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Freibad bekommt ein neues Gesicht
Das Freibad bekommt für 1,3 Millionen Euro ein neues Gesicht. Der Eingangs- und Gastronomiebereich werden abgerissen und weiter südlich neu aufgebaut. Der Kinderbereich wird ebenso komplett erneuert. Lediglich das Schwimmerbecken, das vor fünf Jahren saniert worden ist und eine Rutsche erhalten hat, bleibt unangetastet. Lediglich ein Baywatch-Turm für den Schwimmmeister kommt dazu.
Weil der Campingplatz seine Pforten schließt und der Tennisverein seine komplette Anlage dorthin verlegen wird, bekommt die Freibadanlage weitere Flächen dazu. Die Liegewiese wird größer werden. Drei Beachvolleyballfelder sollen entstehen. „Die werden Turniermaße und Ballfangnetze haben“, erklärt Architektin Bettina Schey.
Der heutige Eingangsbereich mit Dusch- und Umkleidebereich aus Holz sei ungünstig gebaut, so die Architektin. Nach oben ist der Bau geschlossen. Das staue die Wärme und die Feuchtigkeit, so die Architektin. Auch der Bademeister Rolf Schuhmacher erklärt, das Holz sei durch die Feuchtigkeit kaputt. Der Neubau schließt sich direkt unterhalb des heutigen Baus an. Er besteht aus drei Bereichen: Eingang, Technik und Umkleide mit einer Sammeldusche, Umkleiden für zwei Familien und acht Einzelpersonen, je einmal für die Frauen und die Männer sowie ein Behinderten-WC mit Wickelmöglichkeit. Daneben entstehen die Räumlichkeiten für den Tennis-Club, ebenso mit Dusche, WC und Umkleidekabinen, einem Büro, Küche und Vereinsraum von 100 Quadratmetern. „So brauchen wir die Technik nur einmal“, sagt Schey.

Unter diesen Bauten schließt sich der Gastronomiebereich an. Gedacht ist an ein Restaurant mit optionalem Ganzjahresbetrieb. Es soll ein Bereich für die Freibadbenutzer und mit einer mobilen Trennwand abgetrennt, einen für Besucher von außen, wie dem Fahrradweg, geben. Dort ist im Außenbereich ist auch ein Kneippbecken vorgesehen.

Unweit davon entfernt, entsteht der neue Kinderbereich. Der heutige Sand- und Matschplatz soll so erhalten bleiben, wie er ist. Massive Schäden weise das Kinderbekken vom Jahr 1990 auf. Das Becken ist abgesackt, erklärt Schuhmacher. Dadurch funktioniert der Überlauf nicht mehr. „Die Hygiene ist gefährdet“, betont Bäderplaner Gerhard Richter aus Stuttgart. Eine Sanierung würde erhebliche Kosten verschlingen. Außerdem sei der Kinderbereich wegen der gesamten Umstrukturierung an seiner heutigen Stelle im Weg. „Dort wird sich der Eingangsbereich befinden“, erklärt Richter. Die neuen Becken werden aus Edelstahl sein, einem sehr langlebigen Material. „Das hält rund 50 Jahre und ist nicht frostanfällig, wie Fliesen“, so der Bäderplaner. Die Becken, zwei Halbschalen, sollen in eine Landschaft aus heimischem Naturstein eingebettet werden. Dazwischen befindet sich ein Bachlauf. Verschiedene Spielmöglichkeiten, wie eine Rutsche, Mühlrad, Stauwehr, Wasserigel oder Spritzdüsen sind laut Richter denkbar. Die Arbeiten sollen am 1. Oktober beginnen und bis Ende April 2011 fertig sein.
Ute Knödler |
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