Sitzungsbericht Technischer Ausschuss
In seiner Sitzung am 08. November 2005 befaßte sich der
Technische Ausschuss des Gemeinderates Ilsfeld mit folgenden
Tagesordnungspunkten:
Winterdienst der Gemeinde Ilsfeld, Räum- und Streudienst
der Gemeinde
Die Verwaltung informierte den Ausschuß über den Winterdienst
der Gemeinde. Immer wieder werden auch Gemeinderäte gefragt,
warum in der einen Straße geräumt und gestreut wird
und an anderer Stelle nicht. Deshalb zeigte Ortsbaumeister
Braun anhand des Räum- und Streuplanes die einzelnen Einsatzstellen
auf. Die Stellen wurden nach Verkehrsbedeutung und Gefälle/Steigung
ausgesucht. Nur wenn beide Kriterien erfüllt waren, wurden
die Straßen oder Straßenabschnitte in den Plan aufgenommen.
Viele Anlieger erheben nun den Anspruch, Ihre Straße
solle auch von der Gemeinde geräumt und gestreut werden. Es
handelt sich dabei oft um Gefällstrecken. Dennoch kann
die Verwaltung diesen Wünschen nicht in jedem Fall entsprechen,
weil es an der Verkehrsbedeutung der betroffenen Straßen
oder Straßenabschnitte fehlt. In welchem Umfang die Stellen
geräumt und/oder gestreut werden, wird von den Witterungsverhältnissen
und dem Gefälle der Straße abhängig gemacht. Die
Verwaltung bat jedoch um Verständnis, dass bei den in unserer
Region vorherrschenden Schneeverhältnissen ein Räumen
der Straßen oftmals nicht angebracht ist. Aufgrund der geringen
Niederschlagsmengen wird die Schneedecke von den ersten durchfahrenden
Fahrzeugen so stark komprimiert, dass der Schneeschieber nicht
mehr greifen kann. Auch der Einsatz von Salz an ausgesuchten Stellen
kann nicht vermieden werden, weil die Temperaturdifferenzen von
Tag und Nacht zu eisglatten Straßen führen. Weiter informiert
Bürgermeister Knödler über die Einbeziehung der
Straße Pfaffenhecke in Auenstein in den Plan; hier handelt
es sich tatsächlich um eine Strecke, die bei entsprechender
Witterung allein aufgrund ihres Gefälles für die Verkehrsteilnehmer
sehr gefährlich werden kann. Zusätzlich wird auch weiterhin
in einzelnen Bereichen so verfahren, dass es unabhängig von
der Steigung und der Bedeutung einzelner weniger Streckenabschnitte
zu einem Winterdienst durch die Gemeinde kommt, dies erfolgt immer
dann, wenn dies aufgrund der Nutzung in diesen Bereichen für
sinnvoll erachtet wird.
Feinstaubbelastung in der OD Ilsfeld;
Verkehrskonzepte zur Minderung
des Schadstoffausstoßes
Das Regierungspräsidium Stuttgart hat den Vorschlag in die
Diskussion eingebracht, die Gemeinde möge doch eine Verflüssigung
des Verkehrs in der OD Ilsfeld durch Beseitigung von Verkehrshindernissen
erörtern.
Ziel soll sein, den Verkehr auf der König-Wilhelm-Straße
zu erleichtern und dadurch flüssiger zu machen. Der eindeutige
Auftrag an die Gemeinde, bis Ende 2005 ein Gesamtkonzept zur
Verflüssigung des Verkehrs in der König-Wilhelm-Straße
zu erarbeiten, hat das Regierungspräsidium im Luftreinhalte-/Aktionsplanes,
Teilplan Ilsfeld formuliert. Hierzu gehören folgende Punkte:
• Die Realisierung des im Plan vorgeschlagenen Kreisverkehrs
an der Alten Kelter.
• Es wird die Möglichkeit dargestellt, die OD
Ilsfeld durch Veränderung der Parkzeiten zu entlasten.
