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Bürgerversammlung in Ilsfeld
         
   

Die Gemeinde Ilsfeld im Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern

– Rückblick auf die Bürgerversammlung

Rund 130 Besucher waren der Einladung von Gemeinderat und Bürgermeister gefolgt und fanden sich am spätsommerlichen Abend des 29. Septembers 2011 in der Ilsfelder Gemeindehalle zur diesjährigen Bürgerversammlung ein.

Auf der Tagesordnung standen neben einem Blick zurück, verschiedene, in die nähere und fernere Zukunft gerichtete Themen mit großer Bedeutung für Ilsfelds Bürgerinnen und Bürger.
Ein Thema, das die Ilsfelder seit Jahren bewegt und auch weiterhin an oberer Stelle der Agenda stehen wird, ist die Ortsumfahrung Ilsfeld. Nach Beginn des Planfeststellungsverfahrens im März dieses Jahres, werden derzeit vom zuständigen Regierungspräsidium Stuttgart die eingegangenen Anregungen und vorgebrachten Bedenken geprüft. Mit der in einem Planfeststellungsverfahren verpflichtend durchzuführenden Erörterungsverhandlung kann, so Bürgermeister Thomas Knödler, nicht vor der Jahreswende 2012 gerechnet werden. Unabhängig von der durch das Land Baden-Württemberg zu bewältigenden Finanzierung, kann frühestens im Sommer 2012 mit dem Planfeststellungsbeschluss gerechnet werden.


Ortsumfahrung Ilsfeld

Ebenfalls von hoher Bedeutung für Ilsfeld und vor allem für die Bevölkerung von Wüstenhausen ist die Ortsumfahrung Wüstenhausen. Kaufvertragsentwürfe liegen den tangierten Grundstückseigentümern derzeit zur Unterzeichnung vor.

Ortstumfahrung Wüstenhausen

Zum dritten Thema des Abends „Erlebnis Schozach“ informierte Manuela Eichendorff, Büro König und Partner, Stuttgart, die Ilsfelder erneut über die Planungen. Sie führt aus, dass das Ziel dieses Projektes das Erreichen eines naturnahen Zustandes der Schozach sei. Bedenken, dass mit den geplanten Veränderungen an der Schozach der Hochwasserschutz keine Berücksichtigung mehr fände, konnten sowohl der Bürgermeister als auch Manuela Eichendorff zerstreuen. Renaturierungen dienen immer auch dem Hochwasserschutz, so Bürgermeister Thomas Knödler.



Bürgermeister Thomas Knödler dankt an dieser Stelle allen Grundstückseigentümern für ihre Bereitschaft, ihre Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Durch die damit möglich gemachte Neugestaltung der Gewässerrandzonen und der Schaffung von naturnahen Plätzen und Erholungsbereichen könne ganz Ilsfeld gewinnen.

Renaturierung Schozach

Eine erneute Information über die Ergebnisse der in Kürze durchzuführenden hydraulischen Prüfungen und wasserrechtlichen Verfahren stellt Bürgermeister Thomas Knödler in Aussicht.

Im Anschluss wurde die Ortsmitte Ilsfelds thematisiert. Bevölkerung, Gemeinderat und Gemeindeverwaltung diskutieren derzeit Anregungen, Wünsche und Vorstellungen zur weiteren Gestaltung der Ortsmitte. So sind Freiflächen im westlichen Eingangsbereich von Ilsfeld (von Lauffen kommend) verfügbar. Beim Blick in die Zukunft fallen die Stichworte städtebauliches Konzept, medizinische Versorgung, Natursteinmauern, Parkraum und Geschäftszentrum. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Ilsfelder und der Gemeinderat in den nächsten Monaten zur weiteren Gestaltung der Ortmitte positionieren.

Mit der Ganztagesschule und dem damit verbundenen Bau einer Mensa stand ein weiteres Großprojekt auf der Tagesordnung.


