Sitzungsbericht Gemeinderat
In seiner Sitzung am 9. Mai 2006 befasste sich der Gemeinderat
Ilsfeld mit folgenden Tagesordnungspunkten:
TOP 28
Zuschlagserteilung für die Beschaffung eines HLF 20/20
Die Verwaltung wurde beauftragt ein Hilfeleistungslöschfahrzeug
HLF 20/20 zu beschaffen, wobei der Zuschlag für Fahrgestell
der Firma MAN und der Zuschlag für den Aufbau mit Funk und
Beladung der Firma Rosenbauer erteilt wird.
TOP 29
Alternative Abwasserkonzeptionen, vorgestellt durch das Fraunhofer
Institut Stuttgart
In den nächsten Jahren stehen umfangreiche Kanalsanierungen
in der Gemeinde Ilsfeld an. Konkret wurde die Verwaltung im Zusammenhang
mit den geplanten Maßnahmen im Abstetterhof auf die vom Fraunhofer
Institut Stuttgart entwickelten alternativen Entsorgungskonzeptionen
aufmerksam. Gemeinsam mit den Zweckverbandsmitgliedern des
Zweckverbandes „Gruppenkläranlage Schozachtal" erfolgte
eine Besichtigung des Fraunhofer Instituts. Diese kommen bereits
seit vielen Jahren in anderen Ländern der Welt zu Einsatz,
in Deutschland wurden bisher zwei Pilotprojekte in Zusammenarbeit
mit dem Bundesumweltministerium umgesetzt und bezuschusst.
In einem ersten Schritt gilt es den Gemeinderat und die Bevölkerung
für Alternativen zu sensibilisieren. Der Landkreis hat die
Mittel für die Straßensanierung im Abstetterhof für
2006 und 2007 eingestellt, gleiches gilt für den kommunalen
Haushalt.
Inhalte: • Alte Leitungen könnten unter Umständen
im Erdreich verbleiben • Vakuumleitungen würden in „Altleitungen" verlegt
und damit kostengünstig eingebaut werden • Kein Anschluss an öffentliche Kläranlage • Altleitung
bekommt Anschluss an Vorfluter, damit deutliche Entlastung auf
der Kläranlage • Beseitigung des „Rattenproblems" • Höhenunterschiede
bedeuten keine Probleme mehr • Deutlich geringerer Wasserverbrauch • Geringerer
Invest • Stromgewinnung • Umbaumaßnahmen an Gebäudesubstanz
Herr Prof. Trösch vom Fraunhofer Institut Stuttgart stellte
die Pilotprojekte in Knittlingen und Heidelberg im Detail
vor. Insbesondere verwies er darauf, dass im bestehenden Kanalsystem
das saubere Regenwasser in die Kläranlagen abgeführt
wird und damit natürlich auch zu einer größeren
Dimensionierung der Kläranlagen beiträgt. Er erläuterte
anhand mehrerer Schaubilder, wie eine alternative Abwasserbeseitigung
erfolgen kann.
Nach eingehender Beratung beschloss der Gemeinderat einstimmig,
dass die vorgestellte alternative Abwasserkonzeption für den
Ortsteil Abstetterhof konkretisiert werden soll.
TOP 30
Erbbaurecht für kommunale Liegenschaften, Grundsatzdiskussion
Herr Prof. Klink erläuterte in der Sitzung die Thematik Erbbaurecht
im Detail. Er ging hierbei auch auf die Vorteile des Erbbaurechts
ein, die sich gerade für junge bauwillige Familien ergeben.
TOP 31
Bebauungsplanverfahren „Blauer Berg" in Schozach
Der Bebauungsplanentwurf wurde im November 2005 im Technischen
Ausschuss vorberaten und in der Gemeinderatssitzung am 6. Dezember
2005 wurde die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung
der Öffentlichkeit sowie der Fachbehörden beschlossen.
Der Planentwurf wurde vom 22.12.2005 bis 23.01.2006 ausgelegt.
Die im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung eingegangenen Stellungnahmen
wurden eingearbeitet. Dies führte nur zu unwesentlichen Änderungen.
Nach kurzer Beratung fasst der Gemeinderat einstimmig den Be-schluss,
den Entwurf des Bebauungsplans „Blauer Berg" und der örtlichen
Bauvorschriften mit Begründung für diesen Bereich in
der Fassung vom 09.05.2006 zu billigen und nach § 3 Abs. 2
BauGB öffentlich auszulegen.
TOP 32
Bebauungsplanverfahren „Bustadt-Ost" in Ilsfeld
Der Bebauungsplanentwurf für das Gewerbegebiet „Bustadt-Ost" wurde
nochmals überarbeitet. Die im Rahmen der letzten öffentlichen
Auslegung vorgebrachten Anregungen und Bedenken wurden eingearbeitet.
Die Erschließung bzw. die Anzahl der Stichstraßen wurde
reduziert. Die westliche Stichstraße ist entfallen. Somit
konnten zwei große Grundstücke gebildet werden,
die für dort ansiedlungswillige Betriebe maßgebliche
Voraussetzung für die Verwirklichung deren Bauvorhaben
sind.
Durch den Wegfall der westlichen Stichstraße und die in
diesem Bereich geänderte Baufläche ist eine nochmalige
Auslegung des Planentwurfs erforderlich.
