 angelegt worden war. Foto: NABU/Anette Marquardt

 

 
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In Ilsfeld wurden die Flächen gemeinsam in Augenschein genommen, die in dauerhafte Wildblumenwiesen oder Wildstaudenbeete umgewandelt werden sollen. Foto: NABU/Anette Marquardt