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Neujahrsempfang Gemeinde Ilsfeld
   
Beim Neujahrsempfang im Ilsfelder Rathausfoyer gab es eine Auszeichnung ohne Ausgezeichneten


Die Bronzefigur „Ilsfelder Männle" wird seit wenigen Jahren an Persönlichkeiten verliehen, die sich besondere Verdienste um Ilsfeld erworben haben. Auf Wunsch des Ausgezeichneten hat Bürgermeister Thomas Knödler beim Neujahrsempfang den Namen des Geehrten vorerst nicht genannt, für alteingesessene Ilsfelder jedoch war es nicht wirklich ein Geheimnis um wen es sich bei dem Beschriebenen handeln könnte.

„Heute haben wir ein Problem, das nicht lösbar ist, das aber wiederum den Prinzipien der zu ehrenden Person entspricht", kündigte der Schultes vor den rund 400 dicht gedrängten, sitzenden und stehenden Ilsfeldern im Rathausfoyer kryptisch an. Den diesjährigen Empfänger des „Männle", der auch nicht anwesend war, charakterisierte der Rathauschef als einen „außergewöhnlichen Menschen, auf den man stolz sein kann, ihn in der Gemeinde zu haben". Ohne ihn wären viele bedeutende Dinge der Ilsfelder Ortsgeschichte nicht mehr vorhanden, erläuterte Knödler. Besonders am Herzen lägen ihm die Vergangenheit von Kirche und Gemeinde, ebenso das Ortsbild, zu dessen Verschönerung er schon viele Male beigetragen habe. Den Zuhörern blieb dann den Abend über Zeit, über die Identität des neuen „Männle" - Mannes nachzudenken.


Otto Röhrich

„ Das ist mir aber gar nicht recht", und „ da gibt es doch sicherlich viele andere, die das eher verdient haben als ich", eine kleine Auswahl an Zitaten des diesjährigen Preisträges, die eindrucksvoll untermauern, dass es Herrn Otto Röhrich nie darum ging im Mittelpunkt zu stehen, die Sache als solches war ihm stets wichtiger. Letztlich hat er mit seinem Ja dem Wunsch vieler entsprochen, ihn doch auch öffentlich erwähnen zu dürfen und somit seinen Leistungen in den vergangenen Jahren auch entsprechend gerecht werden zu können. In seinem nun 88-jährigen Leben hat Otto Röhrich schon so einiges erlebt. Er war 23 Jahre lang Fronmeister in der Gemeinde, also Leiter des Bauhofes. Außerdem hat er sich in der evangelischen Kirche, nicht zuletzt als Organist, engagiert, ebenso für die Ortsgeschichte und für die Verschönerung des Ortsbildes. Vor allem Bäume haben es ihm angetan, es gibt nicht wenige Bäume in der Ortsmitte, deren Geschichte er bis ins kleinste Detail erzählen kann, vor allem dann, wenn diese einen historischen Hintergrund haben.

Geehrt wurden während des Neujahrsempfangs die neu installierten Schülermentoren im örtlichen Schulzentrum. Hierbei ging Bürgermeister Knödler auf die Vorbildfunktion der Schüler ein, die dem ehrenamtlichen Engagement den Vorzug von Gameboy und anderen alternativen Ablenkungsvarianten einräumen.


Schülermentoren

Ehrung der Schülermentoren: Isabell Ronovsky, Ann-Kathrin Lurz, Timo Robin Schenek, Bahar Ayar, Bünyamin Kocabas, Sina Kübler, Sümeyye Türk, Sabrina Windisch, Sven Stiegler, Christian Sauer, Elske Dippon, Yvonne Hümmerich, Linda Krämer, Roland Menz, Nicole Wilhelm, Viola Ziebertz

Mit goldenen Nadeln in verschiedenen Abstufungen wurden oftmalige Blutspender ausgezeichnet. Nicht neu im Programm des Ilsfelder Neujahrsempfangs ist die Auszeichnung derer, aber weiterhin von großer Bedeutung, die es durch ihre Blutspende ermöglichen bei der Rettung von Schwerstkranken in ausreichendem Maße über Blutkon­serven verfügen zu können und damit Menschenleben zu retten. Ein besonderes Dankeschön galt demjenigen, der bereits mehr als 100 Male für diesen Dienst an der Allgemeinheit zur Verfügung stand, wofür die Besucher Herrn Plume einen anerkennenden Soderapplaus entgegenbrachten.


