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Aktuelles | Luft, Marlene | 23.01.2023

Abwärme - Viel mehr als heiße Luft

Die Nutzung anfallender Abwärme spart Kosten und Treibhausgase. Die Energieagentur Kreis Ludwigsburg (LEA) e.V. informiert Betriebe über die Möglichkeiten, ihre „heiße Luft“ zu nutzen.

Wenn die gesamte industrielle Abwärme in Baden-Württemberg genutzt würde, könnten laut dem Kompetenzzentrum Abwärme Stuttgart pro Jahr bis zu 750.000 Tonnen CO2-Äquivalente und ca. 9 bis 15 Prozent des Endenergiebedarfs der Industrie vermieden werden. Die Abwärmenutzung ist damit eine noch lange nicht ausgeschöpfte Möglichkeit, effizient für Umwelt und Geldbeutel zu wirtschaften.

 

Die Landesregierung plant, spätestens 2040 alle Gebäude klimaneutral mit Wärme zu versorgen. Eines der dafür vorgesehenen Werkzeuge ist die kommunale Wärmeplanung, die im Klimaschutzgesetz verankert ist. Stadtkreise und große Kreisstädte sind verpflichtet, bis Ende 2023 einen Wärmeplan vorzulegen. Für kleinere Kommunen besteht zwar kein Zwang, dafür jedoch attraktive Fördermöglichkeiten. Für Unternehmen gilt die gesetzliche Pflicht, auf Nachfrage der Kommune eine detaillierte Aussage zu den im Betrieb anfallenden Energiedaten zu liefern. Doch es gibt keinen Grund zu warten: Betriebe sollten sich heute selbstständig auf den Weg machen und ihre Abwärme inner- oder außerbetrieblich nutzen.

 

Überschüssige Wärme kann außerbetrieblich beispielsweise in Wärmenetze eingespeist werden. Im besten Fall können auch Bürger:innen von solch einem Netz profitieren und so die eigene Wärmeversorgung klimafreundlicher und langfristig günstiger gestalten.

 

Veranstaltungstipp: Kosten sparen durch Abwärmenutzung

Am 14.02.2023 bietet die LEA eine Informationsveranstaltung für Führungskräfte und Energieverantwortliche kleiner und mittlerer Unternehmen zu den Themen Abwärmevermeidung und -nutzung in Vaihingen/Enz an. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie unter www.lea-lb.de/single-post/abwaermenutzung (Anmeldefrist 31.01.2023).