Logo Ilsfeld
HOMERATHAUS • Aktuelles
Startseite
Aktuelles
Portrait
Rathaus
Rathaus - Ämter
Rathaus - Mitarbeiter
Rathaus - Wo erledige ich was?
Rathaus - Mitteilungsblatt
Fundbüro
Jobs bei der Gemeindeverwaltung
Gemeidnerat
Publikationen
Satzungen
Wirtschaft
Leben und Wohnen
Kultur und Bildung
Freizeit und Tourismus
Jugend und Familie
Vereine und Kirchen
Veranstaltungen
Sitemap
Kontakt
 

       
Rathaus aktuell
         
   

Wasser ist Lebensmittel Nummer eins

Jeden Morgen fährt Tobias Hahn oder sein Stellvertreter Holger Pellegrini die Frischwasserhochbehälter der Gemeinde Ilsfeld ab, an 365 Tagen im Jahr. Schon das macht den hohen Stellenwert der Frischwasserversorgung in einer Gemeinde, für die Hahn in Ilsfeld zuständig ist, deutlich. „Die Verbrauchswerte müssen regelmäßig überwacht werden“, sagt der Wassermeister. Ein überdurchschnittlich hoher Verbrauch weist den Fachangestellten für Wasserversorgungstechnik auf einen möglichen Defekt im Wasserleitungssystem hin. Im Verdachtsfall geht er mit einem speziellen Mikrofon von Schacht zu Schacht.

„Mit Schall kann ich bis zu einer Distanz von 25 Zentimetern genau herausfinden, wo sich ein Rohrbruch befindet“, erklärt Hahn. Auf über 30 schätzt der 21-Jährige die Anzahl der jährlichen Rohrbrüche innerhalb seines Aufgabengebietes. Die geologischen Gegebenheiten seien sehr unterschiedlich. Deshalb sei die Haltbarkeit der Rohre auch sehr verschieden. „Eine Gemeinde muss immer dranbleiben, ihr Rohrnetz in Schuss zu halten“, gibt der junge Mann, der seit knapp zwei Jahren bei der Gemeinde Ilsfeld beschäftigt ist, zu bedenken. Auch auf den automatisierten Chlorverbrauch hat er ein Auge. Zudem schaut er sich die Anlagen im Innen- und Außenbereich genau an, überprüft und wartet sie. Für fünf Hochbehälter ist der Fachangestellte zuständig, vier für Frisch- und einen für Rohwasser. Mindestens viermal im Jahr gibt er Wasser an das Labor für eine Gesamtanalyse, alle zwei Monate werden die Nitratwerte überprüft. „Wenn ein Wert erhöht ist, wird natürlich noch öfter gemessen“, erklärt Hahn. Auch nach der jährlichen Reinigung geht jeder Hochbehälter erst dann wieder ans Netz, wenn die Werte überprüft sind und stimmen. „Schwer beeindruckt von der Größe“, ist er nach wie vor, wenn er in einem leeren Hochbehälter steht. Viele hygienische Vorschriften muss er kennen und gilt es, einzuhalten. „Alles muss mehrfach abgesichert sein, denn Wasser ist Lebensmittel Nummer eins“, betont der in Aspach wohnende Tobias Hahn.

Seinen Beruf mag er sehr gerne. Die Vielfältigkeit sei toll. Jeder Morgen bringe etwas anderes. Seine Fähigkeit mit Menschen umzugehen, hat er noch erweitert. Geduld und gute Nerven braucht er im Umgang mit verschiedenen Charakteren. „Die Menschen können auf vieles verzichten, beim Wasser fällt es ihnen jedoch schwer“, beschreibt Hahn die Problematik. Manchmal müsse das Wasser abgestellt werden und er könne nicht einmal genau sagen, für wie lange. Dabei hat Hahn gelernt, technisches Wissen den Bürgern nahe zu bringen um sie von der Notwendigkeit zu überzeugen. Flexibilität ist in seinem Job wichtig. Oft muss er nachts oder auch am Wochenende arbeiten. „Wenn das Wasser irgendwo rausläuft, wartet es nicht, bis ich sowieso wieder da bin“. Neben all dem ist er dafür verantwortlich, jedes Jahr rund 400 Wasseruhren ausgetauscht werden. Er muss die kommunalen Brunnen überwachen und säubern. „Es bilden sich dort Algen“, erklärt der angehende Meister seines Faches.
Ute Knödler

   
         
 
Gemeinde Ilsfeld • Rathausstraße 8 • 74360 Ilsfeld • Telefon (0 70 62) 90 42-0 • Fax (0 70 62) 90 42-19 • e-Mail gemeinde@ilsfeld.de