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Gemeinderat |
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Sitzungsbericht Gemeinderat
In seiner Sitzung am 22. Mai 2007 befasste sich der Gemeinderat mit folgenden Tagesordnungspunkten:
TOP 39
Bekanntgabe nichtöffentlicher Beschlüsse
Bürgermeister Knödler gab bekannt, dass der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am 8. Mai 2007 Herrn Hans-Gerd Deininger aus Heilbronn als neuen Bauhofleiter gewählt hat. Herr Deininger wird zum 06.08.2007 seinen Dienst bei der Gemeinde Ilsfeld antreten. In der Gemeinderatssitzung am 24.04.2007 erfolgte der Verkaufsbeschluss eines gewerblich genutzten Platzes wie auch der Verkaufsbeschluss eines Wohnbauplatzes im Baugebiet Mühlrain in Auenstein.
TOP 40
Auskunft über Kriminalitätsstatistik Ilsfeld durch Herrn Selg vom Polizeirevier Weinsberg
Bürgermeister Knödler begrüßte zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Alfred Selg, stellvertretender Leiter des Polizeireviers Weinsberg und Herrn Andreas Wunderlich, Leiter des Polizeiposten Ilsfeld. Herr Selg führte aus, dass die Gemeinde Ilsfeld trotz eines Rückgangs um 25,6 % bei den Straftaten nach wie vor Spitzenreiter aller Kommunen im Zuständigkeitsbereich des Polizeirevier Weinsberg ist. Hierbei gilt aber zu berücksichtigen, dass knapp 40 % der Straftaten auf die Rastanlage Wunnenstein, die BAB 81 und die Tankanlage Route 81 zurückzuführen sind, so dass diese Zahlen etwas relativiert werden. Dennoch ist die Gemeinde Ilsfeld ein Schwerpunkt im Bereich der Kriminalität, da der Autobahnanschluss und die unmittelbar angrenzenden Gewerbegebiete potenziellen Tätern kurze Wege ermöglichen. Um so mehr erfreulich ist hierbei aber dennoch die hohe Aufklärungsquote der Polizei, die mit 54,7 % sogar über dem Schnitt des gesamten Polizeirevier Weinsberg liegt. |
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TOP 41
Unterbringung des Polizeipostens Ilsfeld im Gebäude Charlottenstraße 5 und den daraus resultierenden Veränderungen für Förderschule und Vereine
Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Knödler neben den Vertretern der Polizei den Leiter des Schulaufsichtsamtes Heilbronn, Herrn Seibold, sowie Herrn Lange, Rektor der Förderschule in Ilsfeld.
Bürgermeister Knödler erläuterte, dass im Zuge der Polizeipostenreform die Festlegung erfolgte, dass Ilsfeld Standort für einen zentralen Polizeiposten für die Stadt Beilstein und die Gemeinde Ilsfeld sein soll. Bis Ende des vorigen Jahres war klar, der neue Posten wird im dritten Gebäude des König-Wilhelm-Zentrums untergebracht sein, in dem Gebäude, wo sich heute noch eine Schotterfläche befindet.
Nachdem die Firma Kern Wohnbau GmbH Vermarktungsprobleme mit den OGs in diesem geplanten Gebäude hatte; es fanden sich einfach keine Mieter; hat sich die Firma Kern Wohnbau GmbH dazu entschlossen, Abstand vom Bau dieses dritten Gebäudes zu nehmen.
In Anbetracht dieser Situation hat der Gemeinderat beschlossen dieses Teilgrundstück zurück zu nehmen und mit einer Freiflächenplanung zu versehen, um hier in Mitten von Ilsfeld mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen. Die Gemeinde ist derzeit aber noch nicht wieder Eigentümer, der Kaufvertrag befindet sich gerade in der Abwicklung.
Mit dem Entschluss der Firma Kern Wohnbau GmbH aus Öhringen war die Polizei auf einmal ohne eine Unterbringung. Es gab bereits zu einem früheren Zeitpunkt, es gab aber auch Anfang des Jahres 2007 verschiedene Angebote von Privatpersonen der Polizei Räumlichkeiten zu vermieten. Leider aber waren diese Angebote nicht mit dem Anforderungsprofil der Polizei in Einklang zu bringen.
