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Aktuelles | Kloiber, Miriam | 06.12.2018

Konrads Spezialorchester

 

Ein Orchester ist es nun nicht gerade, das sich im Rathausfoyer beim Ganz-nah-dran-Konzert präsentiert, aber dafür sind die drei Herren mit Leib und Seele dabei.

Kontrabassist Steffen Köber ist zwar erkältet und nimmt bei jeder Gelegenheit einen Schluck aus seiner überdimensionierten Teetasse, doch das tut dem launigen Zusammenspiel des „Orchesters“ und der Interaktion mit dem Publikum keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, die Zwischenfrage aus dem Publikum, was das denn eigentlich für ein besonderer „Tee“ sei und die Mitleidsbekundungen der Zuhörer lockern die Wohlfühl-Stimmung weiter auf. Die Bandbreite der drei Musiker ist groß, und die Cover-Versionen auf eine gute Weise ungewöhnlich. So kommt „Enjoy the Silcence“ von Depeche Mode als unaufgeregtes, munter dahinplätscherndes Lied daher. Auch Beatles- und Santana-Songs werden erfrischend anders dargeboten. Dazu kommen eigene Songs im Stile von deutschen Liedermachern wie Konstantin Wecker und gekonnt gemachte Volksmusik im modernen Gewand wie beispielsweise bei „Horch was kommt von draußen rein“. So vielseitig wie das Repertoire ist auch das Instrumentarium der drei Herren – von der Ukulele über die Schlauch-Harmonika und die Mandoline bis zur Mundharmonika reicht die Bandbreite, von Gitarren und Kontrabass ganz zu schweigen. Am Ende plaudert die Band noch ganz ungezwungen mit den Besuchern und weist auf die ihnen wichtige Aktion „Eine Million gegen rechts“ hin, die Freund und Kollege Heinz Ratz ins Leben gerufen hat (mehr Infos hierzu unter www.konradsspezialorchester.com.) Und wieso überhaupt der Bandname „Konrads Spezialorchester“? Es heißt doch weder Steffen Köble, Markus Stenzel noch Thomas Ilg Konrad? Diese Frage klärt sich, als alle Besucher bereits gegangen sind: in Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ gibt es den Landstreicher Konrad, der mit seinem Spezialkleber selbst Wände hochlaufen kann – na, und von Konrads Spezialkleber zu Konrads Spezialorchester ist es doch nur ein kurzer, aber schön schräger Weg. Genauso schön schräg wie das Konzert mit den dreien im Rathausfoyer!

 

 

Auch im neuen Jahr wird die Veranstaltungsreihe „Ganz-nah-dran-Konzert“ fortgeführt und zwar am Freitag, 17.05. Open-Air auf der Rathaustreppe mit dem jungen Künstler der Singer/Songwriter-Richtung Nikos, der bereits vor 2 Jahren das Publikum im Rathausfoyer begeistert hat.