Vor wenigen Wochen konnte der Pressemitteilung von Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und Herrn Staatssekretär Rudolf Köberle entnommen werden, dass die Baureife für die Umfahrung im Jahre 2011 erfolgen soll. Diese Pressemitteilung muss insofern erläutert werden, als hiermit
nicht zwingend der Baubeginn zu verstehen ist, sondern dass zu diesem Zeitpunkt alle planungsrechtlichen Verfahrens abschnitte
zum Abschluss gebracht sein sollen, um in einem möglichen Rechtsstreit nicht nachbessern zu müssen und damit dann ggf. unnötig Zeit zu verlieren.
Dies kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass der Gemeinderat der Kostenübernahme von Planungsleistungen zugestimmt hat (Verkehrsgutachten). Ob und in welchem Umfang solche unterstützende Maßnahmen zukünftig erforderlich werden, kann heute nicht abschließend beurteilt werden. Sicher kann sich die Ilsfelder Bevölkerung aber darin sein, dass die hier vor Ort verantwortlichen Vertreter auch zukünftig dort wo es machbar ist, an die Leistungsgrenze dessen gehen was vertretbar ist, um dieser historischen Aufgabe gerecht zu werden.
Letztlich aber bleibt bei all den aktuell vorhandenen positiven Signalen aus Stuttgart festzuhalten, dass selbsteine positive Zeitschiene die bautechnischen und rechtlichen Eckpunkte nicht aushebeln kann. Eine Bauzeit von mindestens zwei Jahre macht zudem deutlich, dass bis zur Realisierung der Ortsumfahrung noch viele Fahrzeuge die König-Wilhelm Straße befahren werden.
Parallel zu den Planungen für die Ortsumfahrung wird aber auch die weitere innerörtliche Entwicklung von Ilsfeld intensiv vorbereitet. Vor wenigen Wochen wurde im Nachrichtenblatt über die Planungen zur Renaturierung der Schozach berichtet.
Gegenstand der letzten Klausurtagung des Gemeinderates war die Umgestaltung der König-Wilhelm-Straße. In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Zoll aus Stuttgart, welcher in Ilsfeld durch den Rathausbau und das „Wohnen auf der Mauer" bekannt wurde konnten erste Planungsideen zwischenzeitlich konkretisiert werden.
Zentrale Punkte dieses Planungskonzeptes sind:
• die Verbesserung der Parkplatzsituation entlang der König- Wilhelm Straße um den Einzelhandel zu stärken und zukünftig noch auszubauen
• Verbesserungen für die Fußgänger in der Form, dass ein gefahrloses begehen der Fußwege auch mit einem Kinderwagen und Begegnungsverkehr möglich wird
• Verbesserung der Aufenthalts- und Lebensqualität durch ein städtebauliches Gesamtkonzept für die Innerortslage von Ilsfeld
• Berücksichtigung eines Licht- und Grünkonzeptes in der Ortsmitte
• Das Planungskonzept soll Grundlage sein für eine neuerliche Aufnahme eines Teilbereiches von Ilsfeld im Landessanierungsprogramm um Umgestaltungsmaßnahmen mit bis zu 60 % der anrechenbaren Kosten bezuschusst zu bekommen.
• Prüfung, ob eine zeitnahe Umsetzung von Teilen des Gesamtkonzeptes möglich ist.
Für die zukünftige Entwicklung von Ilsfeld stehen wichtige Weichenstellungen und Entscheidungen an. Gemeinderat und Verwaltung ist es wichtig auch weiterhin die Bürgerschaft bei diesem Entscheidungsprozess einzubinden und dort wo möglich teilhaben zu lassen. Die beste Gelegenheit hierzu ist eine Bürgerversammlung.

Der Gemeinderat beschließt die Tagesordnung, Ort und Zeitpunkt für eine solche Bürgerversammlung. In Anbetracht der Kommunalwahlen wurde von Seiten des Gemeinderates Abstand davon genommen noch vor den Wahlen eine solche durchzuführen. Aus vielerlei Hinsicht bietet es sich an im Herbst dieses Jahres die verschiedenen Planungsprozesse detailliert vorzustellen, wie auch deren gegenseitige Anknüpfungspunkte und Zeitschienen aufzuzeigen.
Bei einer optimalen gegenseitigen Abstimmung ist es möglich, dass Bürgerschaft und Gemeinderat in Ilsfeld gemeinsam ein Dorfentwicklungskonzept erarbeiten, dass hier vor Ort nicht nur von zentraler Bedeutung für die kommenden Jahrzehnte sein wird, sondern dass durch eine entsprechende Bürgerbeteiligung auch das größtmögliche Maß an Akzeptanz erfährt. Lassen Sie uns gemeinsam an der weiteren Entwicklung von Ilsfeld arbeiten - wir laden Sie dazu recht herzlich ein
Ihre Gemeinderatsfraktionen,
Bürgermeister
und Verwaltung