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„Wenn die Not groß ist, helfe ich auch in der Praxis",

sagt Ute Schäfer-Kern, die gelernte Erzieherin ist. Doch in der Regel kann sie auf Vertretungs- oder Teilzeitkräfte, die im Notfall sogar aufstocken, zurückgreifen.
Die eigentliche Arbeit der Gesamtleiterin der Ilsfelder kommunalen Kindertageseinrichtungen ist eher in der Verwaltung angesiedelt. Im Rathaus hat die Fachwirtin für Organisation und Führung im Sozialwesen, die ihr Studium der Sozialpädagogik und Sozialen Arbeit mit einem Diplom abgeschlossen hat, ihr Büro. Sie sieht sich als Vermittlerin zwischen den Erzieherinnen und der Verwaltung. Sie bringt deren Bedürfnisse und Wünsche, auch von Neuanschaffungen für die einzelnen Einrichtungen, in Absprache mit dem Kämmerer, in den Haushaltsplan ein. Wie viel Plätze wo noch vorhanden sind oder gebraucht werden, das hat Schäfer-Kern alles im Blick. Nach den Geburtenzahlen erstellt sie Bedarfspläne. Sie kennt die Vorschriften für den Platzbedarf und den Personalschlüssel, befasst sich mit allen Neuerungen. „Dabei darf die Pädagogik nie aus dem Blick verloren werden", betont sie.
Für Eltern sei manches schwierig nachzuvollziehen. Weil es keine Notfallplätze gibt, kann nicht jedem Wunsch nach einem Platz in einer bestimmten Einrichtung, entsprochen werden. Um die gesetzlichen Vorgaben erfüllen zu können, bis 2013 allen Kindern ab einem Jahr einen Betreuungsplatz anzubieten, muss die Kommune noch 55 Plätze schaffen. „Für 35 Jungen und Mädchen haben wir bereits einen", erklärt die frühere Leiterin eines evangelischen Kindergartens. Eine große Aufgabe war in den letzten Jahren die Umsetzung des neuen Orientierungsplans. „Das war ein großer Berg", findet die 48-Jährige. Ganz wichtig ist der Frau, die gerne was anpackt, die Erzieherinnen bei allen Neuerungen mit auf den Weg zu nehmen. „Viele Gespräche und Einfühlungsvermögen sind dafür notwendig", so Schäfer-Kern.
Die Kooperation mit den Schulen sollte intensiviert, über jedes Kind immer wieder Beobachtungen festgehalten werden. „Das ist eine Chance, mit dem positiven Blick die Stärken der Kinder zu sehen", verdeutlicht die Jazztanz begeisterte Frau. Sie bietet den Erzieherinnen regelmäßig Fortbildungen und Austauschrunden an, hat für sie und die Eltern immer ein offenes Ohr. Dass es nicht immer leicht ist, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, kennt die Familienfrau aus Eppingen aus eigner Erfahrung.
Mit weiteren Gesamtleitungen ist Schäfer-Kern im Landkreis vernetzt. Gemeinsam organisieren sie Fortbildungen. „Es gilt auch, die Arbeit landkreisweit voranzubringen", betont Schäfer-Kern. Als nächstes möchte sie für alle Ilsfelder Einrichtungen Qualitätsstandards erarbeiten. Seit 2006 ist die Gesamtleiterin bei der Gemeinde Ilsfeld beschäftigt, für die ersten zwei Jahre nur zu 50 Prozent. Die andere Hälfte arbeitete sie in der Evangelischen Fachberatungsstelle für Kindertageseinrichtungen im Kirchenbezirk Heilbronn. Weil die Arbeit mit einer weiteren Tageseinrichtung und der Schaffung eines zweiten Hortes immer mehr geworden ist, arbeitet Ute Schäfer-Kern seit 2008 mit 85 Prozent nur noch für die Gemeinde Ilsfeld.
Unter ihren Kollegen im Rathaus fühlt sie sich sehr wohl.             Ute Knödler


   
         
 
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