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aktuelles | Kloiber, Miriam | 28.07.2017 – 24.08.2017

Abschied von Rektor Michael Wohland

Einig waren sich am Ende alle darin, dass mit Michael Wohland ein äußerst empathischer, feinfühliger und feinsinniger Mensch die Steinbeis-Realschule verlässt.

Harald Gleitsmann betonte besonders, mit welcher Fürsorge und Liebe Michael Wohland seinen Schülerinnen und Schülern begegnete. Das Wohlergehen der Schüler, so der ehemalige Rektor des Herzog-Christoph-Gymnasiums in Beilstein, sei immer die Leitlinie seines Handelns gewesen.

 

Die diesjährige Absolventin und Schülersprecherin Tenny Hengsteler stellte in ihrer rundum gelungen Rede fest: „Wir verlassen die Schule zur gleichen Zeit.“

 

Sie erinnerte an das Zitat des „Kleinen Prinzen“ von Antoine de Saint-Exupéry „Man sieht nur mit dem Herzen gut“, das die Wand des Schulleiterbüros zierte und bestätigte das Bild eines Rektors, der immer einen besonderen Zugang zu seinen Schützlingen hatte, als sie sagte: „Sie leben dieses Zitat“. Mit 10 roten Rosen bedankten sich die Schüler der Steinbeis-Realschule für die 10 Charaktereigenschaften, die sie an ihrem Schulleiter schätzen: Humor, Einfühlungsvermögen, sein freundliches Wesen, Warmherzigkeit, Mitgefühl, sein Einsatz für Schwächere, den Mut, Dinge anders zu machen, Verständnis, Hilfsbereitschaft – die letzte Rose bekam er für seine Verschwiegenheit.

 

Thomas Knödler, Bürgermeister der Gemeinde Ilsfeld, hatte zuvor schon auf Michael Wohlands Wirken in Ilsfeld und die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung zurückgeblickt. Seine Beharrlichkeit, für die Interessen „seiner“ Schule einzutreten, sei rückblickend auch immer im Sinne des Schulzentrums gewesen und in so manchen Punkten, über die man das eine oder andere Mal unterschiedlicher Meinung war, habe Michael Wohland im Nachhinein Recht behalten.

 

Der Vertreter der Lehrerschaft, Jörg Menzenbach, hatte die Lacher auf seiner Seite, als er seinem scheidenden Chef eine Entlassbeurteilung ausstellte, basierend auf den Textbausteinen aus dem aktuellen Zeugnisprogramm. Da war zu hören, dass „er beim selbständigen Anziehen gut zurecht kam“ und er sich „an gemeinsamen Aktionen gerne beteiligte“.

 

Zwischen all den launigen, emotionalen und zum Nachdenken anregenden Wortbeiträgen kam auch immer wieder die musische Seite der Steinbeis-Realschule zur Geltung. Vielfältig in ihrer Zusammensetzung, ob Schülerband, Schulchor, Lehrerband, ein pfiffiges Ehemaligenduett oder spezielle Gäste wie die Sopranistin Deborah Feth, der Polizist Martin Brudermiller mit seinem Saxophon-Solo oder den beiden Schulleiterinnen aus Auenstein und Beilstein, Heidi Ade und Sonja Linke mit einem fulminanten Überraschungsauftritt, das Publikum zeigte sich begeistert.

 

 

 Am Ende kam Michael Wohland dann selbst auf die Bühne – und holte zunächst einmal seinen Stellvertreter Konrektor Andreas Gremmelmaier dazu. Er dankte ihm für seinen Einsatz beim Erarbeiten des Programms und betonte, dass es die musischen Glanzleistungen erst seit dem Beginn Gremmelmaiers an der Steinbeis-Realschule 2010 gebe.

 

 

Neben Worten des Dankes an alle Beteiligten und Weggefährten fand er dann aber auch deutliche Worte der Kritik an der baden-württembergischen Bildungspolitik der letzten Jahre. Etliche Male sei man aus der Presse über neue Richtlinien und Verordnungen informiert worden. Sein Dank galt diesbezüglich ausdrücklich der Gemeindeverwaltung Ilsfeld, die sich, neben dem Mut zum Neuen, gleichzeitig auch immer zur Schulart Realschule bekannt habe.

Am Ende stellte er fest, dass er ohne größere Bauchschmerzen gehe, denn die Schulsekretärin Annemarie Weimar bleibe und – dabei richtete er das Wort an den Vertreter des Schulamts Heilbronn Wolfgang Seibold – das Schulamt wisse ja, dass sein erklärter Wunschkandidat für seine Nachfolge Andreas Gremmelmaier heiße.