Volksbund
Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. |
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Aufruf zur Haus- und Straßensammlung 2006
vom 1.-19. November
Auch in diesem Jahr bittet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge um Ihre Unterstützung. Noch heute sind zahlreiche Schicksale ungeklärt. Unsere humanitäre Organisation hat sich das Ziel gesetzt, den Opfern von Krieg und Gewalt dauerhafte Ruhestätten zu errichten. Die Haus- u. Straßensammlung ist die einzige Möglichkeit, finanzielle Mittel für die weltweite Arbeit an den 2 Mill. Soldatengräbern zu bekommen. Geld wird auch dringend benötigt für die aktuell notwendigen Arbeiten im Osten, da der Spendeneingang stark zurückgeht.
Nach langwierigen Verhandlungen mit örtlichen Behörden ist es gelungen, die Genehmigung für Umbettungen auf dem großen Soldatenfriedhof Gatschina, 40 km südwestl. des ehem. Leningrad zu bekommen. Gatschina ist einer von vier bestehenden Lazarettfriedhöfen. Die deutsche Wehrmacht hat diese angelegt und 3.500 Kriegstote dort bestattet, das Gelände ist heute zum Teil überbaut und mehrfach von Grabräubern heimgesucht worden. Im Raum Hinterpommern, Schlesien und Dünaburg (Daugavpil/ Lettland) stehen ebenfalls Umbettungen an. Die Zubettungen auf dem Sammelfriedhof in Rshew/Russland können nach fast vierjährigem Stillstand (Verbot des Gouverneurs, Kriegstote dort zu bestatten) endlich weitergehen. Auf dem deutschen Soldatenfriedhof Rossoschka bei Wolgograd werden im September die Steinquader mit den Namen der Vermissten von Stalingrad aufgestellt.
Kriegsgräber sind Mahnmale für den Frieden, gegen Gleichgültigkeit und Vergessen.
Als einzige Kriegsgräberorganisation der Welt betreibt der Volksbund seit 1953 aktive Jugendarbeit. Sechzig Jugendbegegnungen mit etwa 2.000 jungen Menschen aus vielen Nationen fanden dieses Jahr innerhalb Europas statt. Eine internationale Jugendbegegnung wurde im Sommer auf dem Hauptfriedhof in Göppingen durchgeführt. Das Engagement für Völkerverständigung ist ein wichtiges Betätigungsfeld der deutschen Kriegsgräberfürsorge. So werden Soldatenfriedhöfe als Mahn- u. Erinnerungsstätten zu Ausgangspunkten für Verständigung, Freundschaft und Frieden.
In der Gemeinde kontten in diesem Jahr keine freiwilligen Helfer für die Kriegsgräbersammlung 2006 gefunden werden. Deshalb wurde dem heutigen Mitteilungsblatt ein Überweisungsformular beigelegt, das gleichzeitig eine Spendenberscheinigung für das Finanzamt darstellt. Der Volksbund und die Gemeinde bitten alle Bürgerinnen und Bürger, die Arbeit der deutschen Kriegsgräberfürsorge mit einer angemessenen Spende zu unterstützen
(Konto 2626 664 bei der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, BLZ 600 501 01).
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Bezirksverband Nordwürttemberg, Stuttgart
PS: Die Sammlung wurde genehmigt mit Bescheid RP TÜB. vom 24.11.2005, Nr. 23-24/1114.1-11/06