Nachdem private Angebote somit nicht in Betracht kamen, galt es Überlegungen anzustellen, welche Alternativen von kommunaler Seite vorhanden sind. Lange Zeit zum Überlegen blieb allerdings nicht, da aufgrund einer Nachmieteranfrage für den Posten in Beilstein eine nicht unerhebliche Dynamik in die Diskussion kam.
Zwischenzeitlich wurde auch der Posten Beilstein geräumt, und alle Beamten sind aktuell im ehemaligen Lehrerwohnhaus in Ilsfeld untergebracht - in Räumlichkeiten, die in keinster Weise den Anforderungen der Polizei entsprechen und die nur als Provisorium bezeichnet werden können.
Nach ersten Gesprächen mit der Polizei war schnell klar, dass der optimale Standort das Gebäude der heutigen Förderschule wäre - ein Gebäude, dass zudem unabhängig von einer zukünftigen Nutzung einen gewissen Sanierungsbedarf aufweist. Bürgermeister Knödler verzichtete darauf, alle Möglichkeiten, Varianten und Untervarianten anzusprechen, die in den vergangenen Tagen diskutiert wurden - dass entgegen der Sitzungsvorlage noch weitere Alternativen geprüft werden mussten hing unter anderem damit zusammen, dass ein Probe in der Förderschule aufgezeigt hat, dass die zeitgleiche Nutzung des Gebäudes von Polizei und Musikvereinen sicherlich keine optimale Lösung darstellt. Statt alle Alternativen nochmals zu diskutieren, bedankte sich Bürgermeister Knödler herzlich bei allen bei der Meinungsfindung Beteiligten für das konstruktive Miteinander. Sein Dank galt auch den Mitgliedern des Gemeinderates, die in den vergangenen Tagen so manche Begehung und Besprechung mitverfolgt haben und sich hierfür jedes Mal die Zeit genommen haben.
Letztlich aber, und dies ist das entscheidende kam hierbei ein Kompromiss heraus, der allen, aber auch wirklich allen Belangen Rechnung trägt und für jeden der möglichen Beteiligten eine optimale Unterbringung gewährleistet und dies zu einem geringeren Aufwand wie ursprünglich vorgesehen. Der Haken dabei ist, aber dies ist jedem bekannt und wird so akzeptiert, dass die Umsetzung in ein
zelnen Fällen etwas später stattfindet wie ursprünglich vorgesehen und geplant.
Dieser Umsetzungsvorschlag ist nur möglich gewesen, weil alle Beteiligte aus den „ursprünglichen Vorstellungen" ein wenig die Luft herausgelassen haben, sei es die zeitliche Schiene, sei es in Sachen Raumprogramm.
Wie wäre die zukünftige Unterbringung, wenn sich der Gemeinderat dafür ausspricht den Polizeiposten in Ilsfeld halten zu wollen ? Die musiktreibenden Vereine könnten in den heute bereits genutzten Räumen bleiben. Es wird voraussichtlich auch keine zeitweise Überschneidung bzw. Doppelnutzung von Räumlichkeiten geben. Die Polizei würde entgegen bisherigen Planungen nicht im Herbst 2006 einziehen, sondern erst dann, wenn im Schulzentrum nicht nur das 2. OG saniert ist, sondern auch das 1. OG. Nach dem derzeitigen Stand wäre diese Sanierung spätestes Ende 2007 realisiert, ein früheres Ende dieser Sanierung wird angestrebt. Ein Einzug der Polizei in der dann sanierten Förderschule ist bis Februar 2008 zu schaffen, wobei, wie gesagt wird ein früheres Ende der Sanierungsarbeiten angestrebt.
Diese Verschiebung des Einzugs der Polizei hätte zur Folge, dass die Sanierungsabschnitte, bei denen die größte Zahl von Klassenzimmern außer Betrieb gehen, abgeschlossen sind. Somit wird gegenüber der verfügbaren Zahl an Klassenzimmern Stand Mai 2007 eine deutliche Verbesserung erreicht.
