Die Umwandlung für eine Ganztagsbetreuung für Kinder unter 3 Jahren in Schozach ist angelaufen und mindestens sieben Familien
werden das Ganztagsangebot annehmen. Die Umbaumaßnahmen in der Kindertageseinrichtung in Schozach für dieses Angebot belaufen sich auf ca. 4000,.-€, die haushaltsrechtlich gedeckt sind.
Verschiedene Standorte wurden zwischenzeitlich geprüft und für die Bauplätze „Mäuerlesgässle" in Auenstein und „Zuckerrübenplatz" und „Gentach" in Ilsfeld sind Standortanalysen in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Jürg Schrembs entstanden.
Mit einem dreizügigen Neubau in Auenstein könnten die Engpässe insbesondere im Teilort Auenstein mit einer „Altersgemischten Gruppe bis zum Schuleintritt" ausgeräumt werden und zwei Krippengruppen mit je 10 „Kinder U3" ergeben eine Entlastung in Ilsfeld. Die Kindergartenkinder sind in adäquaten Räumlichkeiten untergebracht und die bisherige Warteliste wäre abgebaut. Allerdings hätte man auch hier nur noch wenige freie Restplätze zu vergeben.
Nach Einschätzung der Gesamtleitung der Kindertageeinrichtungen, Frau Schäfer-Kern, sprechen die Kinderzahlen, die Gruppen mit Maximalbelegungen und die vorhandene Raumnot für einen Neubau zuerst in Auenstein. Die Kinder zwischen 3 und 6 Jahren brauchen eine Einrichtung, die für Bildungs- und Förderangebote geeignet ist mit kindgemäßer Ausstattung. Kommissarische Lösungen sind nur vorübergehend machbar, aber auf Dauer nicht haltbar, denn Benutzung der Sanitärräume oder Schulhof sind nur bedingt möglich. Das Toben, Singen und Spielen tagsüber könnten den Unterricht stören, die Befürchtungen sind berechtigt. Spätestens zum Schuljahr 2009/10 benötigt die Schlossbergschule wieder ihren Raum.
Mit einem Kinderhaus in Auenstein haben die „Großen" vor der Schule die Möglichkeit beim Heimweg die Selbständigkeit zu üben und außerdem wäre eine Verzahnung mit der Kindertageseinrichtung „Regenbogen" gewährleistet, so dass sich die altersspezifischen Gruppen begegnen können.
Eine Belebung der Ortsmitte von Auenstein wäre gegeben, wenn wieder täglich Kinder und deren Familien das Ortsbild bestimmen. Mit dem Bau eines Kinderhauses ist erst der Anfang gemacht, denn so sind die Kinder mit Rechtsanspruch zwar versorgt und die Warteliste aufgearbeitet, jedoch stehen keine weiteren Betreuungsplätze für die Kinder unter 3 Jahren zur Verfügung. Die Nachfrage von Familien nach Ganztagsplätzen für Krippenkinder ist ungebrochen. Der Krippenausbau muss weitergehen, um neue Betreuungsplätze zu schaffen.
Daraufhin erläuterte Architekt Schrembs die Detailplanungen an diesen beiden Standorten. Im Bereich der Mäuerlesgasse werden mit der vorliegenden Planung sämtliche Abstandsvorschriften eingehalten, es sind keine Baulasten und dergleichen erforderlich. Hinsichtlich des Daches sieht er ein Flachdach mit extensiver Begrünung vor. Möglich wäre hier auch ein Satteldach, dieses müsste aber eine Dachneigung von 45 Grad haben, womit dann der ihm vorgegebene Kostenrahmen gesprengt würde. Er verweist darauf, dass eine Fußbodenheizung eingeplant ist, die unter Umständen über Erdwärme
betrieben wird.
Bei der Planung für den Standort Raiffeisenstraße soll ebenfalls ein Flachdach mit extensiver Dachbegrünung und bodentiefe Fenster zum Einsatz kommen.
Aus der Mitte des Gemeinderates wurde vorgebracht, dass am Standort Mäuerlesgasse dem Flachdach eine zweigeschossige Bauweise vorzuziehen wäre. Damit hätte die Gemeinde dann auch Reserveräume, die z.B. für die Unterbringung der Verwaltungsstelle bei der Renovierung des Rathauses genutzt werden könnten. Architekt Schrembs erläuterte, dass am Standort Mäuerlesgasse insbesondere durch das ansteigende Gelände ein ebenerdiges Erdgeschoss für die Verwaltungsstelle eingebaut werden könnte. Bei einer Grundfläche von ca. 80 qm beziffert er die Mehrkosten auf ca. 100.000 Euro. Für eine Aufstockung mit Satteldach mit 45 Grad Dachneigung beziffert er grob die Kosten auf ca. 180.000 Euro.
Nach eingehender Beratung fasst der Gemeinderat einstimmig folgenden Beschluss:
1. Der Gemeinderat beschließt den Neubau eines Kinderhauses am Standort Mäuerlesgasse in Auenstein (Baubeschluss).
2. Das vorgelegte Raumprogramm soll unter Berücksichtigung einer Verwaltungsstelle im Kinderhaus ergänzt werden.
3. Das Architekturbüro Schrembs wird beauftragt bis zur Sitzung des Gemeinderates im Oktober 2008 eine Planung für diese integrierte Lösung zu erstellen. Als weitere Variante soll eine Planung mit einem Satteldach erstellt werden.
4. Die Räumlichkeiten für die Verwaltungsstelle müssen so konzipiert sein, dass diese zu einem späteren Zeitpunkt auch als Erweiterungsflächen für das Kinderhaus genutzt werden können.
