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Kindergärten

Rückblick auf die Ilsfelder Geschichte der „Kleinkinderschule“

Bereits 1880 hatte Ilsfeld eine Kleinkinderschule, denn im Ilsfelder Heimatbuch ist zu lesen „Durch eigentümliche Fügung und ohne alles menschliche Machen hat sich die Einrichtung einer Kleinkinderschule eingebürgert. Die Kosten wurden von der Witwe Kachel bezahlt.“

Der Kindergarten und eine Wohnung wurden in der früheren Schulscheuer untergebracht, die jedoch beim großen Brand zerstört wurde.

Nachdem das Elternhaus des Ilsfelder Karl Vollmöller ebenfalls durch das Feuer zerstört wurde, ließ er ein neues Gebäude errichten, das er der Gemeinde zur Kinderbetreuung stiftete. Zur Erinnerung an seine verstorbene Ehefrau erhielt die „Kinderbewahranstalt“ den Namen „Dorastift“.

1905 Ev. Tageseinrichtung für Kinder „Dorastift“, Charlottenstraße
1971 Tageseinrichtung für Kinder „Wunderland“, König-Wilhelm-Straße
1974 Tageseinrichtung für Kinder in Schozach
1983 Tageseinrichtung für Kinder „Regenbogen“, Auenstein
1987 Tageseinrichtung für Kinder „Villa Kunterbunt“, Strombergstraße
1995 Tageseinrichtung für Kinder „Sternschnuppe“, Stauferweg
2009 Tageseinrichtung für Kinder „Schnakennest“, Auenstein

Die pädagogische Arbeit in den Tageseinrichtungen für Kinder der Gemeinde Ilsfeld

Mit jedem Team haben wir eine Konzeption erarbeitet und dabei den „Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten“ einbezogen. Die Konzeptionen spiegeln die tägliche Arbeit der einzelnen Einrichtungen wieder und sind vor Ort einsehbar.
Verbindlichkeiten und Inhalte des Orientierungsplanes werden in den Kindertagseinrichtungen umgesetzt und dadurch ist eine frühe, individuelle und begabungsgerechte Förderung des einzelnen Kindes gewährleistet.

Die Kindertageseinrichtungen haben den Auftrag der Erziehung, Bildung und Betreuung. Die Bildungsarbeit ist die zentrale Aufgabe in den Einrichtungen und orientiert sich an den selbsttätigen Lernprozessen des Kindes. Das Kind ist Akteur, das sich aktiv die Welt aneignet. Mit der Zunahme von Fertigkeiten und der Entfaltung von eigenen Talenten und Fähigkeiten entwickelt es Selbstbewusstsein und gewinnt an Autonomie. Die Erzieherin und die Eltern unterstützen und begleiten das Kind auf seinem Entwicklungsprozess durch Anregungen, Impulse und Herausforderungen.

Lernen und Spielen ist für Kinder dasselbe und Lernprozesse passieren ständig mit hoher Geschwindigkeit und Intensität. In der alltäglichen Auseinandersetzung mit den Mitmenschen und der Umwelt und durch ganzheitliche Erfahrungen mit allen Sinnen entwickeln sich die Kinder weiter.

Die Kinder werden bei ihrem Tun und Handeln durch die pädagogischen Fachkräfte immer wieder intensiv beobachtet und diese dann schriftlich festgehalten und dokumentiert. So sind Entwicklungsverläufe nachvollziehbar und transparent.

Darüber hinaus sind jährliche Entwicklungsgespräche mit den Eltern unabdingbar, damit eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung zum Wohle des Kindes gewährleistet ist.

Mit Blick auf eine durchgängige Bildungsbiographie des Kindes kommt dem partnerschaftlichen Zusammenwirken der Eltern, Erzieherinnen und den Kooperationslehrerinnen eine hohe Bedeutung zu.

Das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Körper“:

Das Kind erschließt sich seine Welt vor allem in Bewegung und durch Körpererfahrung. Zärtlichkeit, Zuwendung und Fürsorge sind die Grundlagen für ein positives Körpergefühl und Gesundheitsbewusstsein. Viel Bewegung und die ausgewogene Ernährung sind Voraussetzungen um das kindliche Potential in Motorik, Koordination, Gleichgewicht und Bewegungsdynamik zu fördern.

Förderangebote:

  • Gezieltes Turnen und Bewegungserziehung im Mehrzweckraum, der Sporthalle oder im Garten
  • Bewegungsgeschichten, Bewegungsspiele
  • Musikalische Erziehung, Tänze, Rhythmik
  • Wahrnehmungsfähigkeit für den eignen Körper entwickeln
  • Bewusstsein für gesunde Ernährung durch vor- und zubereiten von Mahlzeiten

Erst wenn ein Kind die Möglichkeit hat sich ausreichend zu bewegen, ist es ihm möglich zur „inneren Ruhe“ zu kommen. Um zur Konzentrationsfähigkeit zu gelangen, braucht ein Kind „innere Ruhe“.

