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Ilsfelder Gemeinderat on Tour

Besichtigung des neuen Freibads


Der Gemeinderat von Ilsfeld hat sich am Freitag, den 25. März 2011 bei traumhaft schönem Wetter über die Baufortschritte des Freibads informiert. Die mit der Planung und Umsetzung beauftragten Architekten Bettina und Wolfgang Schey aus Marbach/Neckar erläuterten gemeinsam die aktuellen Arbeiten und den Baufortschritt und führten die Damen und Herren Gemeinderäte über das Freibadgelände und durch die Neubauten des Umkleidegebäudes und der Gastronomie.

Gemeindeverwaltung, Gemeinderat und das beauftragte Architekturbüro halten an dem geplanten Termin der Freibadöffnung Mitte Juni 2011 fest. Die Arbeiten an den Gebäuden erfolgen deshalb im sog. „Taktverfahren“, was bedeutet, dass mehrere unterschiedliche Gewerke zeitgleich an den Räumlichkeiten arbeiten, was der zügigen Fertigstellung der Gebäude diene.
Die Gemeinderäte konnten sich von der baldigen Fertigstellung des neuen Kleinkindbereiches überzeugen. Der großzügige Kleinkindbereich besteht aus einer sog. „Plätscher-Rinne“, die mit Steinterrassen umfasst ist, die den Eltern oder beaufsichtigenden Personen die Möglichkeit geben, bequem und nah bei den Kindern zu sitzen. Der Gemeinderat bat darum, auf die Sicherheit der Besucher zu achten und etwaige scharfe Kanten zu entgraten. Die Beschattung des Areals ist durch zwei große Schirme vorgesehen. Der Sandspielbereich bleibt in der bisherigen Form bestehen, wird aber bis zur Öffnung des Freibads renoviert werden.
Bislang sind auf großen Teilen des Freibadgeländes noch hohe Erdhäufen zu sehen. Die Planung sieht vor, das gesamte Gelände bis spätestens Mitte April einzuebnen, um im Anschluss Humus auftragen und letztlich Rasen einsäen zu können. Die Gemeinderäte sehen die Problematik, dass bei ungünstiger Witterung ein eingesäter Rasen nicht rechtzeitig zur Freibadöffnung gewachsen sein könnte. Sie haben sich daher vorbehalten, noch vor den Osterfeiertagen erneut über dieses Thema zu beraten und sich, sofern nötig, für einen Rollrasen zu entscheiden. Beraten und entscheiden wird der Gemeinderat auch über die Zugänglichkeit der Gastronomie bei geschlossenem Freibad. Die Neuordnung des Freibadgeländes sieht auch ein neues Beachvolleyballfeld sowie sog. „Umkleideschnecken“ auf der Liegewiese vor.



Der Gemeinderat hat sich bei der Freibadbesichtigung auch abschließend für ein Farbkonzept entschieden. Die Außenmauern werden in der Farbkombination „Terrakotta-Grau“ gestrichen werden. Dieses Farbkonzept wird sich auch in den Gasträumen, Küchen, Umkleiden und Duschräumen wiederfinden. Auf Wunsch vieler Ilsfelder Bürger werden im Neubau Duschen und Umkleiden räumlich getrennt sein.



Der Gemeinderat hat daneben einem weiteren architektonischen Hingucker zugestimmt: an zwei exponierten Stellen des Gebäudes werden Edelstahlflaggen mit dem Schriftzug „Ilsfeld“ und einer stilisierten Sonne angebracht werden.
Ein weiteres wichtiges Anliegen der Bürger und des Gemeinderats ist der behindertengerechte Ausbau und die Schaffung barrierefreier Zugänge.

Jahr des Waldes 2011 -
Waldbegehung des Rates


„Der Ilsfelder Gemeindewald ist ein Schmuckkästchen“ so die einhellige Aussage von Kreisforstamtleiter Karl-Heinz Lieber und Förster Gerhard Rau. Die beiden Forstleute führten die Damen und Herren Gemeinderäte bei frühlingshaften Temperaturen durch den knapp 280 Hektar großen Gemeindewald. Der Wald selbst ist Schutzgebiet nach der EU-Richtlinie „Flora, Fauna, Habitat“ kurz: FFH-Richtlinie, die zum Ziel hat, wildlebende Arten, deren Lebensräume sowie die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen.
In rund eineinhalb Stunden führten die Forstleute den Ilsfelder Rat durch den vielfältigen Ilsfelder Wald: an jahrhundertealte Eichen, durch sog. Störungsflächen (entstanden im Dezember 1999 durch den Sturm Lothar) und an Tothölzern vorbei und erläuterten dabei, wie Waldbewirtschaftung konkret erfolgt. Hierbei spielen die Schlagwörter Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung für die nachfolgenden Generationen eine große Rolle.



Die Gemeinde profitiert von einer ökonomisch klugen Waldbewirtschaftung. Der Gemeindewald besteht zu 40 % aus Eichen, deren Holz derzeit hohe Konjunktur hat. Eine Eiche mit einem Stamm von 90 cm mit etwa 5 Festmetern erzielt zwischen 9.000 € und 11.000 €. Nicht vergessen dürfe man dabei, dass ein solch wertvoller Baum dann etwa 240 Jahre alt ist. Neben diesen alten Bäumen stehen in Ilsfelds Wald viele „junge“ Eichen mit einem Alter von 80 bis 120 Jahren, die, sofern sich diese Bäume gesund entwickeln, den nächsten Generationen zur Verfügung stehen. Eine ehrenvolle und wichtige Aufgabe des Försters ist daher die regelmäßige Überprüfung des Gesundheitszustands der Bäume.
„Großen Schaden hat Sturm Lothar angerichtet“ führt Herr Rau aus. Allein 8.000 Festmeter Holz wurden vernichtet, weitere 2.000 Festmeter von Käfern befallen. Heute wachsen an den zerstörten Stellen Lärchen, Douglasien, aber auch Eichen, Roteichen, Eschen, Ahorn und Kirschen. Bis zu 15.000 €/Hektar koste die Beseitigung der Schäden und die Wiederaufforstung nach Katastrophen wie starken Stürmen oder Trockenjahren, mit denen etwa alle zehn Jahre gerechnet werden müsse.
Wichtig sind die Bäume aber auch für das ökologische Gleichgewicht. So sind beispielsweise Eichen Lebensraum von über 1000 Insekten. Einzelne Bäume werden als „Specht-Bäume“, in denen etwa der Braunspecht seine Höhle gebaut hat, besonders geschützt. Während vor einigen Jahren gebrochene Äste oder abgesägte Baumstammreste dem Wald entnommen wurden, lässt man diese heute im Wald liegen. Das damit entstehende Totholz sorgt als Dünger für einen gesunden Wertstoffkreislauf und beherbergt bis zu 150 verschiedene Insektenarten.



Unbestritten sind Ökonomie und Ökologie für Mensch und Natur wichtig. „In der Vernetzung von Ökonomie und Ökologie liege der besondere Reiz der Bewirtschaftung des Waldes, so Karl-Heinz Lieber.

   
         
         
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