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Umgehungsstraße Ilsfeld
         
   
Umgehungsstraße Ilsfeld

Zahlen, Daten, Fakten, aktueller Verfahrensstand, was sind die nächsten Schritte

Am 07. Juni 2009 finden die Gemeinderatswahlen statt, in diesem Zusammenhang bieten die Gemeinderatskandidaten in allen Ortsteilen die Möglichkeit zum Austausch und zum persönlichen Gespräch. Hierbei wird sicherlich die zeitnahe Realisierung der Ortsumfahrung von Ilsfeld von zentralem Interesse sein. Daher möchten wir Sie heute gemeinsam über den aktuellen Stand informieren.
   
         
    Tägliche Verkehrsbelastung Ortsdurchfahrt Ilsfeld (OD):    
         
   
• OD Ilsfeld: 
zwischen 16.000 und 19.000 Fahrzeuge
• aus Lauffen kommend:   
ca. 9.000 Fahrzeuge
•   aus Flein kommend:   
ca. 3.600 Fahrzeuge
• aus Schozach/Talheim kommend:
ca. 2.710 Fahrzeuge
• aus Großbottwar /Pfahlhof: 
ca. 2.200 Fahrzeuge
• aus der Steinbeisstraße:   
ca. 1.955 Fahrzeuge
• aus der Robert - Mayer - Straße:
ca. 5.500 Fahrzeuge
• aus der Porschestraße: 
ca. 2.125 Fahrzeuge

• aus der Vorstadtstraße und anderen nördlich einfädelnden Straßen:

ca. 6.000 Fahrzeuge
•  Letzte Zählung: Juli 2007  
• Schwerlastanteil: im Mittel ca. 9 % !!!  
   
         
   
Diese Verkehrsdichte macht nochmals die Verantwortung des Landes Baden- Württemberg als Straßenbaulastträger gegenüber der Ilsfelder Bevölkerung deutlich, derer es sich nicht entziehen kann. Flankierend und unterstützend sind die rechtlichen Rahmenbedingungen zu werten, die sich aus der vom Land Baden- Württemberg angeordneten Umweltzone und dem Luftreinhalte- und Aktionsplan ergeben.

In den letzten Monaten wurde an dem Planungsprozess von allen Beteiligten intensiv gearbeitet, auch wenn dieses so in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen werden konnte. Zwischenzeitlich konnte das Verkehrsgutachten den neuesten baurechtlichen Anforderungen angepasst sowie die faunistischen Untersuchungen ergänzt werden, um den landschaftspflegerischen Begleitplan zum Abschluss zu bringen. Hierfür war es erforderlich eine volle Vegetationsperiode in den Untersuchungszeitraum einzubinden, was konkret ein Jahr an Planungszeitraum bedeutete.

Nicht verändert hat sich die große Geschlossenheit des Gemeinderates zu diesem Thema. Alle Gemeinderatsfraktionen stehen vorbehaltlos hinter diesem Projekt, auch wenn es in Detailfragen in früheren Jahren hin und wieder konstruktive und kontroverse Meinungen zu Detailfragen gab.

Nachdem die nicht mehr verrückbare Trassenfestlegung (Anlage) jedoch erfolgte, galt es eigene Vorbehalte zu Detailfragen dem „großen Ganzen" unterzuordnen; anderweitig bestand Gefahr aus dem Planungsstadium niemals herauszutreten. Und genau dieses aber muss das Ziel für 2009 / 2010 sein. Wie bereits erwähnt ist diese Geschlossenheit im Gemeinderat gegeben.

Aus diesem Grund hat der Gemeinderat beschlossen eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe einzurichten, in der alle derzeitigen Gemeinderatsfraktionen vertreten sind. Die Einrichtung dieses Gremiums dient dazu die weiteren Verfahrensschritte in enger Abstimmung zwischen Gemeinderat und Verwaltung ohne zeitliche Verzögerungen zu begleiten - hier ist vor allem das in diesem Sommer anstehende Planfeststellungsverfahren zu erwähnen. Dieses Gremium tagte zwischenzeitlich zweimal, weitere Termine werden noch bis Ende Juni erforderlich.