Nach kurzer Beratung fasst der Gemeinderat ebenfalls einstimmig
den Beschluss, den Entwurf des Bebauungsplans „Bustadt-Ost" und
der örtlichen Bauvorschriften mit Begründung für
diesen Bereich in der Fassung vom 09.05.2006 zu billigen und nach § 3
Abs. 2 BauGB öffentlich auszulegen.
TOP 33
Gewerbegebiet „Bustadt-Ost" in Ilsfeld; Vergabe des
Straßennamens
Im Rahmen der derzeit laufenden Erschließung des Gewerbegebiets „Bustadt-Ost" entstehen
in diesem Bereich zwei neue Erschließungsstraßen.
Bei der Haupterschließungsstraße handelt es sich um
eine Verlängerung der bestehenden Straße „Bustadt".
Die zweite in diesem Gebiet derzeit im Bau befindliche Erschließungsstraße
ist bislang noch unbenannt.
Um eine Vereinfachung und Verdeutlichung in den weiteren Verfahren
(Umlegung, Grundstückskäufe, Erschließungsarbeiten,
Baugesuche etc.) zu ermöglichen, sollte die Namensgebung
für diese Erschließungsstraße erfolgen.
Seitens der Verwaltung wird vorgeschlagen, diese Erschließungsstraße
als „Reinhold-Würth-Straße" zu benennen.
Dies entspricht auch einem Beschluss des Gemeinderates im Rahmen
einer nichtöffentlichen Sitzung vom Mai 2005.
Der Gemeinderat fasst einstimmig den Beschluss, dass die bisllang
noch unbenannte Erschließungsstraße im Gewerbegebiet
Bustadt-Ost den Straßennamen „Reinhold-Würth-Straße" erhält.
TOP 34
Erweiterung der Sporthallenkapazitäten im OT Auenstein,
Baubeschluss
Da die Vorgaben des Gemeinderates eingehalten werden konnten was
die Finanzierung des Gesamtprojektes „Sport und Wohnen am
Tiefenbach" betrifft, galt es nun in der neuerlichen Sitzung
den Baubeschluss zu fassen.
Bereits am 8. April 2003 fasst der Gemeinderat den Beschluss auch
diese „Halle" durch eine Vergabe an einen Generalunternehmer
zu realisieren. Bürgermeister Knödler verwies auf die
guten Erfahrungen, die die Verwaltung beim der Steinbeishalle
diesbezüglich gemacht hat.
Weiter schlägt die Verwaltung vor auch dieses Mal einen öffentlichen
Teilnahmewettbewerb für eine beschränkte Ausschreibung
nach VOB/A vorzuschalten, wie dies auch bei der Steinbeishalle
praktiziert wurde, so ist sichergestellt, dass nur leistungsfähige
Firmen am weiteren Verfahren beteiligt werden.
Um die Ausschreibungsunterlagen bezüglich der Materialauswahl
zu konkretisieren schlägt die Verwaltung auch dieses Mal vor
einen Ausschuss zu bilden der sich aus interessierten Mitgliedern
des Gemeinderates und Vereinsvertretern zusammen setzt (3
Mitglieder des Gemeinderates und 4 Vereinsvertreter gem. Beschluss
vom 08.04.2003). Das Raumprogramm für die Erweiterung der
Sporthallenkapazitäten im OT Auenstein wurde im November
2005 im Gemeinderat vorgestellt und beschlossen. Die geschätzten
Baukosten betragen inklusive der Außenanlagen 2,8 Mio. Euro.
Erfreulich ist, dass es sich im Bodengutachten bestätigt hat,
dass im Bereich des Hallenstandortes keine Sondergründungsmaßnahmen
erforderlich werden.
Es wird vorgeschlagen den Teilbereich, der ausschließlich
für den SSV Auenstein vorgesehen ist, als separates Los auszuschreiben
und über die Vergabe erst dann zu entscheiden, wenn die Ausschreibungsergebnisse
bekannt sind. Im Vorfeld einer Vergabe für dieses Gewerk ist
die Möglichkeit der Bezuschussung durch den WLSB nochmals
gesondert abzuklären.
Nach kurzer Beratung fasste der Gemeinderat bei einer Enthaltung
den Baubeschluss für die Erweiterung der Sporthallenkapazitäten
im OT Auenstein zu fassen. Für den Neubau wird ein öffentlicher
Teilnahmewettbewerb für eine beschränkte Ausschreibung
nach VOB / A durchgeführt. Die Verwaltung wird ermächtigt
alles Erforderliche zur Umsetzung desselben zu veranlassen. Für
die Konkretisierung der Materialauswahl wird ein Ausschuss aus
drei Mitgliedern des Gemeinderates und 4 Vereinsvertretern gegründet.
Der „SSV Trakt" wird als separates Los ausgeschrieben,
eine verbindliche Zusicherung der Durchführung wird in den
Ausschreibungsunterlagen nicht zum Ausdruck gebracht.
TOP 35
Bekanntgaben
Bürgermeister Knödler gibt bekannt, dass zwischenzeitlich
das Baugesuch der Firma Becker und Schöll bei der Verwaltung
eingegangen ist. |