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Haushaltsplanentwurf 2011 im Gemeinderat eingebracht

Nur eine Woche nach der Verabschiedung des 1. Nachtragshaushalts 2010 wurde in der letzten Sitzung des Jahres am 14.12.2010 wurde der Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2011 in den Gemeinderat eingebracht.

Nicht nur diese rasche zeitliche Folge, sondern auch die Inhalte zeigen die enge Verbindung zwischen Nachtragshaushalt 2010 und Haushaltsplan 2011. Waren Haushaltsplan und Nachtrag 2010 von der Verwaltung unter dem Motto „Jetzt erst recht“ aufgestellt worden, so darf der Etat für 2011 getrost unter das Motto „Und weiter geht’s“ gestellt werden.

Mit einem Gesamtvolumen von 22.801.560 Euro fällt er zwar rd. 9% kleiner aus, als der Nachtragshaushalt 2010. Doch stellt er mit einem Vermögenshaushaltsvolumen von fast 6,2 Mio. auch wieder ein beachtliches Paket dar. Dies vor allem, wenn man bedenkt, dass fast 82% davon, also rd. 5 Mio. €, für Baumaßnahmen vorgesehen sind. Neben der Fortführung der Ortssanierung Ilsfeld mit der Umgestaltung der Planmauer und der König-Wilhelm-Straße ist mit der Fortsetzung der Umgestaltungsmaßnahmen im Freibad ein weiteres Großprojekt im Vermögenshaushalt enthalten, das bereits in 2010 begonnen wurde. Und auch die weitere Umsetzung des Friedhofkonzeptes und der in das Jahr 2011 aufgeschobene Neubau eines Gebäudes für die Ganztagesschule und die Mensa bilden unmittelbare Anknüpfungspunkte an den Nachtragshaushalt 2010 und die darin enthaltenen Maßnahmen.

Dass die Finanzierung dieser Investitionen nahezu ohne Zuführung vom Verwaltungshaushalt und zum größten Teil aus Grundstückerlösen erfolgt, zeigt wie wichtig letztere für die Gemeinde Ilsfeld sind und welche Möglichkeiten sich allein aus dem Umstand der bislang so positiv verlaufenen Vermarktung von (Gewerbe-)Bauplätzen ergeben. Oder anders ausgedrückt: ohne diese Grundstückserlöse und ohne die Rücklagenmittel aus der Gründung der Eigenbetriebe wäre eine solche Investitionstätigkeit ohne Kreditaufnahmen nicht möglich. So aber bleibt die Verschuldung des Ilsfelder Kämmereihaushalts weiterhin bei Null.

Der Verwaltungshaushalt 2011 weist gegenüber dem Nachtragshaushalt 2010 eine Volumenssteigerung von rd. 3,8% auf. Grund hierfür sind höher angesetzte Personalkosten (zT für Tariferhöhungen, aber auch wegen der in 2011 ganzjährig anzusetzenden Ausgaben für die Baurechtsbehörde). Hinzu kommen leicht gestiegene Verwaltungs- und Betriebsausgaben, eine deutlich höhere Kreisumlage, als noch in 2010 und die aufgrund des erwarteten höheren Gewerbesteueraufkommens auch höher angesetzte Gewerbesteuerumlage.
Einnahmeseitig sind es vor allem die höher angesetzten Gewerbesteuereinnahmen, höhere Gebühreneinnahmen (ua Verwaltungsgebühren aus der Tätigkeit der Baurechtsbehörde) und zu guter letzt ein höherer Anteil an der Einkommensteuer, die zu dieser Volumensteigerung beitragen und es ermöglichen, den Verwaltungshaushalt ohne Zuführung vom Vermögenshaushalt auszugleichen.
In einigen wenigen Grafiken zusammengefasst ergibt der Haushaltsplanentwurf 2011 Folgendes:

   
    Grafik Verwaltungshaushalt - Einnahmen -
Volumen: 16.607.760 € (.jpg)
   
    Grafik Verwaltungshaushalt -Ausgaben -
Volumen: 16.607.760 € (.jpg)
   
    Grafik Vermögenshaushalt - Einnahmen -
Volumen: 6.193.800 € (.jpg)
   
    Grafik Vermögenshaushalt - Ausgaben -
Volumen: 6.193.800 € (.jpg)
   
   
Der Ausblick auf die kommenden Jahre sieht Dank der aktuellen Prognosen zur Entwicklung im Finanzausgleich durchaus positiv aus. Neben stetig steigenden Finanzzuweisungen wird darin auch von einem leicht steigenden Steueraufkommen ausgegangen. Sollten sich diese Erwartungen erfüllen, wird in den kommenden Haushaltsjahr bis 2014 nicht nur durchweg eine Zuführung an den Vermögenshaushalt erwirtschaftet werden, sondern in den Jahren 2012 und 2014 auch wieder eine Rücklagenzuführung mit der Folge, dass diese bis Ende 2014 voraussichtlich rd. 1,8 Mio. € betragen wird.
   
         
         
 
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