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Sitzungsbericht Gemeinderat
In seiner ersten Sitzung des Jahres 2006 am 10. Januar befasste
sich der Gemeinderat Ilsfeld mit folgenden Tagesordnungspunkten:
TOP 1
Einwohnerfragestunde
Ein Bürger spricht sich für den Ausbau der Schozachaue
im Bereich des Zuckerrübenplatzes in dergestalt aus,
dass diese als Naherholungszone nutzbar ist.
Ein anderer Bürger erläutert, dass es für ihn nicht
möglich ist, die Berichte für die „Ilsfelder Nachrichten" in
digitaler Form abzuliefern.
Die Verwaltung erläutert, dass diesbezüglich eine Lösung
gefunden wird. Hauptsächlich geht es darum, dass einige
Berichterstatter ihre teils sehr umfangreichen Berichte am
Computer erfassen, diese dann aber nur in Papierform einreichen.
Dies bedeutet einen hohen Aufwand für den Verlag. Die
Berichte sollten daher, wenn diese nicht per E-Mail übertragen
werden können, zumindest per Diskette eingereicht werden.
TOP 2
Bürgermeisterwahl 2006
Vor Aufruf dieses Tagesordnungspunktes
gab Bürgermeister
Thomas Knödler folgende Erklärung ab: „Bevor nun
der Tagesordnungspunkt 2 der heutigen Sitzung aufgerufen wird,
möchte ich Sie darüber informieren, dass ich mich entschieden
habe, mich erneut um das Amt des Bürgermeisters in der Gemeinde
Ilsfeld zu bewerben.
In den vergangenen acht Jahren haben wir gemeinsam
sehr viel Positives bewegt, und die entscheidenden Weichen für
die zukünftige
Gemeindeentwicklung gestellt. Es gilt nun in den kommenden Monaten
und Jahren, diese von uns selbst gesteckten Ziele und Vorhaben
weiter zu entwickeln. Daher sehe ich es einerseits als reizvolle
Aufgabe, andererseits aber auch als Verpflichtung, die bereits
zahlreich auf den Weg gebrachten Projekte und Entwicklungen gemeinsam
mit Ihnen zum Abschluss zu bringen - eine Verpflichtung, der ich
mich gerne stellen würde.
Daher erkläre ich mich für diesen Tagesordnungspunkt
für befangen und übergebe die Sitzungsleitung zu
diesem Tagesordnungspunkt an den ersten stellvertretenden
Bürgermeister Gerhard Habermaaß."
Gemeinderat Habermaaß erläutert darauf hin, dass die
Amtszeit von Bürgermeister Knödler am 23.06.2006 abläuft.
Die Wahl ist somit frühestens 3 Monate und spätestens
1 Monat vor Freiwerden der Stelle durchzuführen. Durch
eine Änderung des Kommunalwahlgesetzes ist es nunmehr möglich,
dass eine Bürgermeisterwahl auch mit anderen Wahlen wie
Landtagswahl, Bundestagswahl usw. durchgeführt werden kann.
Nachdem die Landtagswahl auf Sonntag, 26.03.2006 festgesetzt wurde,
wäre eine Zusammenlegung der Bürgermeisterwahl mit der
Landtagswahl möglich.
Aus der Mitte des Gemeinderates wurde
der Antrag gestellt, die Bürgermeisterwahl nicht mit der Landtagswahl zusammen zu legen
sondern diese im Mai 2006 durchzuführen. Dieser Antrag wurde
mehrheitlich abgelehnt.
Der Gemeinderat fasst daraufhin folgenden Beschlüsse: Der
Termin für die Wahl des Bürgermeisters wird auf Sonntag,
den 26.03.2006 und der Tag einer evtl. erforderlich werdenden Neuwahl
auf Sonntag, den 09.04.2006 festgesetzt.
Der Gemeindewahlausschuss, der auch die Aufgaben eines Wahlvorstandes
wahrnimmt, wird wie folgt gewählt:
Vorsitzender: Gerhard Habermaaß
Stellv.
