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Gemeinde Ilsfeld übernimmt Aufgaben der Baurechtsbehörde
Die Gemeinde Ilsfeld will künftig die Aufgaben der unteren Baurechtsbehörde, die bisher vom Landratsamt Heilbronn ausgeübt wurden, selber übernehmen. Für den Aufbau und die spätere Leitung der staatlichen Behörde samt Bauamt, hat die Kommune seit Anfang Juli 2010 den Diplom-Verwaltungswirt Thomas Stutz eingestellt.

Baurechtliche Genehmigungsverfahren, die bisher vom Landratsamt bearbeitet worden sind, sollen ab Herbst 2010 in Ilsfeld selbst abgewickelt werden. Stutz sieht darin einen weiteren Service der Gemeindeverwaltung für ihre Bürger. „Die Verfahren werden nicht mehr so lange dauern“, sagt Stutz, weil alles in einer Hand liege. Außerdem könnten die Bürger den direkten Kontakt suchen. Bisher arbeitete der 42-Jährige beim Landratsamt Heilbronn und begleitete dort landkreisweit Bauprojekte im Rahmen der Wirtschaftsförderung. „Hier kann ich das noch effektiver machen“, freut sich der verheiratete Vater von drei Mädchen auf sein neues Aufgabenfeld. Er hält Ilsfeld von der Lage und seinen weiteren Rahmenbedingungen für eine wirtschaftlich attraktive Gemeinde. Flächen direkt an der Autobahn weiß er für sehr gefragt. „Ilsfeld wäre schlecht beraten, seine Möglichkeiten nicht zu nutzen“, betont er. Er sieht die Schozachtalgemeinde mit seinen Ortsteilen gut gegliedert, weil sich die Gewerbegebiete in der Nähe der Autobahn und nach außen reine Wohngebiete anschließen. Doch er ist bestrebt „Flächenverbrauch nach Augenmaß zu betreiben“, wie er betont. Zudem müsse Ausgleich immer ökologisch einen Wert haben, sagt er. Bürger und Gewerbetreibendende möchte er zufriedenstellen, bei Problemen Lösungen finden. Er sieht sich als Dienstleister und hat eine offene Tür. „Wir möchten uns kümmern“, unterstreicht er. Allerdings wird der Aufbau der Behörde noch etwas dauern. Zunächst will er sich alle Abläufe genau anschauen und den Personalbedarf ermitteln.
Dem Offenauer, dessen erster Beruf Fernmeldehandwerker war, sind Gelassenheit und ein guter Umgang untereinander ein Anliegen. „Ich möchte jedem positiv begegnen“, lautet seine Botschaft. Neben Beruf und Familie sind ihm auch Hobbies, wie Fußball, Skifahren oder Bergwandern und Lesen wichtig.
Ute Knödler |
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