Das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Sinne“:

Kinder nehmen ihre Umwelt über alle Sinne wahr. Sie erforschen und entdecken die Welt durch Sehen, Beobachten, Hören, Fühlen, Tasten, Riechen und Schmecken. Bereits vor der Geburt beginnt sich Wahrnehmungsfähigkeit zu entwickeln und ist von Geburt an vorhanden und aktiv. Für die Entwicklung sind Kinder auf ein vielfältiges Angebot von Sinnesreizen angewiesen. In den Einrichtungen werden gezielte Aktivitäten der Wahrnehmungsförderung durchgeführt, aber fließen ebenso in den Kindergartenalltag ein.

Förderangebote:

  • „Kimspiele“ zu allen Sinnen
  • Übungen, die den Gleichgewichtssinn stärken
  • Sinneserfahrungen bei den Natur- und Waldtagen
  • Wahrnehmungsförderung bei Ausflügen, Exkursionen
  • Sensibilisierung der Geschmacksnerven und des Riechorgans bei der Nahrungszubereitung

Das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Sprache“:

Sprache gilt als wichtigstes Werkzeug, als Schlüsselqualifikation, für spätere Lernprozesse. Sprache als Kommunikationsmittel erweist sich als unverzichtbar in allen Lebensbereichen und ist verantwortlich für die Beziehungsaufnahme des Menschen zu seinem Umfeld.

Täglich wird durch Gespräche, durch das Singen, durch Fingerspiele, Reime und Sprechverse Sprachförderung und Sprachschatzerweiterung praktiziert. Sprache ist wichtig, um Gefühle, Bedürfnisse und Gedanken in Worte fassen zu können. Konflikte verbal lösen zu können, stärkt die soziale Kompetenz eines Kindes. Sprachbildung ist eingebettet in das Alltagsgeschehen, aber auch in gezielte Fördermaßnahmen, wie das „Würzburger Trainingsprogramm“, Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder mit Sprachförderbedarf.

Die Freude am Sprachgebrauch zu wecken, ist ein erklärtes Ziel.

Förderangebote:

  • Bilderbücher, Geschichten, Märchen
  • Fingerspiele, Reime, Sprechverse
  • Miteinander sprechen, Dialoge,
  • Gezielte Sprachförderung
  • Würzburger Trainingsprogramm
  • Symbolsprache und Schriftsprache erleben

Das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Denken“:

Kinder besitzen sehr früh erstaunliche Fähigkeiten im Wahrnehmen und Denken. Das Denken umfasst alle Anforderungen an die Kinder, um sie zum Nachdenken und Weiterdenken anzuregen. Anhand der „warum-Fragen“ und den Antworten erklären sich Ereignisse und Geschehnisse und die Kinder lernen sich damit auseinanderzusetzen.

Aufmerksamkeit, Konzentration und Merkfähigkeit werden stets durch verschiedene Angebote erprobt. Das Erfassen von Zusammenhängen bei Geschichten, Büchern oder dem gesprochenem Wort muss gelernt sein. Wiederholungen spielen dabei eine große Rolle, somit können die Kinder Inhalte und Wissen wieder geben.

Denkprozesse werden angestoßen, indem Materialien bereitgelegt und Situationen geschaffen werden, die ganzheitliche Erfassungsmöglichkeiten bieten. Ziel ist es auch, dass die Kinder zu eigenen Problemlösungen finden und ihren kognitiven Bereich festigen.

Förderangebote:

  • Wahrnehmungsfähigkeit steigern durch Spielmaterialien mit Muster- oder Farbvorgaben
  • Denkaufgaben bei der täglichen Mitarbeit
  • Entenland, Zahlenland
  • Tisch- und Brettspiele, Puzzle
  • Arbeitsmaterialien, das das logische Denken stärkt
  • Experimente

Das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Gefühl und Mitgefühl“:

Gefühl und Mitgefühl gehören zum täglichen Erleben und der Umgang mit den Emotionen muss erlernt werden. Zuerst ist bewusstes Erkennen seiner eigenen Gefühlswelt erforderlich, um dann auch die Gefühle anderer Menschen wahrnehmen und angemessen reagieren zu können.

Mit Einfühlungsvermögen und Mitgefühl kann ein Kind den Menschen, den Tieren, der Natur und Umwelt mit Achtung und Wertschätzung begegnen.

Die Kindertageseinrichtung ist, neben der Familie, eine Lebensgemeinschaft, in der das Kind neue Beziehungen zu Personen aufbaut. Voraussetzung für soziales Miteinander ist Vertrauen und Kontakte mit anderen. Durch eine tragfähige Beziehung zwischen den Menschen, kann das Kind sich auf den Kindergartenalltag einlassen und sich dadurch weiterentwickeln.

