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aktuelles | Kloiber, Miriam | 16.03.2017

Einen Riesen zu Fall gebracht

Einen Riesen zu Fall gebracht hat die Firma Europoles aus dem bayrischen Neumarkt letzte Woche in Ilsfeld. Über zwei Tage hinweg wurde der Funkmast im Hof des Feuerwehrgerätehauses abmontiert und abtransportiert.

Schon seit über 40 Jahren steht der 32 m hohe Schleuderbetonmast in Ilsfeld. Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts hatte der damalige Gebäudebesitzer, die KAWAG, den Masten für den eigenen Betriebsfunk erstellt. Als das Gebäude für die Feuerwehr erworben wurde, montierte man in einer Höhe von 8 m die Antenne für den Feuerwehrfunk dazu. Auch in Zeiten von Mobiltelefonie ist die Funktechnik immer noch das wichtigste Kommunikationsmittel für die Feuerwehr, da dabei die Feuerwehren im ganzen Landkreis „zuhören“ und schnell reagieren können.

Vor 3 Jahren hat die SÜWAG, Nachfolgerin der KAWAG, den Betriebsfunk eingestellt. Jetzt waren 24 Meter Mast zu viel da – der Feuerwehr reichen 8 Meter Funkantennenhöhe aus. Hinzu kam, dass die Ausfahrt für die Feuerwehrfahrzeuge natürlich möglich, aber durch den großen Funkmast doch etwas beengt war.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten am Feuerwehrgerätehaus war das Bestreben von Seiten der Feuerwehr und der Gemeindeverwaltung, den Mast abzubrechen. Abgesehen von der fehlenden Funktion und der Behinderung bei der Ausfahrt der Feuerwehrfahrzeuge störte der lange Mast auch das Ortsbild in seiner Gesamtheit.

Glücklicherweise konnte anhand des Typenschilds am Fuße des Mastes das Unternehmen ausfindig gemacht werden, das seinerzeit den Funkmast aufgestellt hatte. Europoles ist zwar das Nachfolgeunternehmen, hatte aber alle relevanten Informationen im Archiv.

Das Projekt wurde dann in zwei Bauabschnitte aufgeteilt: im ersten Abschnitt wurde die Antenne für den Feuerwehrfunk an die Außenwand des Feuerwehrgerätehauses verlegt, im zweiten Abschnitt der Mast abgebaut.

2017-02-27 Feuerwehr Abbruch Funkmast

Zunächst wurde der „lange Spargel“ im oberen Teil per Gurt mit einem Kran verbunden, dann wurde am Fuß des Mastes der Beton mit einem Meisel abgetragen und danach die Eisenverstrebung in der Betonhülle durchgeflext.

2017-02-27 Feuerwehr Abbruch Funkmast

„Der Lärm“, so Steffen Heber, Kommandant der Ilsfelder Feuerwehr, „der dabei entstand, drang wohl durch den gesamten östlichen Teil Ilsfelds.“ Er vermutet, dass die Abbruchgeräusche dadurch verstärkt wurden, dass der Betonmast innen hohl war.

Nachdem unten die Basis „gekappt“ war, übernahm der Kran und legte den losen Masten mehr oder weniger sanft zu Boden.

 

 

Am nächsten Tag wurden die 30 Meter dann in jeweils 5 Meter lange Stücke zerlegt und abtransportiert. Die Entsorgung übernimmt ein in Auenstein ansässiges Unternehmen.

2017-02-27 Feuerwehr Abbruch Funkmast

Die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses kann somit weiter wie geplant ausgeführt werden. Bereits im letzten Jahr wurden die Fenster ausgetauscht. Jetzt erhalten alle Bereiche außer den Fahrzeughallen eine Wärmedämmung, die Fahrzeughallen selbst werden neu gestrichen. Gefördert wird die Sanierung durch Bundesmittel in Höhe von 40 000 Euro. Der Restbetrag wird dann noch, da sich das Feuerwehrgerätehaus im Sanierungsgebiet befindet, aus Mitteln des Landessanierungsprogramms gefördert.