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Aktuelles | Kloiber, Miriam | 22.11.2018 – 09.12.2018

Einweihung Schnakennest

Zukunftsweisend, so wurde der Neubau des Kinderhauses Schnakennest bei der Einweihung mehrfach genannt. Statt Platz in der Fläche zu verbrauchen, hat man einfach auf die bestehende Fläche aufgestockt. Einfach? Mit so manchen Widrigkeiten hatte die Verantwortlichen während des Baus zu kämpfen, aber am Tag der Einweihung war all das vergessen, und – darin waren sich alle einig – die Zusammenarbeit zwischen Erzieherinnen, Eltern und Bauleitung bzw. Architekten während des Umbaus hatte hervorragend geklappt. Dies sei durchaus bemerkenswert, darauf wies Nicole Friedrich, Gesamtleitung der Ilsfelder Kindertageseinrichtungen in ihrer Begrüßung hin, da die Bauarbeiten ja bei laufendem Betrieb von statten gegangen waren.
Einen bunten Tag hatten die Kinder, Erzieherinnen und Eltern der Auensteiner Kindertageseinrichtung vorbereitet: morgens wurde im Kinderhaus Gottesdienst gefeiert, ein feines Mittagessen war im Angebot, selbstgemachte Herbst- und Weihnachtsdeko konnte beim Herbstmarkt erworben werden und den ganzen Tag über gab es verschiedenste Experimentier- und Bastelstationen für Kinder. Ausprobieren, experimentieren, forschen – das sind wichtige Themen im Kinderhaus Schnakennest. Und so begann das offizielle Programm dann auch mit der Übergabe der Urkunde „Haus der kleinen Forscher“. Schon zum vierten Mal bekam die Einrichtung das Siegel verliehen. 2011 hatte sich das Kinderhaus erstmals erfolgreich um die Auszeichnung bemüht, für die nachgewiesen werden muss, dass Inhalte aus den Bildungsbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) fester Bestandteil im Alltag der Kinder in der Einrichtung sind.

 

Bürgermeister Thomas Knödler bedankte sich in seiner kurzen Rede ganz herzlich bei allen Beteiligten, dem Team des Kinderhauses, den Kindern und Eltern, der Kirchengemeinde Auenstein und Frau Ade von der Schlossbergschule für die räumlichen Ausweichmöglichkeiten, den Architekten und Handwerkern, die immer auch die Ruhezeiten der Kinder im Kopf hatten und nicht zuletzt auch bei den Hausmeistern und dem Bauhofteam, die „als Umzugshelfer und Retter in der Not beinahe täglich gefordert waren.“, so der Gemeindechef. Zuletzt bedankte er sich bei der anwesenden Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch für die Unterstützung des Landes Baden-Württemberg bei der Baumaßnahme.

Friedlinde Gurr-Hirsch erinnerte in ihrer Ansprache an die Feierlichkeiten zum Ende des 1. Weltkrieges, die just an diesem Tag in Europa gefeiert wurden und die Errungenschaft des europäischen Friedens über mehr als 70 Jahre hinweg. Nicht nur Betreuung, sondern auch Bildung leisteten Kindertageseinrichtungen heutzutage, besonders die geistige und soziale Entwicklung stehe im Vordergrund, die Fähigkeit empathisch zu empfinden und Konflikte friedlich zu lösen, gerade vor dem Hintergrund des Friedensgedankens, so die Staatssekretärin. Sie sprach dem Team des Kinderhauses Schnakennest einen herzlichen Dank und große Anerkennung im Namen von Eltern, Großeltern und der Gesellschaft im Ganzen für diese wichtige Aufgabe aus.

Am Ende des offiziellen Teils wurde es dann ein wenig wilder, denn das ausführende Architekturbüro Ettle aus Aspach hatte – als Dank für das tolle Projekt, so die verantwortliche Projektleiterin Stefanie Einhorn – für alle kleinen und großen Gäste Schaumküsse mitgebracht, auf die sogleich ein großer Run einsetzte.