Vorsitzende: Anke Heinen-Kübler
Beisitzer: Werner Kühner
Stellv. des Beisitzers: Heinz Braun
Beisitzer: Thomas Petermann
Stellv. des Beisitzers: Rebecca Frank
Beisitzer: Steffen Brod
Stellv.
des Beisitzers: Silvia Schauer
Das Ende der Einreichungsfrist für Bewerbungen wird auf den
Montag, den 27.02.2006, 18.00 Uhr festgelegt. Im Falle einer etwaigen
Neuwahl beginnt die Einreichungsfrist für neue Bewerbungen
am Montag, den 27.03.2006 und endet am Mittwoch, den 29.03.2006,
18.00 Uhr.
Die freiwerdende Stelle des Bürgermeisters wird in der „bwWo-che" (ehemaliger
Staatsanzeiger für Baden-Württemberg) in der Ausgabe
am 16.01.2006 öffentlich ausgeschrieben. Es ergeht der Hinweis,
dass sich der derzeitige Stelleninhaber wieder bewirbt.
Bei mindestens
2 Bewerberinnen und Bewerbern wird eine öffentliche
Bewerbervorstellung durchgeführt. Mit der Festlegung von Ort
und Zeit dieser Bewerbervorstellung wird der Gemeindewahlausschuss
beauftragt.
Die Entschädigung der ehrenamtlichen Tätigkeit in Zusammenhang
mit der Bürgermeisterwahl 2006 erfolgt nach der geltenden
Satzung über die Entschädigung für ehrenamtliche
Tätigkeit.
Herr Gemeinderat Gerhard Habermaaß (1. Stellvertretender
Bürgermeister) wurde vom Gemeinderat gewählt, die
Verpflichtung des Bürgermeisters durchzuführen.
TOP 3
Sanierung des Kindergartens Dorastift
Das Gebäude „Dorastift" wurde im Jahr 2005 voll
umfänglich saniert, die Kostenobergrenze von 450.000 Euro,
die vom Gemeinderat gedeckelt wurde, konnte eingehalten werden.
Damals noch nicht eingeplant waren Sanierungsmittel in Höhe
von ca. 60 %, die zu einem Teil auch bereits abgerufen wurden,
was letztlich zu einem geringeren Aufwand bei diesem Projekt geführt
hat.
Im Stiftungsausschuss wurde nun bereits mehrfach darüber
beraten, ob es aufgrund der Fördermittel nun als Abschluss
nicht auch Sinn macht, den Hof im „alten Stil" zu richten.
Hierfür wären 25.000 Euro aufzuwenden, wovon ca. 60 %
in Abzug zu bringen wären. Die verbleibenden Kosten müssten
zu 75 % von der Kommune zu tragen sein.
Darüber hinaus soll ein Spielschiff als Ersatz für die
nicht vorhandene Freifläche aufgestellt werden. Eine
Bezuschussung ist hierfür nicht realistisch, und ist
daher in vollem Umfang von Kommune und Kindergartenträger
zu tragen. Der Gemeinderat stimmte den Sanierungsarbeiten im Hof
und der Mauer wie auch der Anschaffung des Spielschiffes zu.
TOP 4
Erschließung des Gewerbegebiet Bustadt-Ost (1. Bauabschnitt)
Erweiterung
des Vergabebeschlusses
Im September 2005 wurde der 1. Bauabschnitt
zur Erschließung
des Gewerbegebietes Bustadt-Ost an die Fa. Scheuermann und JR Rohrleitungsbau
vergeben.
Der Vergabebeschluss umfasste die Haupterschließungsstraße
(Bustadt) sowie den Bau der Kreisverkehrsanlage (Bustadt / K2086).
Die weiteren Erschließungsstraßen sollen schrittweise,
je nach Bedarf bzw. konkreten Bauabsichten von Gewerbebetrieben,
gebaut werden.