Zum Beginn des Jahres 2008 wäre es dann zudem möglich, der Förderschule Räumlichkeiten anzubieten, die sich allesamt auf einer Ebene befinden. Im UG des Schulzentrums findet keine Nutzung der Förderschule statt. Die Anbindung an Technik- und Hauswirtschaftsräume wäre optimal, da sich diese in unmittelbarer Nachbarschaft befinden. Der Umzug der Förderschule würde erst nach der Sanierung des 1. OG in der Realschule stattfinden (Spätherbst - Winter 2007). Die heutigen Räumlichkeiten der Polizei würden nach einem Umzug in die Förderschule nicht sofort wieder belegt werden. Im OG der Förderschule könnte dann die Volkshochschule Unterland untergebracht werden. Diese haben bisher als „Hauptraum" den Raum 067, der zukünftig von der Förderschule genutzt werden wird. Für die VHS wäre die ausschließliche Nutzung eines einzigen Raumes eine deutliche Verbesserung und würde sehr begrüßt werden. Der zweite Raum könnte dann von Interessenten einzeln hinzugenommen werden, eine sofortige Dauernutzung durch einen Verein zeichnet sich nicht ab.
Die Kosten für die Sanierung der Förderschule würden etwas reduziert werden. Maßnahmen für einen erhöhten Schallschutz würden nicht mehr benötigt. Im Bereich der Vereine sind keine Baumaßnahmen erforderlich. Bei den neuen Räumlichkeiten der Förderschule handelt es sich um hervorragende Klassenzimmer. Hier ist lediglich die jährliche Jahrespflege für den Fußboden erforderlich. Zusätzlich ist ein wenig an Malerarbeiten zu leisten. Einzubauen ist ein Trockentrennwand, um ein Klassenzimmer in ein Lehrerzimmer und einen Kursraum aufzuteilen.
Vorgeschlagen wird zudem in der Förderschule auf einen Ausbau des Daches zu verzichten und gem. der ursprünglichen Vorlage mit einem gesch. Aufwand von ca. 370.000 Euro (reduziert um den schallschutztechnischen Aufwand) für Zwecke der Polizei und der VHS innen und außen zu sanieren, und die Förderschule wie eben vorgestellt im Schulzentrum zu integrieren. Im Anschluss daran gab Bürgermeister Knödler gemäß Vorgabe des Gemeinderates in der letzten Sitzung einen kurzen Überblick über die Gemeindefinanzen, die sich seit der vergangenen Sitzung sehr positiv entwickelt haben.
Nach kurzer Beratung stimmte der Gemeinderat einstimmig dem Vorhaben wie oben dargestellt zu.
Das Team des Polizeiposten Ilsfeld nach der Zusammenlegung der Posten Ilsfeld und Beilstein vor den künftigen neuen Räumlichkeiten: Reihe 1 von links nach rechts: Polizeiobermeisterin Yvonne Schmierer, Polizeihauptkommissar Andreas Wunderlich, Polizeikommissar Martin Brudermiller Reihe 2 von links nach rechts: Polizeihauptmeister Ronald Schmidt, Polizeihauptmeister Peter Kampf, Polizeikommissar Rainer Lindenmann
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TOP 42
Antrag der Betreiberfirma auf Erweiterung des Steinbruchs Ilsfeld
Bürgermeister Knödler begrüßte zu diesem Tagesordnungspunkt Frau Flickingerund Herr Dr.Antweiler von der Firma bmk Steinbruchbetriebe. Bereits im November 2005 wurde der Gemeinderat von der Fa. BMK Steinbruchbetriebe über die zukünftige Nutzung und eine mögliche Erweiterung des Ilsfelder Steinbruchs bzw. der Abbaufläche informiert. Inzwischen wurde die geplante Erweiterungsfläche konkretisiert und der förmliche Erweiterungsantrag gemäß Bundesimmissionschutzgesetz wird seitens der Fa. BMK Steinbruchbetriebe vorbereitet und soll zeitnah beim Landratsamt Heilbronn (Genehmigungsbehörde) eingereicht werden.
Vor der Einreichung des Antrags soll eine Vorabstimmung mit der Gemeinde erfolgen, um ein zügiges Genehmigungsverfahren zu ermöglichen. Die geplante Erweiterungsfläche mit einer Größe von ca. 15 ha entspricht mit Ausnahme einer ca. 3 ha großen Rebfläche den Festsetzungen des Regionalplans bzw. der Teilfortschreibung Rohstoffsicherung der Region Heilbronn-Franken. Die nicht im Regionalplan enthaltene, ca. 3 ha große Rebfläche soll nun zusätzlich in die Erweiterungsfläche aufgenommen werden. Dies hat insbesondere betriebliche bzw. abbautechnische Gründe. Seitens der Genehmigungsbehörde wurde signalisiert, dass die nun zusätzlich in die Erweiterungsfläche aufgenommenen Rebfläche genehmigungsfähig ist, wenn die Gemeinde dieser Ausweitung zustimmt.