TOP 69
Platzgestaltung am König-Wilhelm-Zentrum; Hier: Billigung der Planung und Baubeschluss
Bürgermeister Knödler begrüßte zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Duffner vom Architekturbüro Zoll.
In verschiedenen Vorberatungen sowie im Rahmen der Klausurtagung 2008 hat sich der Gemeinderat mit der Gestaltung der Freifläche im Bereich des König-Wilhelm-Zentrums befasst. Unter Berücksichtigung der im Vorfeld diskutierten Varianten und Anforderungen hat das Büro Zoll einen Planentwurf in der Sitzung am 29. April 2008 vorgestellt. Diese Planung wurde entsprechend den damaligen Beratungen im Gemeinderat vom Büro Zoll nochmals überarbeitet und liegt nun vor.
Die Variante 1.1 umfasst eine Gesamtfläche von 545 m2 und beschränkt sich planerisch auf den früher zur Bebauung mit einem Gebäude vorgesehenen Bereich sowie die sich nördlich anschließenden Stellplatzflächen. Die Kostenberechnung dieser Variante beläuft sich auf ca. 210.000,- €.
Die Variante 1 umfasst eine Gesamtfläche von 1070 m2 und beinhaltet auch eine Anpassung des Bodenbelages im Bereich der bestehenden Stellplatzflächen entlang der König-Wilhelm-Straße. Dieser Bodenbelag wäre dann die Vorgabe für eine Fortführung im Zuge einer künftigen Neugestaltung der Ortsdurchfahrt Ilsfeld. Die Kostenberechnung dieser Variante beläuft sich auf ca. 272.000,- €. Geplant ist ein Baubeginn im Spätherbst d.J. und eine Fertigstellung des Platzes im Frühjahr 2009.
Die Planung und Kostenberechnung beinhaltet keine Skulptur bzw. kein Kunstwerk, über welches im Vorfeld bereits diskutiert wurde. Sollte dies gewünscht werden, sind weitere Haushaltsmittel in Höhe von ca. 120.000,- € erforderlich.
Nach eingehender Beratung billigte der Gemeinderat einstimmig die Planungsvariante 1.1 und fasste hiermit den Baubeschluss zur Umsetzung dieser Planung. Die Verwaltung wurde beauftragt, die weitere Planung und Ausschreibung entsprechend zu veranlassen.

TOP 70
Friedhöfe in der Gemeinde Ilsfeld Hier: Sanierung und Neugestaltung
Seit mehreren Jahren wird der Zustand der Friedhöfe im Gemeindegebiet von vielen Seiten als unbefriedigend erachtet. Vor allem der Zustand der Wege als auch die Größe der Aussegnungshalle auf dem alten Friedhof in Ilsfeld sind unbefriedigend.
Im Rahmen einer Power Point Präsentation stellte die Verwaltung den derzeitigen Zustand der Aussegnungshallen und der Wege in den drei Friedhöfen in Ilsfeld, Auenstein und Schozach detailliert vor. Darauf aufbauend stellte die Verwaltung ein Konzept zur Sanierung und Neugestaltung vor, das finanzielle Mittel in Höhe von insgesamt über 700.000 Euro in den nächsten Jahren binden wird. Wenngleich sich die Kirchen in Ilsfeld wie auch in Auenstein sehr nahe am Friedhof befinden, steigt die Zahl der konfessionslosen Trauerfeiern stetig, so dass die Aussegnungshallen entsprechend vergrößert werden sollen. Die Planung für Ilsfeld sieht hierbei Kosten in Höhe von ca. 250.000 Euro, für Auenstein ca. 120.000 Euro vor.


Während sich in den Friedhöfen Schozach und Auenstein die Wege insgesamt in einem recht ordentlichen Zustand befinden und nur partiell Ausbesserungsarbeiten erforderlich sind, besteht im Friedhof Ilsfeld doch weitaus größerer Handlungsbedarf. Rein optisch sind hier schon die unterschiedlichen Belagsarten auffällig. Durch die Hanglage rutschen Wege und Randbefestigungen ab, so dass der Asphalt aufreist, Wurzeln wölben den Asphalt bzw. die Betonplatten, so dass sich Stolperfallen ergeben. Die Verwaltung schlägt daher vor, Asphalt, Beton und Rasengitter durch ökologisches Sickerpflaster auszutauschen. Die Gesamtkosten belaufen sich hierbei auf ca. 315.000 Euro. Über die Bestattungsformen Urnenstelen bzw. Urnenwände wie auch das Thema Friedwald beriet der Gemeinderat nur kurz. Hier sollen im Rahmen von Vorort-Besichtigungen und durch entsprechende Sachverständige weitere Informationen zur Meinungsbildung gewonnen werden.
Nach eingehender Beratung beschloss der Gemeinderat vorbehaltlich der Verfügbarkeit der haushaltsrechtlich erforderlichen Finanzmittel daraufhin einstimmig folgenden Ablauf der Sanierungsmaßnahmen:
2009: Sanierung der Hauptwege im alten Friedhof in Ilsfeld Erstellung von Urnenwand oder Urnenstelen
2010 Umbau Aussegnungshalle im alten Friedhof in Ilsfeld
2011 Umbau Aussegnungshalle im alten Friedhof in Auenstein und ggf. Erweiterung der Aussegnungshalle im Friedhof Schozach nach vorherigem Aufzeigen von weiteren Alternativen Restliche Wegsanierung im alten Friedhof in Ilsfeld