Logo Ilsfeld
HOME LEBEN + WOHNENAKTUELLESDetails
Startseite
Aktuelles
Portrait
Rathaus
Wirtschaft
Soziale Einrichtungen
Gesundheit
Notdienste
Gas - Wasser - Strom
Müll - Recycling
Baugebiete - Bauplätze
Steuern, Gebühren, Abgaben
Kultur und Bildung
Freizeit und Tourismus
Jugend und Familie
Vereine und Kirchen
Veranstaltungen
Sitemap
Kontakt
 

       
Ilsfelder Holzmarkt und Kirchweih
         
   

26. bis 29. August 2011
Ilsfelder Holzmarkt und Kirchweih


Wie jedes Jahr seit 1521, stand das letzte Augustwochenende auch im Jahr 2011 ganz im Zeichen des Holzmarktes. Alljährlich an Bartholomäi reisen Waldbauern aus dem Schwäbischen Wald, den Löwensteiner und Mainhardter Bergen nach Ilsfeld, um ihre Holzwaren feil zu bieten.

Angereist aus dem Kreis Ravensburg ist darüber hinaus die erste baden- württembergische Waldkönigin Anne Reischmann, die bereits auf dem Holzmarkt 2009 den Holzfällerwettbewerb moderierte. Sie übernimmt damit die Vertretung der amtierenden zweiten Waldkönigin Anja Eberhardt, die am Holzmarktwochende kurzfristig verhindert war.

Die Gemeinde Ilsfeld und das Forstamt Heilbronn freuen sich ganz besonders, dass die Waldkönigin hier in Ilsfeld als sympathische Imageträgerin für alle im Wald Beschäftigten auftritt und als Identifikationsfigur für den Wald in Baden-Württemberg wirkt. An dieser Stelle daher ein herzlicher Dank an Anne Reischmann.



Bürgermeister Thomas Knödler dankt persönlich und im Namen der Gemeinde Ilsfeld daneben allen Beteiligten und Helfern, die diese schönen, wieder unvergesslichen Holzmarkt- und Kirchweihtage mit ihrer Unterstützung und Hilfe ermöglicht haben, insbesondere allen Holzbauern und Marktbeschickern, allen Anliegern des Marktgeländes und der Festgemeinschaft Rad- und Kraftfahrerverein (RKV) und der Familie Mössner, die in diesem Jahr für Kulinaria gesorgt haben.

Ein besonderer Dank geht auch an das Forstamt Heilbronn sowie die Ausbildungsstätte der Forstwirte „Stollenhof“ bei Wüstenrot.
Und abschließend der Dank auch an all denjenigen, die ihren Holzbedarf (wieder) auf dem Ilsfelder Holzmarkt gedeckt haben, verbunden mit der Bitte, dies auch im kommenden Jahr wieder zu tun.

Freitag, 26. August 2011 –
Eröffnung des Ilsfelder Holzmarktes


Die Begrüßung der Gäste, die sich vom starken Wind nicht von einem Besuch der Holzmarkteröffnung abhalten ließen, erfolgte durch den Vorsitzenden des RKV Ilsfeld, Günter Guttknecht sowie Norbert Mössner.
Bürgermeister Thomas Knödler schloss sich den Worten an und gab den Gästen den Rat, bald zu Bett zu gehen, um am Holzmarktsamstag frühzeitig auf dem Holz- und Krämermarkt einkaufen zu können. „Noch besser ist es aber, Sie bleiben heute da!“ fügte er lächelnd hinzu.

Adrett mit grünen Schürzen bekleidet, passend zu Ilsfelds grüner Wappenfarbe, schritten Bürgermeister Thomas Knödler und Waldkönigin Anne Reischmann zur Tat. Nach drei Hammerschlägen, waren es die zarten Hände der Waldkönigin, die für fließendes Freibier sorgten. Diese Hände beherrschen darüber hinaus den gekonnten Umgang mit der Motorsäge.

Die Schlange junger und alter durstiger Kehlen schien kein Ende zu nehmen. Schnell war das 30 Liter Fass leer. Dass es sich bei dem Fass tatsächlich um ein 30 Liter-Fass handelte, war von Jürgen Rothfuß, bei der Firma Diestelhäuser verantwortlich für Logistik und Festplätze, zu erfahren.



Für die musikalische Unterhaltung sorgten Johanna und die Guggenbach Buam aus dem Odenwald.

Samstag, 27. August 2011

Geschichtlich belegen lässt sich der Beginn des Ilsfelder Holzmarktes im Jahre 1521. Es wird von verschiedenen Seiten gemutmaßt, dass der Ilsfelder Holzmarkt bereits vorher stattgefunden hat. Und alljährlich wird durch den berittenen Holzmarkt-Herold Werner Ebert, die Proklamation verlesen. Das Einreiten der Bartholomäusreiter, begleitet von den hübsch uniformierten Mannen der Marktwache und musikalisch
vom Musikverein Ilsfeld umrahmt, ist jedes Jahr auf’s Neue
ein Publikumsmagnet.