Plan der Mensa

Wolfgang Reinhardt, Architekturbüro Kuon + Reinhardt, Nordheim, bereits für den Umbau der Gemeindehalle verantwortlich, informierte die Bürgerinnen und Bürger über die Gestaltung der neuen Mensa. „Mit dem Bau der Mensa können wir dem hohen Anspruch an unser Schulzentrum auch künftig gerecht werden, so Bürgermeister Thomas Knödler. Aufgrund der im Zuschussbescheid des Landes Baden-Württemberg formulierten Bedingungen müsse noch in 2011 mit dem Bau begonnen werden.

Als letzter Sachverständiger tritt Wolfgang Schuler, IBS Energie- und Gebäudetechnik Bietigheim, zum Thema Nahwärmekonzeption vor die interessierten Gäste. Er stellt die im Gemeinderat bereits diskutierte Idee für eine mögliche Nahwärmeversorgung durch die Nutzung von Abwasserwärme vor. So könne auf dem Hof der Kläranlage eine Abwasserwärmepumpe mittels Wärmeleitung über die Feldwege das Schulgebäude und darüber hinaus weitere gemeindliche und kirchliche Gebäude beheizen. Die Investitionskosten für ein derartiges Vorhaben lägen bei knapp 920.000 € inkl. möglicher Förderung.


Übersicht der öffentlichen Gebäude“

Sollte es sich zeigen, dass sich auch bei der Konkretisierung der Planung keine unüberwindbaren Hindernisse auftun, so wäre im weiteren Verfahren auch zu diskutieren, in welcher Form und von wem ein solche Nahwärmenetz betrieben wird. Dieses könnte durch die Gemeinde Ilsfeld in Kooperation mit dem Zweckverband Gruppenkläranlage Schozachtal geschehen, wie auch durch eine Energiegenossenschaft oder durch das Hinzuziehen privater Projektgegner. Das hohe Maß an Interesse an diesem Projekt wurde auch durch die vielen Nachfragen aus der Bürgerschaft deutlich, wird es bei Realisierung doch immerhin möglich sein den Anteil an regenerativen Energien für die öffentlichen Gebäude (Wärmeleistung) im Ortskern auf ca. 84 % zu erhöhen. Darüber hinaus besteht die Option mehrere Hundert Häuser entlang der Wärmeleitung an das Nahwärmenetz anzuschließen (insges. bis zu ca. 9.000.000 Kw/a - Wärme)

Bürgermeister Thomas Knödler: „Es lässt sich heute nicht sagen, wann und in welcher Form eine Umsetzung dieser Idee erfolgt. Ein Handlungsdruck besteht derzeit nicht.“ Die Idee biete aber viele Möglichkeiten für Kooperationen zwischen Gemeinde, Kirche und Privat.

Zum Abschluss des offiziellen Teils der Bürgerversammlung streifte der Bürgermeister diverse weitere Themen:

„Friedhof“: Die Eingangsportale am alten Friedhof werden erneuert. Daneben steht die Renovierung der an der Ostseite liegenden, denkmalgeschützten Mauer an.

„Kelter“: Das Dach der Kelter erhält auf der nicht einsehbaren Südseite eine Photovoltaik-Anlage. Sofern der Haushalt im Jahr 2012 125.000 € erübrigen kann, werden eine Cateringküche und sanitäre Anlagen eingebaut.

„Freibad“: Das Freibad hat sich seit seiner Öffnung nach der Renovierung wieder großer Beliebtheit erfreut, so Bürgermeister Thomas Knödler. Er stellt in Aussicht, während der Winterpause die Anregungen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger soweit als möglich umzusetzen.

Mit dieser „Tour de Raison“ ging Ilsfelds Bürgerversammlung zu Ende, nicht ohne die Einladung zum anschließenden Meinungsaustausch sowie das Angebot von Bürgermeister und Mitgliedern des Gemeinderates, für weitere Fragen und Anregungen gerne zur Verfügung zu stehen.
Der Gemeindeverwaltung ist es ein wichtiges Anliegen, mit den Bürgerinnen und Bürgern im Dialog zu bleiben. Die Kommunalhocketsen im Abstetterhof und in Wüstenhausen boten weitere Möglichkeiten. Selbstverständlich finden die Ilsfelder auch im Rathaus offene Türen für ihre Anliegen.
 
   
   

 

   
         
 
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