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aktuelles | Kloiber, Miriam | 03.08.2017 – 31.08.2017

Abwasserwärmezentrale

Für Mitte Oktober ist der Baubeginn für die Nahwärmezentrale bei der Kläranlage geplant. Die Arbeiten für Fundament, Bodenplatte und die notwendigen Leitungen werden per Ausschreibung vergeben, das Gebäude, sprich die Hülle für die Technik, wird der Bauhof in Holzbauweise selbst erstellen.

Bürgermeister Thomas Knödler ist hochzufrieden, dass in diesem Jahr mit der Nahwärmezentrale begonnen werden kann. „Die Verzögerungen, die das Projekt erfahren hat, sind eigentlich der Tatsache geschuldet, dass unsere Nahwärme jetzt noch nachhaltiger und klimafreundlicher wird als ursprünglich geplant.“ Tatsächlich ist es so, dass die ursprüngliche Projektskizze, die die Gemeindeverwaltung bei der EU eingereicht hat, zwei Heizkomponenten beinhaltete, nämlich einmal die Nutzung der Abwasserwärme und zum zweiten ein Holzhackschnitzel-Blockheizkraftwerk. Auf Basis dieser Planung wurde auch die Förderung für das Programm „Klimaschutz mit System“ in Höhe von 3 Mio. € gewährt. Mittlerweile hat sich aber eine Alternative für das Holzhackschnitzel-BHKW ergeben, die wesentlich nachhaltiger und ökologisch sinnvoller ist. In Zukunft wird die Abwärme, die in der Biogasanlage auf Beilsteiner Gemarkung bei der Stromerzeugung entsteht, für das Nahwärmenetz in Ilsfeld und die Teilorte genutzt. Bisher wird die Anlage aufgrund dieser Wärmeentwicklung heruntergekühlt, in Zukunft entfällt dies, da Ilsfeld die Wärme abnimmt.

Die Entwicklung dieser neuen Projektkomponente kostete allerdings in zweifacher Hinsicht Zeit: zunächst einmal waren die Vertragsverhandlungen zu Abnahmemodalitäten, Preisgestaltung etc. recht komplex, zum anderen muss eine neuerliche Projektskizze bei der L-Bank, die die Fördergelder der EU betreut, eingereicht werden.

Jetzt aber sind die offenen Fragen aus dem Weg geräumt, so dass in die Ausführung der Abwasserwärmezentrale gestartet werden kann.

 

 

Ansicht der Abwasserwärmezentrale

 

 

Die 1,5 km lange Leitung von Ilsfeld hinaus zur Kläranlage wurde ja bereits letztes Jahr im Fahrradweg Richtung Lauffen verlegt, so dass hier der Anschluss vor Ort an der Kläranlage erfolgen wird.