Das Interesse und die Nachfrage nach Gewerbebauplätzen im
Bereich Bustadt-Ost ist erfreulicherweise sehr gut. Einer der künftigen
Betriebe im Gewerbegebiet Bustadt-Ost wird die Fa. Becker und Schoell
sein. Von dieser Firma wurden nun auch bereits konkrete Pläne
einer Bebauung vorgelegt. Der Baubeginn soll nun früher als
ursprünglich erwartet erfolgen. Dies macht einen weiteren
Ausbau der Erschließungsstraßen im Gewerbegebiet Bustadt-Ost
erforderlich. Nachdem die Firmen Scheuermann und JR Rohrleitungsbau
derzeit den Bau des Kreisverkehrs und der Haupterschließungsstraße
durchführen, sollten diese Firmen auch mit dem jetzt
erforderlichen weiteren Ausbau in Form eines Anschlussauftrages
bzw. einer Auftragserweiterung beauftragt werden. Die als
günstig zu bezeichnenden Preise des Hauptauftrages gelten
auch für die jetzige Erweiterung, die Kosten betragen
ca. 333.000,- €. Um einen zügigen Baufortschritt der
Erschließungsarbeiten zu gewährleisten und den bauwilligen
Gewerbebetrieben einen raschen Baubeginn zu ermöglichen, sollte
die Vergabe des jetzt zusätzlich erforderlichen Teilstückes
der Erschließungsstraße an die derzeit dort tätigen
Firmen erfolgen.
Vorbehaltlich der Zustimmung des Landratsamtes
(Straßenbauamt)
ist an der Kreisstraße im Bereich der künftigen Zufahrt
zum Gewerbegebiet eine Infobucht geplant. Die Kostenschätzung
beläuft sich auf ca. 27.000,- €. Im Zuge der derzeit
laufenden Baumaßnahmen sollte auch dieses Vorhaben mit durchgeführt
werden.
Der Gemeinderat stimmte der Erweiterung des Vergabebeschlusses
zu. Der zusätzliche Ausbau der Erschließungsstraße
erfolgt durch die bereits mit dem Bau der Haupterschließungsstraße
beauftragten Firmen.
Vom Bau einer Infobucht wird vorerst abgesehen.
Im Zuge der laufenden Baumaßnahmen sollen jedoch die erforderlichen
Leerrohre für Kabel verlegt werden.
TOP 5
Vergabe der Arbeiten zum Abriss verschiedener Gebäude in der
Gemeinde Ilsfeld
Entsprechend eines Beschlusses des Gemeinderates
vom September
2005 sollen verschiedene Gebäude im Gemeindegebiet abgebrochen
werden. Hierfür wurden entsprechende Angebote bei Abbruchfirmen
eingeholt.
Unter Berücksichtigung der jeweils günstigsten Angebote
errechnet sich eine Gesamtsumme von 133.550,80 € (brutto)
für alle Abbruchgebäude.
Für die Verfüllung von Kellerräumen ist mit Kosten
von zusätzlich ca. 7000,- € zu rechnen.
Somit errechnet
sich ein Gesamtaufwand von ca. 140.000,- € (inkl.
Mwst.).
Für die Gebäudeabbrüche innerhalb eines Sanierungsgebiets
besteht die Möglichkeit einer Förderung der Abbruchkosten.
Unter Berücksichtigung der vorliegenden Angebote für
die Gebäude innerhalb eines Sanierungsgebietes wird die Höhe
der Förderung ca. 66.000,- € betragen.
Nach kurzer Beratung
fasst der Gemeinderat folgenden Beschluss:
Die Abbrucharbeiten für das Gebäude Eisenbahnstr. 3/2
mit Nebengebäuden werden an die Fa. SER, Bad Rappenau,
zum Angebotspreis von 12.006,- € vergeben.
Die Abbrucharbeiten
für das Gebäude Brückenstr.
6 wird an die Fa. Appeltauer, Ilsfeld, zum Angebotspreis von 9.396,- € vergeben.
Die
Abbrucharbeiten für die Gebäude König-Wilhelm-Str.
70 (Scheune), König-Wilhelm-Str. 76 (Scheune) und König-Wilhelm-Str.
78 (Wohnhaus, Scheune, Anbau), Römerstr. 1, Kirchgasse
9, Beilsteiner Str. 8 (Wohnhaus, Scheune), Beilsteiner Str. 10
(Wohnhaus, Scheune) werden an die Fa. Seufer, Löwenstein,
zum Angebotspreis von 112.148,80 € vergeben.
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