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Gemeinderat
         
   

Sitzungsbericht Gemeinderat

In seiner Sitzung am 15. November 2005 befaßte sich der Gemeinderat Ilsfeld mit folgenden Tagesordnungspunkten:
Zuerst haben sich der Leiter des Polizeireviers Weinsberg, Herr Bernhard Mai sowie der Leiter des Polizeipostens Ilsfeld, Herr Andreas Wunderlich dem Gremium und den Zuhörern vorgestellt.

Hierbei wurde erläutert, dass der Polizeiposten Ilsfeld in den vergangenen Monaten erhebliche personelle Veränderungen erfahren hat. Nun aber, nach zahlreichen Hospitationen, hat sich der zukünftige Personalstamm des Polizeipostens gefunden und steht für seine Aufgaben in und um Ilsfeld herum bereit.

Es wurde auch darüber berichtet, dass der Polizei zwei Angebote vorliegen, die beide jeweils die Unterbringung des Polizeipostens nach dem Zusammenlegen der Posten Beilstein und Ilsfeld zum Inhalt hätten. Beide Objekte befinden im Zentrum von Ilsfeld. Eine Entscheidung darüber, welches der beiden Objekte nun letztlich den Zuschlag bekommt, liegt in Händen der Vermögensverwaltung der Ministerien.

Ähnliches gilt für das anvisierte Übungs- und Trainingszentrum der Polizeidirektionen Ludwigsburg und Heilbronn, die gemeinsam einen Standort in Ilsfeld favorisieren. Auch dieses Projekt befindet sich zur abschließenden Prüfung in Händen von Innen- und Finanzministerium. In diesem Trainingszentrum sollen den Polizisten aus beiden Landkreisen umfangreiche Ausbildungs- und Fortbildungsveranstaltungen angeboten werden, was zu einer deutlichen höheren Tagespräsenz von Polizisten in Ilsfeld führen würde. Frau Heidi Ade, die neue Rektorin an der Grundschule in Auenstein stellt sich ebenfalls dem Gremium vor. Sie berichtet unter anderem darüber, dass die Pensionierung von Herrn Pöhler für Auenstein das Ende einer Ära bedeutete, und sie außerordentlich große Fußstapfen vorgefunden habe, die es nun auszufüllen gelte. Unter anderem möchte Sie den musischen Bereich in Kooperation mit dem Musikverein Auenstein erheblich ausweiten. Erreicht werden soll dies zum Beispiel durch ein gemeinsames Musical im kommenden Jahr. Zusätzlich ist ihr eine Ausdehnung der Betreuung und Angebote auch am Nachmittag von großer Bedeutung. Sie fühlt sich bereits von Beginn an wohl in Auenstein und in Ihrer neuen Schule.

Zukunftsperspektiven der Steinbruchbetriebe
Während der Sommerpause waren verschiedene Mitglieder des Gemeinderates der Einladung der Firma BMK in Ilsfeld gefolgt, um sich vor Ort ein Bild der aktuellen Abbausituation zu machen. Hierbei wurde vereinbart, die Vertreter der Firma BMK zu einer or­dentlichen Gemeinderatssitzung einzuladen, um den Gesamtgemein­derat über die betrieblichen Notwendigkeiten der Firma umfassend zu informieren.

Bis zu einer Inanspruchnahme der Erweiterungsflächen der Firma BMK werden noch einige Jahre verstreichen. Der Firma geht es darum, sehr frühzeitig den Gemeinderat in Kenntnis der Planungsabsichten zu setzen.

Herr Dr. Finke, der BMK - Geschäftsführer, Herr Schneider sowie der technische Leiter der Steinbruchbetriebe, Herr Weiß stellen die Planung der Erweiterung vor und stehen für Fragen zur Verfügung. Unter anderem erklärte Herr Dr. Finke, wie sich diese Form der Erweiterungsfläche ergeben hat. Aus Gründen der Infrastruktur im Steinbruch, dem Vorkommen des Muschelkalks und den notwendigen Abständen zu baulichen Anlagen und Straßen wurde die Erweiterung in die nun geplante Richtung und in dieser Form notwendig. Weiter widersprach Herr Dr. Finke der Feststellung, durch die Erweiterungsfläche würden ca. 5 bis 6 Hektar Rebfläche verbraucht werden. Tatsächlich handelt es sich um ca. 2,3 Hektar Rebfläche, die nach Genehmigung der geplanten Erweiterung innerhalb von 3 bis 4 Jahren angegangen werden würde. Die nun diskutierten Erweiterungsflächen reichen voraussichtlich für 30 Jahre. Nach Auffüllung und Rekultivierung können die Flächen i. d. R. höherwertigerer Nutzung zugeführt werden.