Jedes Kind ist in seiner Einzigartigkeit und mit seiner individuellen Persönlichkeit herzlich willkommen und Teil einer Gemeinschaft.

Besondere Beachtung findet der respektvolle Umgang untereinander, mit den Spielmaterialien und fremden Eigentum.

Förderangebote:

  • Bildbetrachtungen
  • Themenbezogene Bilderbücher und Geschichten
  • Theater-, Rollenspiele
  • Gespräche nach Konflikten, Streit oder sonstigen Situationen
  • Kinderkonferenzen, Gesprächskreise

Das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Sinn, Werte, Religion“:

Alle Kindertageseinrichtungen haben verbindlich vorgegeben Grundsätze für dieses Bildungs- und Entwicklungsfeld nach weltanschaulichem und religiösem Hintergrund

umsetzen, unabhängig von der Trägerschaft. Der Leitgedanke ist, Kindern bei der Suche nach Orientierung, Lebenssinn und bei der Frage nach Gott zu begleiten. Christliche Werte werden durch die kirchliche Glaubenstradition erschlossen und Kindern gelingt es dadurch eine persönliche Haltung aufzubauen.

Feste des Kirchenjahres sind dabei ein Bestandteil der Kindergartenarbeit. Rituale und Regeln des Zusammenlebens bringen Ordnung und Sicherheit, an denen sich die Kinder orientieren können.

Bei allen Aktionen und Projekten berücksichtigt die Einrichtung die Bedürfnisse und Lebenslage der Kinder mit Migrationshintergrund. Verständnis für andere Kulturen und Religionen werden geweckt und bereichern das „Wir-Gefühl“ in der Gemeinschaft.

Die Ziele beruhen auf den persönlichen, christlichen Lebenseinstellungen und das heißt:

- jedes Kind in seiner Einmaligkeit achten, annehmen und ihm mit Wertschätzung begegnen
- jedem Kind die Möglichkeit bieten, dass es ein Grundvertrauen zu Gott aufbauen und daraus eine bejahende Lebenseinstellung entwickeln kann
- jedes Kind soll für die Schöpfung sensibilisiert werden und Raum haben zum Staunen und Entdecken für die Vielfalt der Lebewesen und der Natur

Förderangebote:

  • Christliches, traditionelles Liedgut
  • Biblische Geschichten
  • Feste des Kirchenjahres erarbeiten
  • Gottesdienste mitgestalten
  • Gespräche über „Gott und die Welt“

Die Kooperation mit der Gemeinde Ilsfeld

Die Gemeinde Ilsfeld als Trägerin ist verantwortlich für die Kindertageseinrichtungen und nimmt diese Verantwortung sehr ernst. Seit Jahren schon setzt die Gemeinde einen Schwerpunkt in die Betreuungslandschaft für Kinder von 6 Monaten bis hin zum Grundschulalter. Jungen Familien stehen unterschiedliche Betreuungsformen zur Verfügung, woraus sie eine ihren Bedürfnissen angepasste Einrichtung auswählen können. Eine Waldgruppe und zusätzliche Kleingruppen mit besonderem Förderansatz ergänzen die Betreuungsvielfalt der Gemeinde.

Die Zusammenfassung in die Konzeptionen gibt einen Einblick in die pädagogische Arbeit unserer Kindertageseinrichtungen und jede Einrichtung pflegt und setzt diese Inhalte des Orientierungsplanes um. So können sich die Kinder, die uns anvertraut sind, sich weiterentwickeln und werden individuell gefördert.

(Auszüge sind aus den Konzeptionen von den Einrichtungen „Wunderland“, „Regenbogen“, „Sternschnuppe“, „Villa Kunterbunt“ und Schozach entnommen)

Im Anschluss können die spezifischen Daten, wie Adressen, Öffnungszeiten, Altersstrukturen, usw. unter den einzelnen Kindertageseinrichtungen aufgerufen werden.

Tageseinrichtung für Kinder „Wunderland“
König-Wilhelm-Straße 69, 74360 Ilsfeld
 
   
Tageseinrichtung für Kinder „Villa Kunterbunt“
Strombergstraße 3, 74360 Ilsfeld
 
   
Tageseinrichtung für Kinder „Sternschnuppe“
Stauferweg 1, 74360 Ilsfeld
 
   
Evang. Tageseinrichtung für Kinder „Dorastift“
Charlottenstraße, 74360 Ilsfeld
 
   
Tageseinrichtung für Kinder „Regenbogen“
Jahnstraße 36, 74360 Ilsfeld-Auenstein
 
   
Kinderhaus Schnakennest
Mäuerlesgasse , 74360 Ilsfeld – Auenstein
 
   
Tageseinrichtung für Kinder "Schozach"
Neubergweg 10, 74360 Ilsfeld-Schozach
 
   
Waldkindergarten Wurzelkinder  
   
         
         
   
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