• Eine Einbahnstraßenregelung mit Ausfahrverbot
zur L1100 (OD Ilsfeld) soll die Rückstauhäufigkeit reduzieren.
• An der König-Wilhelm-Straße im Bereich
zwischen der Einmündung Friedrichstraße und Bildstraße
sollen aufgrund der beengten Situation Parkplätze entfallen
und dafür in den Seitenstraßen an geeigneter Stelle
neu geschaffen werden.
•
Eine Optimierung der Schaltung der Fußgängerampeln
in der OD ist durchzuführen; die bessere Abstimmung der Ampeln
wurde von der Gemeinde in der Vergangenheit bereits mehrfach ohne
sichtbaren Erfolg eingefordert.
Weiter sollte verhindert werden, dass von der zuständigen
Straßenverkehrsbehörde beim Landratsamt Heilbronn
aufgrund des vom Regierungspräsidium Stuttgart erstellten
Planes Maßnahmen zur Verkehrsverflüssigung per
verkehrsrechtlicher Anordnung umgesetzt werden, die die Gemeinde
in dieser Form unter Umständen nicht will. So kann sich sicher
jeder vorstellen, was es besonders für den Einzelhandel bedeuten
würde, wenn alle Parkplätze entlang der König-Wilhelm-Straße
per Anordnung ersatzlos entfallen würden. Solange die
geplante Ortsumfahrung nicht realisiert ist, müssen verträgliche
und vertretbare Maßnahmen ergriffen werden, um den Schadstoffausstoß von
Kraftfahrzeugen, insbesondere von Lastkraftwagen, wirksam zu vermindern.
Vor diesem Hintergrund wurden Möglichkeiten diskutiert, die
das vom Regierungspräsidium vorgegebene Ziel berücksichtigen.
Hierzu wäre es erforderlich, die Seitenstraßen in Einbahnstraßen
zu wandeln. Nur bei einspurigem Verkehr in den teilweise sehr
engen und unübersichtlichen Seitenstraßen kann Parkraum
gewonnen werden. Dies stellt jedoch nur eine Diskussionsgrundlage
dar und zeigt denkbare erste Maßnahmen auf. Sehr wohl sind
sich alle Beteiligten bewußt, dass solche Maßnahmen
bei den betroffenen Anliegern nicht unbedingt für Freude sorgen
werden. Die Mitglieder des Gemeinderates vertreten die Auffassung,
dass nur durch Maßnahmen zur Erschwerung des Verkehrs die
Ortsdurchfahrt für den Durchgangsverkehr unattraktiv und damit
eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens und der Emissionen erreicht
wird. Auch wurden große Bedenken bezüglich der Akzeptanz
von Parkflächen in den Seitenstraßen geäußert,
da diese aufgrund der Einbahnstraßenregelung nur über
die König-Wilhelm-Straße kommend angefahren und von
der König-Wilhelm-Straße wegführend wieder verlassen
werden können.
Abschließend stellt Bürgermeister Knödler fest,
dass der Vorschlag der Einbahnstraßenregelungen und der zusätzlichen
Schaffung von Parkplätzen als generelle Lösung der vorhandenen
Probleme in der Ortsdurchfahrt nicht ausreichend ist.
Er informiert darüber, dass der Verkehrsausschuss in den
nächsten Wochen eine Einladung erhalten wird, um gemeinsam
mit den Vertretern von Verkehrsbehörden die Situation
zu erörtern und gemeinsam Lösungsvorschläge
zu erarbeiten, die dem Einzelhandel in der OD nicht abträglich
sind.
Dachsanierung Schozachtalhalle
Das Dach der Schozachtalhalle ist
an verschiedenen Stellen undicht. Im Herbst 2004 wurde das auch
mit der Schulsanierung beauftragte
Architekturbüro Aldinger u. Aldinger mit der Ausarbeitung
eines Sanierungsvorschlages sowie einer Kostenschätzung für
das Dach der Schozachtalhalle beauftragt. Im September d. J. wurde
vom Architekturbüro Aldinger u. Aldinger eine Dachsanierung
in Form einer kompletten Dacherneuerung zum Preis zwischen
320.000.- und 350.000,- Euro vorgeschlagen. Die Schozachtalhalle
wäre bei dieser Lösung mehrere Monate nicht nutzbar.