Eine Sache, die den meisten Besuchern des Holzmarktes verborgen, für einige der Holzmarktteilnehmer aber von Bedeutung ist, ist die Einladung von Else Krauß zum sog. „Kirwe-Kuchen“ in die Marktstraße. Gerade bei den herbstlichen Temperaturen freuten sich ausgefrorene Herren von Marktwache und MVI über Kaffee und Kuchen. Else Krauß: „Ich hoffe, dass ich noch lange in der Lage bin, für den „Kirwe-Kaffee“ Kuchen zu backen. Das gehört für mich zum Holzmarkt einfach dazu„. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Else Krauß.

Der Tag unseres Bürgermeisters, der Waldkönigin Anne Reischmann und Forstdirektor Karl-Heinz Lieber begann früh, liefen die Genannten doch bereits um 7.00 Uhr über das Holzmarktgelände und sprachen mit den Holzbauern.

Wesentlich früher am Morgen dürften aber eben diese Holzbauern, Marktbeschicker, Ausrichter des Walderlebnistages sowie die Organisatoren von Festgemeinschaft, Rathaus und Sonstige auf den Beinen gewesen sein.

Einer der Frühaufsteher ist Dieter Wieland aus Mainhardt-Hütten gewesen, der schon häufig in Ilsfeld war. Er bewirtschaftet, so Forstdirektor Karl-Heinz Lieber, einen der schönsten Wälder der Gegend. Die Attraktivität des Waldes von Dieter Wieland lässt sich historisch erklären: Im 2. Weltkrieg weigerte sich ein Forstdirektor namens Karl Dannecker, der NSDAP beizutreten. Er schied daraufhin aus der Staatsforstverwaltung aus. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich in dieser Zeit durch die Beratung von Waldbesitzern. Viele Monate hat Karl Dannecker Familie Wieland bei der Bewirtschaftung ihres Waldes unterstützt und im Sinne eines naturgemäßen Waldbaus beraten – mit heute noch sicht- und erlebbaren positiven Folgen.

Der Verkauf seiner Holzwaren hat auch für den 1947 geborenen Karl-Fritz Häußer aus Schwäbisch Hall Tradition. Er kommt seit 1955 nach Ilsfeld zum Holzmarkt, kennt den Holzmarkt also bereits seit Kindesbeinen. So wird der abgebildete Junge in 15 Jahren vielleicht auch zu den Verkäufern des Ilsfelder Holzmarktes gehören.

Während zu früher Morgenstunde auf der Wiese die Holzverkäufe von statten gingen, bauten die Marktbeschicker rund um die Marktstraße ihre Stände auf: So konnten am Vormittag T-Shirts, Käse, Schürzen, Tees und Kräuter, Tiernahrung, Putzmittel, Küchenutensilien und vieles mehr erstanden werden.
Auf dem Markt sind einige Stammbeschicker zu finden, wie beispielsweise Firma Haller aus Bisingen, die seit 25 Jahren nach Ilsfeld kommt und hier Lederartikel, Haushalts- und Kurzwaren anbietet.
Auch Neulinge sind dabei, wie Petra Schönemann aus Blaufelden mit der „Wollust“. Petra Schönemann freut sich: „Ich hatte mich schon ein paar Mal um einen Standplatz hier in Ilsfeld beworben, dieses Jahr hat es geklappt

.“ Bruno Pelaic, der in erster Linie Wochenmärkte mit seinen Käseköstlichkeiten beliefert, ist das dritte Jahr in Ilsfeld. Sein Vorname hat zum lustigen Firmenlogo des „Käsbär“ geführt.

Was Bürgermeister Thomas Knödler und die Gemeindeverwaltung besonders freut, war die häufig von Marktbeschickern zu hörende Aussage, dass alle Verantwortlichen und betroffenen bzw. beteiligten Bürger sehr aufgeschlossen und hilfsbereit und absolut unbürokratisch agiert haben. Dieses Lob geben wir gerne weiter.
Der Holzmarkt 2011 unterschied sich in einer Sache von den Märkten der Jahre zuvor. Aufgrund des Internationalen Jahres der Wälder 2011 haben der Landkreis Heilbronn und die Gemeinde Ilsfeld einen „Walderlebnistag“ vorbereitet. Die Besucher konnten sich über die historische Waldarbeit im Vergleich zu heutigen Waldbewirtschaftung informieren. Kinder durften Baumsalben oder Schnuppersäckchen herstellen, ein Baum-Herbatorium, wie das abgebildete Eiche- Herbatorium, begutachten oder Tierfelle erraten, um nur wenige Aktionen zu nennen.

Am Abend des zwar verregneten, aber dennoch erlebnisreichen Holzmarktsamstages spielten die Colorados aus Bietigheim kernigen Rock.

Sonntag, 28. August 2011

Wer noch rechtzeitig ins Bett gefunden hatte, konnte am Sonntag den Ökumenischen Gottesdienst im Festzelt besuchen.

