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aktuelles | Kloiber, Miriam | 18.05.2017

Schnelles Internet für Teilorte

Was lange gedauert hat, wird nun endlich wahr. Nachdem die Telekom in den vergangenen Jahren eigenwirtschaftlich die Gemeinde Ilsfeld und die Teilorte Auenstein und Schozach ausgebaut hat, kommen nun auch noch die drei bisher nicht versorgten Ortsteile Abstetterhof, Helfenberg und Wüstenhausen hinzu. Viel Vorarbeit war hier von Seiten der Gemeindeverwaltung für das Vorbereiten einer Ausschreibung notwendig. Das wirtschaftlichste Angebot hat dabei die Telekom unterbreitet, so dass jetzt die Arbeiten beginnen.

Zum Spatenstich trafen sich daher Bürgermeister Thomas Knödler, die Projektverantwortliche im Rathaus Carina Fahrner, Vertreter der Telekom sowie Teile des Gemeinderates. „Ich freue mich, dass die Arbeiten bald starten“, sagt Thomas Knödler. „Schnelle Internetverbindungen sind aus dem Leben unserer Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wegzudenken – privat und geschäftlich. Sie sind ein wichtiger Standortvorteil, und ich bin sehr froh, dass die Rahmenbedingungen jetzt so sind, dass die Deutsche Telekom für die drei Ortsteile den Ausbau durchführt.“ Außerdem bedankte er sich beim Gemeinderat, der sich entschieden hat, den Eigenanteil von ca. 90 000 Euro bei diesem Projekt zu tragen.

Doch wie genau kommt das schnelle Netz denn jetzt ins Haus? Auf der bisherigen Strecke zwischen örtlicher Betriebsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt VDSL zum Einsatz. Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am Verteilerkasten wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Die Bauarbeiten werden in den nächsten Wochen beginnen. „Wir gehen davon aus“, so Martin Stuber von der Telekom-Niederlassung Heilbronn, „dass wir bis Jahresende mit den Arbeiten fertig sein werden“. Einen Großteil der Arbeiten sieht der Endkunde allerdings gar nicht. Die Tiefbauarbeiten nehmen ca. 3 Wochen in Anspruch, danach ist das Einbringen der Glasfaserkabel in die Leitungen und der Umbau der Verteilerkästen dran. Am Ende der Bauzeit werden die betreffenden Haushalte dann über das Nachrichtenblatt und auf www.ilsfeld.de informiert und können sich dann das schnelle Internet ins Haus holen.

Abschließend betonte Volker Ackermann, Regiomanager der Telekom noch, dass das schnelle Internet am Ende nur dann wie erwartet funktionieren könne, wenn in den Haushalten auch moderne Technik in Form von Routern, Powerline-Module usw. zum Einsatz kommt.