Auch die Bedenken des Gemeinderates, angrenzende Weinberge werden in Mitleidenschaft gezogen, weil sie viel schneller das Niederschlagswasser verlieren, konnte Dr. Finke zerstreuen. Er berichtete von umfangreichen Untersuchungen zu diesen Behauptungen und konnte versichern, dass derlei Beeinträchtigung in keinem der untersuchten Weinberge festzustellen war. Hierzu muß man wissen, dass der Boden das Niederschlagswasser in einer Schicht von ca. 1,5 Meter Tiefe speichert und die Pflanzen versorgt. Grundwasser kann hier keine Rolle spielen, da es sich im Planungsgebiet in ca. 70 Meter Tiefe befindet und somit den Wasserhaushalt der Pflanzen nicht beeinträchtigen kann.

Neubau einer Sport- und Mehrzweckhalle in Auenstein; Hier Vorstellung der Pläne und Beschluß des Raumprogramms
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 8. April 2003 den Grundsatzbeschluß in Sachen Erweiterung der Hallenkapazitäten bzw. Hallenneubau in Auenstein gefaßt und das Planungsbüro Kuon und Reinhardt mit den weiteren Planungsschritten beauftragt. Mit den betroffenen Vereinsvertretern wurden in den vergangenen Wochen verschiedene Abstimmungsgespräche geführt, die in der jetzt vorliegenden Planung vom Architekturbüro Kuon und Reinhardt berücksichtigt wurden.
Nachfolgend wird ein Lageplan sowie der Grundriß der Halle vorgestellt:

Die Kostenschätzung beläuft sich auf 2,94 Mio. Euro insgesamt. Das Planungskonzept umfasst eine Normhalle von 22 x 44 Meter, die für sämtliche Verbandsspiele bespielbar ist. Ebenfalls enthalten ist eine Küche, eine Bühne, Umkleidräume für die „Außensportler" und vieles mehr.

Die Verwaltung informierte darüber, dass in einer Besprechungsrunde, bestehend aus Mitgliedern des Gemeinderates sowie Vertretern der Schulen und örtlichen Vereine, die ursprünglich vorgesehene Tribüne (für Zuschauer bei Sportveranstaltungen) gestrichen wurde, da hierfür nicht wirklich der Bedarf gesehen wird, und die Streichung dieses Elements natürlich zu Einsparungen führen würde. Die Bühne wurde den Wünschen der musiktreibenden Vereine angepasst. Selbstverständlich wird auch weiterhin an der Küchenplanung festgehalten. Diese sieht den Umzug eines Teils der vorhandenen Küchengeräte in die neue Halle vor, in Teilen allerdings wird ein Aus­tausch und auch eine Ergänzung erfolgen. Ein Diskussionspunkt in Bezug auf die Baukosten war ein nicht bezifferter Posten für Sondergründungsmaßnahmen. Der Gemeinderat wollte wissen, wie hoch die Kosten für diese evtl. erforderlichen Maßnahmen sein werden.

Herr Reinhardt geht davon aus, dass keine Sondergründungsmaßnahmen erforderlich werden; ganz auszuschließen ist es jedoch nicht. Weiter gab der Gemeinderat die Empfehlung, die anstehende Mehrwertsteuererhöhung in die Kostenschätzung mit einzurechnen. Der Gemeinderat hat mehrheitlich, der dargestellten Planung zugestimmt.

Vergabebeschluß: Umbau ehemaliges Lehrschwimmbecken
Nachdem nun die Angebote für den Umbau der Räume des stillgelegten Lehrschwimmbeckens im Steinbeis-Schulzentrum geprüft waren, hat der Gemeinderat jetzt die Vergabe der Arbeiten zum Umbau in drei Klassenräume beschlossen.

Freibadsanierung und Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung


An der Ilsfelder Grund- und Hauptschule wurde eine Umfrage durchgeführt, welche Attraktivitätssteigerung von den Schülern bevorzugt wird (Rutsche oder 3 Meter-Sprungbrett), danach befürwortet eine deutliche Mehrzahl der Schüler eine Kurvenrutsche. Während der einstimmige Beschluß über die Vergabe der notwendigen Sanierungsmaßnahmen problemlos gefaßt wurde, hat sich das Gremium die Entscheidung für den Bau einer Kurvenrutsche mit Ein­utschbecken nicht so leicht gemacht.

Es gab sehr kontroverse Diskussionen über die zusätzlichen Kosten für die Rutsche. Letztlich hat der Gemeinderat sich gegen den Bau einer „3 Meter-Sprunganlage" und zugunsten der Rutsche entschieden.

   
         
         
         
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