Der Abbaubetrieb und die Einbeziehung der Rebflächen in den Steinbruchbetrieb kann unabhängig von einer entsprechenden Genehmigung nur erfolgen, wenn die betroffenen Flächen auch in das Eigentum der Fa. BMK Steinbruchbetriebe gelangen. Dies setzt die Einigung über Kauf bzw. Tausch der Flächen zwischen den jetzigen Eigentümern und der Fa. BMK Steinbruchbetriebe voraus. Nach kurzer Beratung fasste der Gemeinderat einstimmig den Beschluss, den Erweiterungsantrag der Fa. BMK Steinbruchbetriebe, einschließlich der einbezogenen Rebfläche mit ca. 3 ha, zu befürworten.
TOP 43
Erlass einer Rechtsverordnung über die Freigabe eines verkaufsoffenen Sonntages am 7. Oktober 2007
Die örtlichen Einzelhandelsgeschäfte wollen sich mit Unterstützung des Gewerbevereins (BdS Schozachtal e.V.) im Rahmen der feierlichen Einweihung des Gewerbegebietes „Bustadt-Ost" am Sonntag, 7. Oktober 2007 als attraktive Einkaufsgemeinde präsentieren. Für die beteiligten Ladengeschäfte soll durch Rechtsverordnung ein verkaufsoffener Sonntag zugelassen werden, damit diese Geschäfte den zu erwartenden Besucherstrom wirtschaftlich nutzen können. Eine Ladenöffnung von 13.00 bis 18.00 Uhr ist vorgesehen. Die Gesamtveranstaltung ist auch unter dem Gesichtspunkt der Standortsicherung, Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen und der Erhaltung der bedarfsgerechten Infrastruktur als wichtige kommunale Aufgabe zu sehen.
Der Gemeinderat beschloss den Erlass einer Rechtsverordnung über die Freigabe eines verkaufsoffenen Sonntages (vgl. Rubrik: Amtliche Bekanntmachungen).
TOP 44
Annahme von Spenden durch den Gemeinderat
Der Gemeinderat beschloss einstimmig vier Geldspenden anzunehmen.
TOP 45
Bekanntgaben
Bürgermeister Knödler teilt mit, dass im Bereich des Gewerbegebiets „Bustadt-Ost" ein großes Parkplatzproblem besteht. Die Gemeinderatsfraktionen werden zu einem gemeinsamen Termin mit Vertretern des BdS und betroffenen Gewerbebetrieben eingeladen.
Des Weiteren teilt Bürgermeister Knödler mit, dass wie bekannt in der Sitzung am 27. März 2007 der Gemeinderat beschlossen hat, den Bäckereiverkauf Schozach sowie den Pausenverkauf am Steinbeis-Schulzentrum ab 01.06.2007 an die Bäckerei Stengel zu vergeben. Nachdem das künftige Gebäude für den Verkauf in Schozach erst in der Kalenderwoche 21 frei wird und dann erst mit der Einrichtung des Geschäfts begonnen werden kann, kann die Umsetzung erst in zwei Monaten erfolgen. Die Firma Jürgens wird den Bäckereiverkauf in Schozach sowie den Pausenverkauf am Steinbeis-Schulzentrum bis dahin weiter betreiben.
Bürgermeister Knödler erläutert, dass die Betreiber der Bürgersolaranlage auf dem Hauptschuldach zwischenzeitlich ihr Interesse an einer Bürgersolaranlage auf dem Realschuldach bekundet haben. Nach kurzer Beratung sind sich die Mitglieder des Gemeinderates darüber einig, dass zuerst entsprechende Angebote für eine Vermietung der Dachfläche eingeholt werden sollen.
TOP 46
Anfragen
Dem Antrag aus der Mitte des Gemeinderates auf Einrichtung eines offenen Arbeitskreises, der sich mit der Verbesserung der Seniorensituation in der Gemeinde Ilsfeld beschäftigen soll, wurde einstimmig zugestimmt.
Bürgermeister Knödler verwies darauf, dass in der Gemeinderatssitzung am 19. Juni 2007 ein Vortrag diesbezüglich durch Herrn Sozialdezernent Link vom Landratsamt Heilbronn erfolgt. |
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