Und um 14 Uhr begann dann der von vielen heiß ersehnte zweite kreisweite Holzfällerwettbewerb. In fünf Durchgängen zeigten jeweils drei Konkurrenten ihr Können in den Disziplinen Schwachholzfällung, Entasten und Meterholz sägen, spalten und aufsetzen.
Charmant moderiert von Waldkönigin Anne Reischmann und Markus Wick, Ausbilder am Forstlichen Bildungszentrum Königsbronn, mehrfacher baden-württembergischer Meister der Waldarbeitsmeisterschaften und Teamchef des Nationalteams der Waldarbeiter, vergingen die eineinhalb Stunden des Wettkampfes wie im Flug.

Die angetretenen Forstwirte konnten unterschiedlicher nicht sein. So trat zum Beispiel ein Auszubildender gegen seinen Ausbilder an. Der jüngste Teilnehmer mit 18 Jahren maß sich mit einem gestandenen Waldarbeiter von 44 Jahren. Und so schwangen große, eher schlanke, kräftige, muskulöse oder zähe Männer die Axt und hantierten mit der Motorsäge. Eines scheint die Forstwirte zu einen: die Lieblingstätigkeit fast aller angetretenen Wettkämpfer ist die Holzernte.

Für die Einhaltung der internationalen Wettkampfrichtlinien sorgte ein Team von SchiedsrichterInnen, die ihre Funktion sehr ernst nahmen. So achteten die Damen und Herren beispielsweise darauf, dass beim Entasten keine Astreste am Stamm verblieben, das Aufsetzen des Meterholzes korrekt erfolgte oder vermaßen bei der Baumfällung den Baumstumpf.

Und wie schon beim ersten kreisweiten Holzfällerwettbewerb 2009 begleitete das Publikum die Baumfälldisziplin mit einem lauten „Baum fällt“ und jubelte jedem Wettkampfteilnehmer lauthals zu.
Selbsterklärend, dass die Rufe der Zuschauer ins Unermessliche gingen, als Magnus Müller und Thomas Löffelhardt, beide bei der Gemeinde Ilsfeld beschäftigt, auftraten.
Magnus Müller hat sich einen guten 11. Platz erkämpft. Und ganz besonders freut es alle Ilsfelder, dass Thomas Löffelhardt, den mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 € dotierten ersten Platz erreichen konnte. Auf die Frage des Bürgermeisters, was er denn mit dem Geld anschaffen werde, antwortete er: „mal sehen“. Den zweiten Platz belegte Jörg Strack, der Älteste der Teilnehmer, gefolgt von Thomas Elsässer, beide vom Revier Lampoldshausen.

Es ist zu mutmaßen, dass sich alle Teilnehmer bei der Siegerehrung neben den erhaltenen Preisen freuten, von der 25jährigen, hübschen Waldkönigin geküsst zu werden. Herzlichen Glückwunsch nochmals allen Teilnehmern. Mit Spannung wird der nächste Holzfällerwettkampf im Jahr 2013 erwartet.
Wessen Interesse an den Waldarbeitsmeisterschaften geweckt wurde, findet unter www.waldarbeitsmeisterschaften-bw.de weitergehende Informationen oder kann im September 2011 die Landesmeisterschaft in Königsbronn bzw. in 2012 die in Weißrussland stattfindende Weltmeisterschaft besuchen.

Die Siegerehrung im Festzelt nutzte Bürgermeister Thomas Knödler dazu, Sven Fortwingel für „5 Jahre Ilsfelder Marktwache“ zu ehren und Revierförster Gerhard Rau für 25 Jahre „Holzmarkt“ zu danken.

Unmittelbar an die Siegerehrung konnten alle Wettkampfteilnehmer und Besucher des Holzmarktes einen vergnüglichen Abend mit den Einblicke unter: www.ilsfeld.de „Steinsberger“ erleben.

Montag, 29. August 2011

Aber mit dem Sonntag soll wie in jedem Jahr der Holzmarkt nicht sein Ende finden. Ab 12 Uhr wurde zum Mittagstisch geladen.
Im Anschluss moderierte Dieter Schedy das Nachmittagsprogramm, an dem das „Luschtige Kleeblatt“, die SCI United Artists, die Kunstradgruppe des RKV, die Karategruppe sowie die Mädchen der Turnfördergruppe auftraten.
Zum traditionellen Holzmarkt-Kehraus ließen „80s Alive“ die Achtziger wieder aufleben.

So bleibt uns nun die Erinnerung an einen traumhaft schönen Holzmarkt, spannende Wettkämpfe und leuchtende Kinderaugen bei den Aktionen des Walderlebnistages. Wir freuen uns auf den Holzmarkt 2012, an dem das 150jährige Jubiläum der Ilsfelder Feuerwehr gefeiert wird.

   
         
         
Gemeinde Ilsfeld • Rathausstraße 8 • 74360 Ilsfeld • Telefon (0 70 62) 90 42-0 • Fax (0 70 62) 90 42-19 • e-Mail gemeinde@ilsfeld.de