Aus Sicht der Verwaltung erscheint diese Lösung aus finanziellen
Gründen nicht durchführbar sowie aus technischen Gründen
nicht erforderlich.
Mit verschiedenen Fachleuten wurden seitens der Verwaltung alternative
Lösungsmöglichkeiten gesucht.
Folgende Lösung wurde hierbei als sinnvoll und zweckmäßig
sowie finanziell vertretbar angesehen:
• Am Sheddach („Glasdach") über dem Sportbereich
wird eine Erneuerung der Rinnenstöße und Rinnendehner
(verlöten, erneuern, reparieren, säubern) durchgeführt.
Diese Maßnahmewurdebereits probeweise an verschiedenen Stellen
erfolgreich durchgeführt. Die Kosten hierfür betragen
ca. 3.500,- Euro.
• Am Flachdach über
den Umkleidekabinen bzw. dem Kabinengang (derzeit mit Folie abgedeckt)
soll eine
Pultdachkonstruktion über bzw. auf dem derzeitigen Flachdach
das Eindringen von Wasser verhindern. Das jetzige Flachdach wird
durch ein Pultdach in seiner Funktion ersetzt. Die Kosten hierfür
betragen ca. 35.000 bis 40.000,- Euro. Somit ergeben sich Gesamtkosten
von ca. 43.000,- Euro im Vergleich zu einer Komplettsanierung mit
Kosten von bis zu 350.000,- Euro.
Der Ausschuß hat dem Vorschlag der Verwaltung zur Dachsanierung
der Schozachtalhalle zugestimmt.
Bekanntgaben
Bürgermeister Knödler berichtet, dass Hausbesitzer immer
häufiger auch in den älteren Wohngebieten Solar- oder
Photovoltaikanlagen installieren wollen und somit Probleme mit
altem Baumbestand an den Straßen entstehen. Es wird seitens
der Verwaltung mit fachmännischer Unterstützung
versucht Abhilfe zu schaffen. So könnte sich ergeben, massive
Rückschneidungen vornehmen zu müssen oder hochgewachsene
Bäume durch niederwüchsige zu ersetzen.
Anfragen
Auf die Frage des Gemeinderates Huber
erklärt die Verwaltung,
dass während der Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Schozach
wegen Belagsarbeiten der Linienbus der RBS nicht wie versprochen
bzw. in den Ilsfelder Nachrichten bekanntgegeben die Behelfshaltestelle
bei der Sturmfederhalle angefahren hat. Hierzu wurde vom Ortbaumeister
Braun berichtet, dass bereits bei Planung der Baustelle mit den
Verantwortlichen des Straßenbauamtes besprochen wurde, die
Bushaltestelle an die Sturmfederhalle zu verlegen und dies
mit der RBS abzustimmen. Daraufhin erfolgte die Veröffentlichung
in den Ilsfelder Nachrichten. Erst durch Anrufe aufgebrachter Schozacher
Bürger hat die Verwaltung von der RBS auf Nachfrage erfahren,
dass die Behelfshaltestelle nicht angefahren werden darf.
Dort besteht für den Bus keine Wendemöglichkeit. Somit
hätte der Bus ohne Verkehrssicherung durch geeignete
Personen rückwärts rangieren müssen. Dies ist aus
Gründen der Verkehrs- und vor allen Dingen der Fahrgastsicherheit
nicht zulässig. Eine kurzfristige Lösung war nicht machbar;
auch die Verwaltung konnte nur noch feststellen, dass die versprochene
Abstimmung der ausführenden Firma mit der RBS wohl nicht oder
nicht ausreichend stattgefunden hat.
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