Details zur Umgehungsstraße und deren Verlauf können Sie dem Übersichtsplan entnehmen. Es gilt nochmals festzuhalten, und dieses muss in dieser Eindeutigkeit so zum Ausdruck gebracht werden, dass der Trassenverlauf für die Ortsumfahrung von Ilsfeld unverrückbar feststeht!

Umgehungsstraße Ilsfeld
•   Entlastungswirkung: ca. 55 % (Rest ist Ziel und Quellverkehr)
•   Schwerlastverkehr wird in großem Umfang umgeleitet
•   Länge: ca. 4.070 km
•   Kosten (St. Mai 08)-Bau ca. 11. Mio. Euro

Vor wenigen Wochen konnte der Pressemitteilung von Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und Herrn Staatssekretär Rudolf Köberle entnommen werden, dass die Baureife für die Umfahrung im Jahre 2011 erfolgen soll. Diese Pressemitteilung muss insofern erläutert werden, als hiermit nicht zwingend der Baubeginn zu verstehen ist, sondern dass zu diesem Zeitpunkt alle planungsrechtlichen Verfahrens abschnitte rechtssicher zum Abschluss gebracht sein sollen, um in einem möglichen Rechtsstreit nicht nachbessern zu müssen und damit dann ggf. unnötig Zeit zu verlieren.

Um die Dringlichkeit der Ortsumfahrung nochmals deutlich zu machen, fanden in den vergangenen drei Wochen Gespräche mit dem Staatssekretär im Innenministerium Herrn Rudolf Köberle und Herrn Regierungspräsident Johannes Schmalzl statt.

Beide sicherten die vorbehaltlose Unterstützung des Landes zu, sehen diese die Realisierung der Ortsumfahrung Ilsfeld doch als eine der wichtigsten Straßenbaumaßnahmen im Regierungsbezirk Stuttgart an. Vor diesem Hintergrund erging die Zusicherung, dass das dringend erforderliche Planfeststellungsverfahren bis nach den Sommerferien dieses Jahres eingeleitet wird. Damit wäre die so wichtige und lang aufgeschobene Weichenstellung erfolgt. Der rechtssichere Planfeststellungsbeschluss Ende 2010 / Anfang 2011 soll dann den tatsächlichen Baubeginn nach Sicherstellung der Finanzierung baurechtlich absichern.

Herr Regierungspräsident Johannes Schmalzl sagte zudem zu nach den Sommerferien 2009 nach Ilsfeld zu kommen um im Rahmen einer Bürgerinformation persönlich über den aktuellen Stand und die weitere Zeitschiene zu informieren. Bei dieser Gelegenheit möchte das Regierungspräsidium auch über das Thema Umweltzone informieren.

Der am 07. Juni 2009 neu zu wählende Gemeinderat wird sich also gleich zu Beginn der neuen Legislaturperiode dem wichtigsten kommunalen Thema annehmen können: eine Aufgabe, der er in den vergangenen Jahren stets nachkam, und deren Verantwortung er stets gerecht wurde.

Dies kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass der Gemeinderat der Kostenübernahme von Planungsleistungen zugestimmt hat (Verkehrsgutachten). Ob und in welchem Umfang solche unterstützende Maßnahmen zukünftig erforderlich werden, kann heute nicht abschließend beurteilt werden. Sicher kann sich die Ilsfelder Bevölkerung aber darin sein, dass die hier vor Ort verantwortlichen Vertreter auch zukünftig dort wo es machbar ist, an die Leistungsgrenze dessen gehen was vertretbar ist, um dieser historischen Aufgabe gerecht zu werden.

