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aktuelles | Kloiber, Miriam | 10.08.2017

Einweihung des Ärztehauses

Ob man dies eine Einweihung nennen könne, diese Frage stellte Bürgermeister Thomas Knödler bei der Veranstaltung am Ärztehaus vorletzten Mittwoch anfangs in den Raum. Das Wort „Einweihung“ setze doch voraus, dass das in Betrieb gehende Gebäude dann auch wirklich ganz fertig sei und auch das Umfeld so sei wie gewünscht. Da vor allem letzteres noch nicht der Fall ist, bezeichnete der Schultes die Veranstaltung als wichtiges Etappenziel und stellte das nächste Ziel gleich in Aussicht. Denn einige Minuten später schritt man vor Ort, in der neuen Tiefgarage des Ärztehauses, in der an diesem Nachmittag statt Autos Bierbänke für die zahlreichen Besucher „parkten“, zur Tat: der Pachtvertrag für die Nutzung der Alten Kelter als Markthalle wurde von Thomas Knödler als Vertreter der Gemeindeverwaltung und von Familie Häfele, den zukünftigen Betreibern der Markthalle, unterschrieben.

Und ein weiteres Projekt stellte er in Aussicht: nach der Sommerpause wird sich der Gemeinderat konkret mit dem Thema Parkierung und damit mit der Bebauung des als „Nagel-Areals“ bekannten Geländes (Schotterparkplatz an der Brückenstraße) beschäftigen.

Doch zuvor kam zum Thema Ärztehaus einer der federführenden Architekten zu Wort: Emil Heller vom ausführenden Architekturbüro Vogt und Heller versorgte die Besucher mit einigen Zahlen: ca. 1700 qm2 Fläche stehen im Ärztehaus zur Verfügung, 475 qm2 sind es im angrenzenden Wohnhaus. Das Bauvolumen betrug 10500 qm3. Er zollte dem Mut des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung Respekt, ein solches Projekt in Eigenleistung zu stemmen.

Vier Voraussetzungen müsse man beachten, wolle man eine positive Entwicklung einer Kommune erzielen: Innen- vor Außenentwicklung, attraktive Nutzung, Stärkung der Infrastruktur und hochwertige Architektur. All diese Punkte seien beim Projekt des Ärztehauses erfüllt worden. Er erinnerte daran, dass die Platzgestaltung vor dem Ärztehaus und die weitere Bebauung auf den verschiedenen Baufeldern wesentliche Faktoren zur künftigen positiven Entwicklung des Ortseingangs West seien.

 

Damit stand dann der oben bereits erwähnte zweite Teil des Nachmittags an: die Unterzeichnung des Pachtvertrags für die Alte Kelter zwischen Familie Häfele und der Gemeinde Ilsfeld.

Da Bürgermeister Thomas Knödler nach 20 Jahren Amtszeit „seine“ Ilsfelder kennt, beantwortete er vor der Vertragsunterzeichnung noch schnell die drei Fragen, die – nach seinem Dafürhalten – die Ilsfelder am meisten beschäftigen würden:

Ja, die Maibaumhocketse findet auch zukünftig statt, nein, die Kelter wird nicht verkauft und - die Kelter wird mehr als eine reine Verkaufsstelle.

 

Dazu erläuterte Werner Häfele dann sein Konzept etwas ausführlicher. Nach Vorbild der von Familie Häfele bereits betriebenen Markthallen in Winnenden und Ostfildern wird die Alte Kelter als ständige Markthalle mit Gemüse- und Obstständen, Bäcker, Metzger etc. dienen. Es wird Gastronomie-Angebote geben und die Philosophie dahinter ist es, eine hohe Aufenthaltsqualität in und um die Kelter zu bieten. Dazu gehören auch monatliche Events in der Markthalle wie Konzerte, Lesungen oder auch kommunale Feste. Die Markthalle in der Alten Kelter, so Werner Häfele, soll mehr den Charakter einer Begegnungsstätte denn einer Verkaufsstätte haben.

Armin Häfele und Senior-Chefin Margit Häfele sowie Bürgermeister Thomas Knödler unterzeichnen den Pachtvertrag.

 

Zum Abschluss gewährte Thomas Knödler noch einen Blick in die Zukunft: bei zwei Projekten, die die weitere Entwicklung des Ortseingangs West betreffen, sei man nahe dran, doch man wolle die Bürgerinnen und Bürger ja auch bei Laune halten und eine gewisse Spannung aufrechterhalten.

 

Die offizielle Schlüsselübergabe für das Ärztehaus erfolgte dann mit Teilen der Mieterschaft, den Architekten und der Gemeindeverwaltung vor dem Haupteingang des Ärztehauses.

 

Im Anschluss war die Bevölkerung eingeladen, die neuen Arztpraxen, die Apotheke und die Räumlichkeiten der Kreissparkasse zu betreten, wovon auch reger Gebrauch gemacht wurde.

 

Ein herzlicher Dank geht in dem Zusammenhang auch an den SC Ilsfeld, der an diesem Nachmittag für bodenständige Bewirtung mit Roter Wurst, Butterbrezeln und Getränken gesorgt hat.