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Der erste Schritt ist gemacht:
Alte Kelter soll aus dem Dornröschenschlaf erwachen

TOP 9
Nutzung der „Alten Kelter" in Ilsfeld durch die Familie Wagner (Betreiber des „Alten Theaters" in Heilbronn-Sontheim); Grundsatzbeschluss bezüglich der Nutzung

Für die „Alte Kelter" in Ilsfeld wurde von Seiten des Gemeinderates am 06.12.2005 der Beschluss gefasst, diese für eine Sommernutzung mit einem minimalen Aufwand zu sanieren.



Aufgrund der Anfrage der Familie Wagner ergibt sich ein neuer Sachverhalt, weshalb dieses Thema erneut auf die Tagesordnung des Gemeinderates genommen wird.

Die Familie Wagner betreibt in Heilbronn-Sontheim seit mehreren Jahren sehr erfolgreich das „Alte Theater". Aufgrund veränderter Eigentumsverhältnisse am derzeitigen Standort ist die Familie Wagner auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten, die spätestens zu Beginn des Jahres 2008 bezogen werden müssen. Es wird ein Veranstaltungsraum benötigt, ein Küchenbereich für „Alltagsgastronomie" und Restaurant (Veranstaltungsbereich). Großzügige Lagermöglichkeiten sind ebenso erforderlich wie die Schaffung von ca. 20 Hotelzimmern. Erste Gespräche haben gezeigt, dass das erforderliche Raumprogramm in der „Alten Kelter" in Ilsfeld zu platzieren ist.

In einem ersten Zug geht es nun auch ausschließlich um die Frage, ob von Seiten des Gemeinderates eine Nutzung, wie die von der Familie Wagner vorgesehen ist, an diesem Standort die Zustimmung findet. Erst im Anschluss macht es Sinn das Raumprogramm und weitere Details in Abstimmung mit zu beauftragenden Architekten zu klären. Bezüglich der Finanzierung gibt es mehrere Möglichkeiten, hierfür ist es erforderlich eine erste Kostenschätzung zu erarbeiten. Ob die Familie privat investiert, ob dies ein Investor übernimmt (Interessenten gibt es bereits), und in welcher Form das abrufen von Sanierungsmitteln eingebaut werden kann ist gesondert zu beraten und zu beschließen, allerdings erst dann, wenn das Finanzierungskonzept konkretisiert wurde. Aufgrund der steuerlichen Möglichkeiten, die sich bei einem solchen Projekt ergeben, werden die Finanzierungsfragen mit den Steuerberatern der beteiligten Personen zu diskutieren sein. Ggf. bietet es sich auch an das Thema Erbaurecht in diesem Zusammenhang zu diskutieren.

Der Gemeinderat muss bei einem Grundsatzbeschluss davon ausgehen, dass die im hinteren Bereich der Kelter befindlichen Grundstücke, die die Gemeinde bereits erworben hat, oder sich aktuell dabei befindet dies zu tun, bei einer Gesamtkonzeption eingebunden werden müssen.

Zwingend erforderlich ist auch, dass das Projekt zusätzliche Stellplätze zugeordnet bekommt. In einem ersten Schritt wäre dies nur möglich, wenn auf dem Bereich entlang der König-Wilhelm-Straße (gegenüber Kreissparkasse) anstatt einer Neubebauung eine Freiflächengestaltung erfolgt.

Die Familie Wagner wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Realisierung der Umgehungsstraße bis zur evtl. Eröffnung der neuen Spielstätte nicht realisiert ist. Auch wurde die Familie über die Möglichkeit informiert, dass es für den unmittelbar angrenzenden Kreuzungsbereich Planungen für einen Kreisverkehr gibt. Die Mitglieder des Gemeinderates berieten ausführlich den Sachverhalt. Insbesondere wurde der mögliche Nutzungskonflikt mit dem in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen landwirtschaftlichen Betrieb wurde gesehen.

Der Antrag von Gemeinderat Michler auf Erstellung einer städtebaulichen Konzeption vom Verkehrsknotenpunkt Lauffener Straße / König-Wilhelm-Straße bis zur Einmündung Bildstraße wurde mehrheitlich abgelehnt.

Dem Antrag von Gemeinderat Rockrohr auf Erstellung einer Gesamtkonzeption für die Nutzung der Kelter in der beabsichtigten Form wurde bei einer Gegenstimme zugestimmt. Im Rahmen dieser Konzeption sollen auch die gemeindeeigenen Gebäude hinter der Kelter einbezogen werden. Auch die Themen Parkplätze, Konflikte mit dem angrenzenden landwirtschaftlichen Betrieb und Einbindung des Landesdenkmalamtes müssen hierbei geklärt werden.

   
   

 

   
         
         
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