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Planfeststellungsverfahren und weitere Informationen zu Detailpunkten
In seiner Sitzung am 10. Mai 2011 hat der Gemeinderat im Rahmen der Anhörung der Träger öffentlicher Belange im Planfeststellungsverfahren zur Umfahrung von Ilsfeld folgende Stellungnahme beschlossen, welche dem Regierungspräsidium Stuttgart als Planfeststellungsbehörde zugeleitet wurde:
• „Die Gemeinde Ilsfeld begrüßt die Planung und Herstellung der Umgehungsstrasse, stellt sie doch den zentralen Baustein zur Erreichung von mehr Lebensqualität für die Ilsfelder Bürger dar.
• Nicht zuletzt werden durch den Bau der Straße auch die gesetzlich gesteckten Ziele des Landes im Hinblick auf Luftreinhaltung und Feinstaubwerte erreicht.
• Trotzdem bittet die Gemeinde Ilsfeld im Zuge der weiteren Planung darauf zu achten, die Straßenbauwerke, inklusive der Knotenpunkte so natur- und landschaftsverträglich wie möglich zu gestalten, auch im Sinne eines möglichst geringen Flächenverbrauchs.
• Wir bitten weiterhin, die Maßnahme aus den oben genannten Gründen so zeitnah wie möglich umzusetzen und die entsprechenden Mittel hierfür bereitzustellen.“
• Wir fordern das Land Baden-Württemberg auf, der gesetzlichen Rahmenbedingungen entsprechend, zukünftig Gemeinden mit Umweltzonen Priorität bei dem Thema Umgehungsstraße einzuräumen.
Unabhängig von dieser Stellungnahme sei aber an dieser Stelle nochmals explizit auf vier Punkte hingewiesen, auf die von Seiten der Bevölkerung in verschiedenen Stellungnahmen immer wieder aufmerksam gemacht wurde.
Es gibt keine vollverkehrstaugliche Anbindung des Hausener Weges: Es wurden Sorgen geäußert, dass das Verkehrsaufkommen im Hausener Weg durch einen Ausbau und eine Anbindung an die Umfahrung enorm ansteigen wird. Für den Hausener Weg ist kein Ausbau vorgesehen, auch erfolgt in diesem Bereich keine Anbindung an die Umfahrung von Ilsfeld. Es gibt lediglich in der Fortsetzung ein Brückenbauwerk zur gefahrlosen Überquerung der Umfahrung für den landwirtschaftlichen Verkehr.
Es gibt keine vollverkehrstaugliche Anbindung der Bildstraße: Es wurden Sorgen dahingehend geäußert, dass das Verkehrsaufkommen in der Bildstraße durch einen Ausbau im nördlichen Bereich und durch eine Anbindung an die Umfahrung enorm ansteigen könnte. Auch für die Bildstraße ist kein Ausbau vorgesehen (auch nicht für den heute von Landwirtschaft genutzten Teilabschnitt), auch erfolgt in diesem Bereich keine Anbindung an die Umfahrung von Ilsfeld.
Es gibt keine Planungen die Umfahrung nur zum Teil zu realisieren: Es gibt Befürchtungen, dass lediglich der Ostteil der Umfahrung realisiert werden könnte und somit im Bereich der König-Wilhelm Straße (Richtung Flein) eine Zunahme des Verkehrs erfolgen könnte. Eine Realisierung nur des östlichen Teils der Umfahrung macht aus verkehrstechnischen Gründen überhaupt keinen Sinn. Der Gemeinderat hat sich bereits mehrfach ganz klar dahingehend positioniert, dass nur eine Gesamtlösung Sinn macht.
Es gibt umfangreiche lärmschutztechnische Untersuchungen für den Ortskern: Es wurden Befürchtungen geäußert, dass es keine Untersuchungen dahingehend gibt, welche Auswirkungen der neue Trassenverlauf für den Ortskern von Ilsfeld gibt. Die umfangreichen lärmschutztechnischen Untersuchungen sind auf der Internetseite des Regierungspräsidiums abrufbar, solche Berechnungen liegen vor.
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