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aktuelles | Kloiber, Miriam | 13.03.2018 – 15.04.2018

Abwasser-Heizzentrale wird erstellt

Nach der Erstellung des Spielplatzes im Schulhof des Steinbeis-Schulzentrums im letzten Jahr ist das nächste Großprojekt des Bauhofs derzeit im Entstehen:

Nachdem die Bodenplatte durch eine Baufirma erstellt wurde, arbeiten jetzt vier Mitarbeiter des Bauhofs seit Mitte Februar daran, die Hülle für die Heizzentrale zu realisieren. Nach den Plänen eines Architektur- und Statikbüros wurde im ersten Schritt eine Holzabbundfirma beauftragt, das Holz für den tragenden Fachwerkbau passend zu sägen. Nach Anlieferung wurde dieses Holz dann ähnlich wie ein XXL-Ikea-Bausatz von den Bauhofmitarbeitern Dietmar Knab, Marco Frick, Marco Weber und Bernd Bäuerle montiert.

Federführend ist dabei Dietmar Knab, der von Haus aus Zimmermann ist und daher das notwendige Know-how mitbringt.

 

Dietmar Knab und Marco Frick auf „ihrer“ Baustelle

 

35 Jahre hat er als Zimmermann gearbeitet, so dass der Bau der Heizzentrale keine Herausforderung ist. Im Gegenteil, er freut sich, über längere Zeit an einem größeren Projekt zu arbeiten und weist bei der Besichtigung auf Besonderheiten hin, wie die Abhänger-Querbalken, die geplant wurden, damit die Rohrsysteme, die später eingebaut werden, nicht am Boden verlaufen, sondern über die Balken aufgehängt werden können.

 

Seit 3 Wochen sind sie auf der Baustelle, so dass sie auch in der Phase vor Ort waren, als die Temperaturen deutlich unter Null gefallen waren. In weiser Voraussicht haben die Männer im Vorfeld den Bauwagen der Waldarbeiter auf Vordermann gebracht. Als sie den Wagen aus dem Wald holten, war er stark verwittert, Siebenschläfer hatten sich im Inneren eingenistet. Jetzt ist er wieder voll funktionsfähig, frisch lasiert und sogar mit einer elektrischen Heizung ausgestattet. So konnten  sich die Männer an den kalten Tagen zu den Pausen in die Wärme zurückziehen.  Jetzt sind aber  alle froh, dass die Temperaturen wieder etwas milder sind und der Frühling sich so allmählich ankündigt.

 

Von der Zeitschiene her hat man sich bei der Erstellung der Heizzentrale ganz bewusst für Februar/März entschieden, da hier die Aufgaben im Bauhof nicht so vielfältig und zeitintensiv sind wie in den kommenden Monaten, wenn dann Pflanzenpflege und Grünschnitt sehr regelmäßig auf der Agenda stehen.

Wie sieht der Fahrplan jetzt aus? Aktuell sind die Männer dabei, das Gebäude mit einer diffusionsoffenen Folie zu „umwickeln“, so dass der später entstehende Wasserdampf von innen nach außen entweichen kann. Auf diese Folie wird nächste Woche dann die Verkleidung aus sägerauen Brettern aus Douglasie angebracht. Die Bretter sind kesseldruckimprägniert, so dass sie witterungsbeständig sind und lange halten.

Von außen wird die Abwasser-Heizzentrale dann einer hiesigen Scheuer ähneln und sich so gut ins Landschaftsbild einfügen. In der Woche vor Ostern erwartet Dietmar Knab die Lieferung der Sandwich-Platten für das Dach, die außen aus lackiertem Metall bestehen und zwischen Außen- und Innenschicht mit einer Dämmung ausgestattet sind. Danach ist es für die Bauhofmänner höchste Zeit, das Projekt abzuschließen, denn dann müssen die Mähgeräte hergerichtet werden, die Pflege der Sport- und Spielplätze, Pflanzenschnitte und vieles mehr stehen an.

Durch die hervorragende Arbeit des Bauhofs an der Abwasser-Heizzentrale wird die Gemeinde insgesamt einen Betrag in der Größenordnung von 30.000 – 40.000 Euro einsparen können.

 

Am Anschluss an die Gebäudeerstellung folgt das Herz der Abwasser-Heizzentrale: dann nämlich wird die Technik eingebaut. Auch darüber wird an dieser Stelle selbstverständlich berichtet.