Blutspender

Hier nochmals alle Blutspender im Überblick:
100 Blutspenden: Günther Plume
50 Blutspenden: Rudi Friedle, Siegmar Nestel, Frida Wucherer
25 Blutspenden: Willy Beer, Achim Frank, Bettina Herdeg,
Rainer Kreh, Marlies Merkle, Monika Poen, Frank Willenberger
10 Blutspenden: Carolin Baier, Martin Baier, Ulrich Brod, Timo Eisenmann, Christian Franz, Wolfgang Fritz, Rebecca Kübler, Heiko Mattes, Lutz Mayer, Heike Mencin, Peter Mühlbeyer, René Schlosser, Marc Stegmüller



Die Ehrung der Sportler aus Ilsfeld, die in eher ungewöhnlichen Sportarten meisterliches geleistet haben, erhielten aus Hand des CDU-Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis Neckar-Zaber, Eberhard Gienger, eine Ehrenurkunde. Gekonnt ging der ehemalige Weltklasseturner auf jede noch so fremd anmutende Sportart ein, und erläuterte diese gemeinsam mit den zu Ehrenden dem interessierten Publikum. Wenig überraschend war, dass seine ganz besondere Aufmerksamkeit dem Jüngsten der zu Ehrenden galt - dem Max Wörthmann, seinem „Turnbrüderle".

Die Bronzemedaille der Gemeinde Ilsfeld wurde an Melanie Müller (Bowling) und Heinz Bertsch (Motorsport) verliehen. Die Silbermedaille erhielt Helmut König (Bowling). Wolfgang Liebhard (Motor­sport), Maik Stolzenburg (Motorsport), Max Wörthmann (Turnen), Alexander Volk (Judo) und Uwe Morawietz (Motorsport) wurden für ihre Leistungen mit der Goldmedaille geehrt.



Zum Abschluss des offiziellen Teils kündigte Bürgermeister Knödler an, dass das Gedenken an den Abschluss des Wiederaufbau Ilsfelds im Jahr 1906 nach dem verheerenden Brand von 1904 im laufenden Jahr im Blickpunkt des Gemeindelebens stehen wird. So werde anlässlich des Jubiläums des Dorastiftes am 28. April 2006, der in Ilsfeld aufgewachsene frühere Ministerpräsident Lothar Späth, in den Ort seiner Jugend kommen. Im September 2006 werde der Künzelsauer Unternehmer Reinhold Würth, dessen Familie aus Ilsfeld stammt, zu Besuch kommen.

Am 10. Dezember 2006 wird der 100. Jahrestag der Wiedereinweihung der Bartholomäuskirche begangen. Dazu, so Knödler, hätten sich der evangelische Landesbischof Frank O. July und Herzog Carl von Württemberg angesagt. Dazu werde es eine ganze Reihe von Veranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen von „NeuIlsfeld" geben.

Umrahmt wurde der Neujahrsempfang von lyrischen Weisen der Gruppe „Hope so" mit Joachim Bea Ribeiro, Bernd Sontheimer, Rosanna Salles und Dr. Ulrich Hofmann, denen der Rathauschef mit einem Weinpräsent Dank sagte.<


Abgerundet wurde der Abend durch die Ausstellungseröffnung, die von den beiden in Ilsfeld lebenden Künstlern Evelyn Schwarz und Jürgen Mast organisiert wurde, und die in dieser Ausstellung nicht nur eigene Werke präsentieren, sondern auch Nachwuchskünstlern ihres Workshops eine erste Plattform boten.


Schwarz und Mast

Während des „inoffiziellen" gemütlichen Teils wurde denn auch reichlich davon Gebrauch gemacht, Kunst und Wein auf angenehme Art und Weise miteinander zu verbinden. Da aufgrund der großen Zahl an Besuchern einzelne Bilder an diesem Abend nicht in der gewünschten Form zur Geltung kommen konnten, können Interessierte gerne auch noch in den nächsten Tagen einen Besuch im Rathaus zur Besichtigung der Bilder nutzen.

Ein besonderer Dank gilt den Winzern, die wie immer einen ganz wesentlichen Teil am Gelingen des Neujahrsempfangs beigetragen haben, der wie schon die Jahre zuvor erst am frühen Morgen des folgenden Tages ein Ende fand..

Zur Bildgalerie Neujahrsempfang


   
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