Letztlich aber bleibt bei all den aktuell vorhandenen positiven Signalen aus Stuttgart festzuhalten, dass selbsteine positive Zeitschiene die bautechnischen und rechtlichen Eckpunkte nicht aushebeln kann. Eine Bauzeit von mindestens zwei Jahre macht zudem deutlich, dass bis zur Realisierung der Ortsumfahrung noch viele Fahrzeuge die König-Wilhelm Straße befahren werden.

Parallel zu den Planungen für die Ortsumfahrung wird aber auch die weitere innerörtliche Entwicklung von Ilsfeld intensiv vorbereitet. Vor wenigen Wochen wurde im Nachrichtenblatt über die Planungen zur Renaturierung der Schozach berichtet.

Gegenstand der letzten Klausurtagung des Gemeinderates war die Umgestaltung der König-Wilhelm-Straße. In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Zoll aus Stuttgart, welcher in Ilsfeld durch den Rathausbau und das „Wohnen auf der Mauer" bekannt wurde konnten erste Planungsideen zwischenzeitlich konkretisiert werden.

Zentrale Punkte dieses Planungskonzeptes sind:
•   die Verbesserung der Parkplatzsituation entlang der König- Wilhelm Straße um den Einzelhandel zu stärken und zukünftig noch auszubauen
•  Verbesserungen für die Fußgänger in der Form, dass ein gefahrloses begehen der Fußwege auch mit einem Kinderwagen und Begegnungsverkehr möglich wird
•  Verbesserung der Aufenthalts- und Lebensqualität durch ein städtebauliches Gesamtkonzept für die Innerortslage von Ilsfeld
•   Berücksichtigung eines Licht- und Grünkonzeptes in der Ortsmitte
•   Das Planungskonzept soll Grundlage sein für eine neuerliche Aufnahme eines Teilbereiches von Ilsfeld im Landessanierungsprogramm um Umgestaltungsmaßnahmen mit bis zu 60 % der anrechenbaren Kosten bezuschusst zu bekommen.
•   Prüfung, ob eine zeitnahe Umsetzung von Teilen des Gesamtkonzeptes möglich ist.

Für die zukünftige Entwicklung von Ilsfeld stehen wichtige Weichenstellungen und Entscheidungen an. Gemeinderat und Verwaltung ist es wichtig auch weiterhin die Bürgerschaft bei diesem Entscheidungsprozess einzubinden und dort wo möglich teilhaben zu lassen. Die beste Gelegenheit hierzu ist eine Bürgerversammlung.

Der Gemeinderat beschließt die Tagesordnung, Ort und Zeitpunkt für eine solche Bürgerversammlung. In Anbetracht der Kommunalwahlen wurde von Seiten des Gemeinderates Abstand davon genommen noch vor den Wahlen eine solche durchzuführen. Aus vielerlei Hinsicht bietet es sich an im Herbst dieses Jahres die verschiedenen Planungsprozesse detailliert vorzustellen, wie auch deren gegenseitige Anknüpfungspunkte und Zeitschienen aufzuzeigen.

Bei einer optimalen gegenseitigen Abstimmung ist es möglich, dass Bürgerschaft und Gemeinderat in Ilsfeld gemeinsam ein Dorfentwicklungskonzept erarbeiten, dass hier vor Ort nicht nur von zentraler Bedeutung für die kommenden Jahrzehnte sein wird, sondern dass durch eine entsprechende Bürgerbeteiligung auch das größtmögliche Maß an Akzeptanz erfährt. Lassen Sie uns gemeinsam an der weiteren Entwicklung von Ilsfeld arbeiten - wir laden Sie dazu recht herzlich ein

Ihre Gemeinderatsfraktionen,
Bürgermeister
und Verwaltung
   
         
         
         
 
Gemeinde Ilsfeld • Rathausstraße 8 • 74360 Ilsfeld • Telefon (0 70 62) 90 42-0 • Fax (0 70 62) 90 42-19 • e-Mail gemeinde@ilsfeld.de