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Kurzweiliger Neujahrsempfang war sehr gut besucht
Die Sorge, dass der Umzug des Neujahrsempfangs vom Rathausfoyer in die Gemeindehalle der Veranstaltung einen Abbruch tun könnte, war völlig unbegründet. Sehr zahlreich kamen die Ilsfelder Bürger am vergangenen Freitagabend zum Empfang, obwohl wegen der Feiertage dieser nur sehr wenig beworben worden war, wie Bürgermeister Thomas Knödler berichtete.

Mit einem Glas Sekt und einem persönlichen Wunsch für das Neue Jahr wurde jeder Besucher begrüßt. Wie das vergangene Jahr in der Schozachtalgemeinde, stand auch die ansprechende Dekoration, die von vielen Besuchern gelobt wurde, ganz im Zeichen einer Baustelle. Mit Absperrbändern waren Pflanzen umwickelt, Absperrzäune, Bauschilder und Bauwerkzeuge waren kunstvoll arrangiert.


Blutspender, ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder und Sportler wurden geehrt, die neue Broschüre „Die Landwirtschaft im Wandel“ einer künftigen Reihe „Ilsfeld in Vergangenheit und Gegenwart“ des Heimatvereins, vorgestellt. Die vier Weingüter Golter, Hetzel, Sturmfeder und die Weingärtner sowie das Kneipaurant Hasenrupfer bewirteten für einen gemütlichen Ausklang des Empfangs. Die Band Oldtime Jazz Collegium aus Brackenheim umrahmte die Veranstaltung musikalisch und nahm ihre Zuhörer mit in die 1920er Jahre.
Kurzweilig gab Bürgermeister Thomas Knödler in Bildern einen Rückblick über das vergangene Jahr. Neben der Sanierung des Friedhofs in Ilsfeld wurden auch die Schozachtalhalle sowie die Sturmfederhalle im Ortsteil Schozach renoviert. Die Alte Kelter mit Farrenstall erstrahlt in neuem Glanz. Ebenso waren die Baufortschritte der König-Wilhelm-Straße und am Kreisel an der Ortsdurchfahrt dokumentiert. „Die Leidensfähigkeit der Bürger durch Dreck und Lärm sowie die der Gewerbetreibenden, die auch Umsatzeinbußen hinnehmen mussten, ist aufs Äußerste strapaziert worden“, betonte Knödler. Für alles Verständnis danke er. Doch auch im neuen Jahr soll weitergebaut werden. Die Mensa für das Steinbeis-Schulzentrum steht auf dem Programm, ebenso der Neubau der Freibadgebäude mit neuem Kinderbereich. Die Schozach, die zwischen 1949 und 1951 begradigt worden ist, soll renaturiert werden. Der erste Entwurf eines Ilsfeld-Filmes fand weitgehend Gefallen. Er dokumentiert eindrucksvoll die Geschichte der Kommune bis in die Gegenwart. Lediglich, dass die kleineren Ortsteile zu kurz gekommen seien, bemängelten einige Bürger. Für die Broschüre „Die Landwirtschaft im Wandel“ hatte Hermann Conrad seine aufgezeichneten Erinnerungen und das von Vorfahren Überlieferte, von den 1920er Jahren bis in die Gegenwart, zur Verfügung gestellt. „Eine so enorme Entwicklung in einem Menschengedenken hat es noch nie gegeben und wird es auch nicht mehr geben, von der Sense und Sichel zum Groß- mähdrescher, aber auch eine Reduzierung der Betriebe von 160 auf nur noch 16“, schreibt der Landwirt. Die Bilder zu den Texten der Broschüre, die in einer ersten Aufl age von 200 Stück jetzt zu erwerben ist, suchte Hans Conrad aus. „Unser Heimatbuch liegt schon 25 Jahre zurück“, erklärte Walter Conrad, Vorsitzender des Heimatvereins. Der Verein wolle mit der Reihe dieses fortschreiben, gewisse Bereiche vertiefen. Bürgermeister Thomas Knödler dankte Hermann Conrad und überreichte ihm einen Geschenkkorb.

„Unfassbar wie viel Blut ein Mensch abgeben kann!“, bewunder- te Knödler. Er ehrte Günther Plume für 125 Spenden. „Hinterher fühle ich mich immer wohl“, meinte dieser. Seit rund 30 Jahren spendet der 65-Jährige regelmäßig drei bis viermal im Jahr. Mit diesem Dienst will er weitermachen, solange es ihm möglich ist. Genauso wie Hilde Notter, die für 100 Spenden und Roland Mattes, der für 75 Spenden geehrt wurde. „Das sollte jeder machen. Man weiß nie wie schnell man selber Blut braucht“, gab die 64-jährige Ilsfelderin zu bedenken. Mattes, der seit 46 Jahren im DRK aktiv ist, möchte mit gutem Beispiel vorangehen. „Geben ist mir lieber, als benötigen“, meinte der 65-Jährige. Für 50 Blutspenden wurden Siegfried Artus, Helga Hetzel, Angelika Kurtasewicz und Heinz Merkle geehrt. Für 25 Spenden wurden ausgezeichnet Michael Gerhäuser, Ingo Konen, Inge Mössner und Angelika Reschnar. Sie alle erhielten jeweils die Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter Spendenzahl. Die Ehrennadel in Gold erhielten für zehn Blutspenden Sonja Armbruster, Andreas Dreher, Fabian Gemmrig, Florian Hölzl, Anja Oberhauser, Susanne Riedel, Hans-Joachim Stark und Patrick Wimmer.

Knödler lobte das Engagement der Vereine. „Das ist die wichtigste Säule in der Jugendarbeit“, betonte er. Alle Vereine zusammen kämen auf rund 16000 Mitglieder. „Wir haben ein riesengroßes, ehrenamtliches Engagement“, lobte der Gemeindechef. Der Gemeindechef und seine Stellvertreter Katharina Seher und Steffen Brod zeichneten Werner Bauer für 15 Jahre Abteilungsleiter beim Rad- und Kraftfahrverein (RKV) mit der Bronzemedaille aus. Für 15 Jahre Vorsitz beim Musikverein Ilsfeld erhielt Ellen Bauer die Silbermedaille. Beide hätten sich auch um den Holzmarkt verdient gemacht. Gold erhielten vom RKV Rainer Noller und Uwe Walz. Vom SSV Auenstein erhielten die Teilnehmerinnen der Tanzgruppe Enera Susanne Breuer, Karina Caco`n, Karin Deiß, Stephanie Gruber, Yvonne Ising, Erika Matkovics, Daniela Nägele, Elke Richter und Sonja Zintz eine Silbermedaille. Von der Turnabteilung des SSV bekamen Nico Delzemich, Luisa Holzer, Svenja Schettler und Aline Stolle Bronze und Stefan Payer Gold. Folgende Turner des SC Ilsfeld wurde die Bronzemedaille überreicht: Madeleine Armbruster, Pirmin Philipps, Dennis Fichtner, Robin Fichtner, Daniela Lutz, Mario Dittmann und Alexander Schiele. Für die Abteilung Judo des SCI wurde Tatjana Weber mit Bronze ausgezeichnet. Bronze erhielten ebenso Ann-Kathrin Lindner, Larissa Obenland, Kim Debold und Franz Semmler vom Reiterverein, Peter Payer von den Badener Greifs mit der Sportart American Football, sowie Tina Schnabel, Lena Maier, Mirco Gutknecht und Emily Heering vom RKV.

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