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aktuelles | Kloiber, Miriam | 20.07.2017 – 13.08.2017

Straßenertüchtigung

Als Sanierung kann man die Arbeiten an der Auensteiner Straße nicht bezeichnen. Auch das Landratsamt Heilbronn, dessen Straßenmeisterei in Abstatt für die jüngsten Ausbesserungsarbeiten verantwortlich zeichnet, spricht in diesem Falle von einer „Straßenertüchtigung“.

Die Verantwortlichkeiten im Bereich des Straßenbaus und der Straßenpflege sind nicht ganz einfach zu verstehen. Autobahnen befinden sich im Besitz des Bundes, ebenso wie Bundesstraßen, Landesstraßen – und zu diesen gehört die L1100, die Ortsdurchfahrt Ilsfeld – im Besitz des Landes Baden-Württemberg. Bei Kreisstraßen, wie beispielsweise der Straße von Ilsfeld nach Schozach, ist der Landkreis der Besitzer und somit sowohl für Bau als auch für Pflege zuständig. Bei Landesstraßen liegt die Besonderheit darin, dass das Land die Aufgabe der Pflege und des Unterhalts an den Landkreis übergibt.

Immer dann, wenn die Verkehrssicherheit einer Straße gefährdet ist, beispielsweise bei Schlaglöchern oder Spurrillen, wird der Landkreis aktiv. Allerdings nur punktuell und auf die aktuelle Situation bezogen. Da bei der Auensteiner Straße extreme Spurrillen und Fahrbahnverdrückungen entstanden waren und sich der Fahrbahnrand teilweise bereits um mehrere Zentimeter abgesenkt hatte, was bei Regen zu größeren Lachen und damit zu Beschwerden von nassgespritzten Fußgängern geführt hatte, waren Ertüchtigungsmaßnahmen dringend notwendig.

In den letzten Wochen wurde die Straße dann ausgebessert, das Ergebnis ist leider überhaupt nicht so, wie die Gemeindeverwaltung sich das vorgestellt hat. Der neu gerichtete Straßenabschnitt sieht aus wie ein Flickenteppich, die Oberfläche ist äußerst uneben.

 

 

 

Wäre es möglich gewesen, ein besseres Ergebnis zu erzielen? Das Landratsamt meint nein, bei den bestehenden, gravierenden Mängeln und den Möglichkeiten, die der Straßenmeisterei bei einer „Ertüchtigung“ zur Verfügung stehen, ist kein anderes Ergebnis zu erwarten. Soll die Straße neu angelegt, also von Grund auf saniert werden, so sei dies nicht Sache des Landratsamtes, sondern einzig und allein des Landes Baden-Württemberg. Wie Pressesprecher Manfred Körner vom Landratsamt Heilbronn anschaulich ausführt: „Es ist wie bei Karies – für das Füllen eines einzelnen Lochs sind wir zuständig, wer ein ganzes Gebiss möchte, muss sich ans Land wenden.“

Die Gemeindeverwaltung hat jetzt bereits Gespräche mit dem Land geführt und will jede erdenkliche Möglichkeit prüfen, hier eine Alternative bzw. eine wesentliche Verbesserung zu bewirken.

Nach der gelungenen Sanierung der König-Wilhelm-Straße ist die Diskrepanz mit dem „neu gerichteten“ Abschnitt umso größer. Das ist für alle, denen Ilsfeld am Herzen liegt, äußerst bedauernswert. Sobald es Neuigkeiten in dieser Sache gibt, werden wir Sie schnellstmöglich informieren.